“Slow West” (2015)

 © Prokino Filmverleih

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Filmkritik: Das Western-Genre erlebt in den letzten Jahren eine neue Blüte. Mit dem österreichischen Film “Das finstere Tal” (2014) und der dänischen Produktion “The Salvation” (2014) mit Mads Mikkelsen in der Hauptrolle kamen letztes Jahr bereits zwei sehr gute europäische Western in die Kinos. Die Entwicklung des europäischen Western könnte die dritte Strömung nach der ersten amerikanischen und der zweiten italienischen Welle werden. Diese Filme zeichnen sich durch eine gleichzeitige Annährung an und Abweichung von den Klassikern aus. Die genretypischen Elemente sind vorhanden, aber sie werden aufgefüllt mit interessanten Charakteren und einem etwas kritischeren, distanzierteren Standpunkt. Der Film “Slow West” (OT: “Slow West”, GB/NZ, 2015) reiht sich nahtlos in diese neue Entwicklung ein.

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Cinestrange Tag 6 und Fazit

Am letzten Tag gab es noch einiges zu entdecken. Eine Auswahl der Landshuter Kurzfilmtage kam zur Aufführung. Die ersten Folgen der Serie „Witnesses – Die Zeugen“ und der Film „Dracula Hexenjagd“ (OT: „Twins of Evil“, GB, 1971) standen ebenfalls auf dem Programm. Zusätzlich konnte man zum Frühschoppen gehen, einem Konzert Frizzis zuhören und der Siegerehrung beiwohnen. Bei Letzterer bekamen der Kurzfilm “Schnee in Rio” (DE, 2014) und der Langfilm „Landmine goes Click“ (OT: „Landmine goes Click“, GEO, 2015) eine Auszeichnung. Leider waren die Macher beider Filme nicht anwesend. Abgerundet wurde der Tag mit einem herausragenden Vortrag über Lucio Fulci von Dr. Marcus Stiglegger. Den Abschluss markierte ein Q&A mit John Hough, bei dem er die Cinestrange-Auszeichnung für sein Lebenswerk erhielt.

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“Stung” (2015)

 © Splendid Film GmbH

© Splendid Film GmbH

Filmkritik: Wenn man sich in Deutschland auf die Suche nach guten Genre-Filmen macht, wird man über kurz oder lang enttäuscht werden. Die wenigen Produktionen, die es hier gibt, finden unter dem üblichen Publikum von deutschen Filmen wenig Beachtung, sind deshalb schlechter finanziert und bedingt dadurch meist von schlechterer Qualität. Fans von Horror, Thriller und Co. halten sich deshalb lieber an die amerikanischen Varianten. Also bleibt vielen Genre-Machern oft nur ein amerikanischer Weg, um ihren Filmen ein Publikum zu verschaffen. Auch der Film „Stung“ (OT: „Stung“, DE/US, 2015) wurde mit englischsprachigen Darstellern realisiert und wirkt nicht im Entferntesten deutsch.

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„Wind Walkers“ (2015)

Wind-WalkersFilmkritik: Der einzige Film, den wir von den Wettbewerbsbeiträgen sehen konnten, war der amerikanische Spielfilm „Wind Walkers“ (OT: „Wind Walkers“, US, 2015). Dieser Film gewann die Cinestrange-Trophäe nicht. Was wenig verwundert, da er dem Genre nichts Neues hinzufügt und auch mit seiner Inszenierung nicht überzeugen kann.

Nachdem Sean Kotz (Zane Holtz) aus dem Krieg wiederkehrt, hat er nicht nur einen Kameraden und Freund verloren, sondern scheint schwer traumatisiert durch die vergangenen Ereignisse. Seine Freunde wollen ihn aufheitern. So geht es zu einem Jagdausflug in die Everglades. Doch unheimliche Dinge passieren schon in der ersten Nacht. Die Geister seiner Vergangenheit scheinen Kotz einzuholen.

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„The Human Centipede 3 – Final Sequence“ (2015)

Human Centipede 3Filmkritik: 2009 schuf der niederländische Regisseur und Drehbuchschreiber Tom Six (*1973) mit “Human Centipede – Der menschliche Tausendfüßler” einen schockierenden und wegen seiner wahnwitzigen Idee im Kopf bleibenden Film. Der zweite Teil, der 2011 folgte, war in seiner Ausgestaltung komplett anders als der Erste. Die kranke Idee blieb bestehen, aber zusätzlich wurde sie noch mit detaillierten Gewalt- und Ekelszenen gewürzt. Der nun finale dritte Teil, „The Human Centipede 3 – Final Sequence“ (OT: „The Human Centipede 3 – Final Sequence“, US, 2015), geht wieder einen komplett neuen Weg.

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7 vs. 7: Kurzfilme im Wettbewerb – Teil 2

In der zweiten Runde traten vier Kandidaten an. Sie startete mit dem amerikanischen Kurzfilm „A Way Out“ (OT: „A way out“, US, 2014). Es ist eine kurze Geschichte über zwei Mafia-Kollegen. Der eine von den beiden möchte endlich in Rente gehen, aber wie jeder weiß, ist das nicht so einfach bei der Mafia. Kurz und knackig sowie spannend und stilsicher erzählt Regisseur Jason Tostevin diese Geschichte. Fazit: Der Film ist ein gut gewordenes, wenn auch nicht neuartiges Genre-Stück. Bewertung: 6/10

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Genrenale-Special (Kurzfilme)

Genrenale LogoIn der Jury des diesjährigen Cinestranges saß auch der Genrenale-Betreiber Krystof Zlatnik. Zusammen mit seinem Kollegen Paul Andexel kreierten sie vor drei Jahren die Genrenale, die als Parallelveranstaltung neben der Berlinale angesiedelt ist und sich auf den deutschen Genrefilm konzentriert. Eine Auswahl von Kurzfilmen der letztjährigen Genrenale sowie fast alle Filmemacher brachten sie mit zum Cinestrange-Festival.

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Statusmitteilung

Cinestrange: Tag 5

Der Samstag war ab Mittag mit vielen Angeboten für die Besucher des Cinestrange vollgepackt. Es gab Werkstattgespräche mit dem Regisseur John Hough, dem Schauspieler Dieter Laser und dem Komponisten Fabio Frizzi. Zudem gab es diverse Panels und ein „Sky Sharks“-Spezial, bei dem das Projekt ausführlich vorgestellt wurde, dessen Dreharbeiten im Februar beginnen. Aber auch an Filmen bot der Tag vieles. Alle sieben Langfilm-Wettbewerbsbeiträge waren (viele leider zeitgleich) zu sehen. Auch der zweite Teil der Wettbewerbs-Kurzfilme kam zur Aufführung. Im Kurzfilm-Sektor gab es auch eine Genrenale-Special mit sechs ausgewählten Kurzfilmen. Zusätzlich konnten die Besucher den Horror-Klassiker „Tanz der Totenköpfe“ (OT: „The Legend of the Hell House“, GB, 1973) von John Hough auf großer Leinwand sehen, zusammen mit den Machern „Stung“ erleben und der Vorstellung von „The Human Centipede 3 – Final Sequence“ beiwohnen. So war es möglich, an diesem Tag 15 Stunden Kino zu geniessen.

geschrieben von Doreen Matthei

„Rabid Dogs“ (2015)

© Tiberius Film

© Tiberius Film

Filmkritik: Der italienische Film „Wild Dogs“ (1974) des Giallo-Großmeisters Mario Bava galt lange Zeit als verschollen und konnte erst 1997 veröffentlicht werden. Mit „Rabid Dogs“ (OT: „Enragés“, FR/CAN, 2015) erscheint nun ein Remake des Klassikers.

Nach einem blutigen Banküberfall befinden sich die vier Verbrecher auf der Flucht. Dabei geht nicht alles glatt und sie müssen Geiseln nehmen. Zusätzlich stirbt noch der Anführer und Sabri (Guillaume Gouix), Manu (Franck Gastambide) und Vincent (François Arnaud) sind auf sich allein gestellt. Zusammen mit ihrer weiblichen Geisel (Virginie Ledoyen) halten sie einen Vater (Lambert Wilson) an, der gerade sein noch schlafendes Kind ins Krankenhaus bringen will. Die Verbrecher nötigen ihn, sie zur Grenze zu bringen. Damit beginnt eine blutige Flucht und für die Geiseln ein Kampf ums Überleben.

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