Im Staatsschauspiel Dresden: Die Affäre Rue de Lourcine

Aufführungsbericht: Ein Fest für Freunde des humoristischen Hinfallens hat Michael Talke inszeniert. Er verbindet die rund 150 Jahre alte Komödie des Franzosen Eugène Labiche mit Slapstick der Stummfilmzeit. Das liegt dem Regisseur anscheinend besonders, passt aber auch sehr gut zu den Stücken Labiches, von denen zwei in den 1920er Jahren verfilmt wurden. Wer diesen Humor mag, den erwarten im Staatsschauspiel zwei Stunden feinster Unterhaltung.

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Torsten Ranft rechts als Lenglumé, niemals nackt, aber selten richtig angezogen. Links David Kosel als verwirrter Leidensgenosse © Sebastian Hoppe

Dazu tragen vor allem die wunderbar ausstaffierten Schauspieler bei. Torsten Ranft als Protagonist Lenglumé ist schlicht die perfekte Besetzung. Auch die anderen Schauspieler (die ich schändlicherweise nicht einzeln erwähne) sind mit Feuereifer dabei. Doch was spielen sie eigentlich?

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„Spoon“ (2016)

Kurzfilm / Deutschland / Animation / 2016

Poster zum Kurzfilm „Spoon“
© Markus Kempken

Filmkritik: Auch der deutsche Filmemacher Markus Kempken (*1962) benutzt das Medium des Animationsfilms, um seine autobiographische Geschichte zu erzählen, welche auf den 27. Bamberger Kurzfilmtagen 2017 zu sehen war. Weiterlesen

“Orange is the New Black” (Serie, Staffel 4, 2016)

© Jojo Whilden/Netflix

Serienkritik: Während in den ersten Staffeln der amerikanischen Serie “Orange is the New Black” die Einzelschicksale der Protagonisten im Zentrum standen und das ‘normale’ Leben im Gefängnis eingefangen wurde, gewinnt die vierte Staffel durch eine Gewichtsverschiebung an Prägnanz und dramatischen Momenten. Weiterlesen

“Zeit16” (2015)

Kurzfilm / Deutschland / Fiktion / 2015

Filmkritik: Der Bamberger Filmemacher Stephan Grosse-Grollmann (*1956), der auf den 27. Bamberger Kurzfilmtagen 2017 für seinen Film “radfahrn” (1977/2015) mit einem Schokoladenreiter ausgezeichnet wurde, präsentiert in seiner Heimatstadt mit “Zeit16” einen Experimentalfilm, der im Gedächtnis bleibt. Weiterlesen

“Blade Runner 2049” (2017)

© Sony Pictures / Warner Bros. Pictures

Filmkritik: Im Jahr 1982 revolutionierte der britische Regisseur Ridley Scott (*1937) das Science-Fiction-Genre mit seinem dystopischen Film “Blade Runner”. Nach dem Roman “Träumen Androiden von elektrischen Schafen?” (OT: “Do Androids Dream of Electric Sheep?”, 1968) von Philip K. Dick schuf er eine nahe, düstere Zukunft, die eine tiefgreifende Philosophie beinhaltet. 35 Jahre später erscheint die Fortsetzung “Blade Runner 2049” unter der Regie des talentierten Denis Villeneuve (*1967). Weiterlesen

„Tunnelen“ (2016)

Kurzfilm / Norwegen / Fiktion / 2016

Filmkritik: Da Kurzfilme oft das Sprungbrett hin zum Langfilm sind, schaffen etablierte Regisseure selten noch einmal kürzere Werke. Anders aber der norwegischen Regisseur André Øvredal (*1973). Dieser bekam mit seinem 2010 in den Kinos laufenden „Trollhunter“ internationale Aufmerksamkeit und schuf jetzt, sechs Jahre später, seinen zweiten Kurzfilm „Tunnelen“, der einer der Lieblingsschocker auf dem 18. Landshuter Kurzfilmfestival 2017 wurde. Weiterlesen

“Tigermilch” (2017)

Filmkritik:  Vier Jahre nachdem der Roman “Tigermilch” von Stefanie de Velasco veröffentlicht wurde, wird er durch die bereits im Jugendfilm-Genre etablierte Regisseurin Ute Wieland (*1957) verfilmt. Dabei überträgt sie die Vorlage mit Respekt und macht “Tigermilch” (Deutschland, 2017) zu einer ansprechenden Coming-of-Age-Geschichte. Weiterlesen

“Die! Sitter! Die!: Rupert” (2015)

 Kurzfilm / USA / Fiktion / 2015

Filmkritik: Im Horrorgenre ist die Hommage an vergangene Zeiten und ein gewisser Retro-Charme sehr beliebt und wird oft verwendet. So verwundert es auch nicht, dass der neue Kurzfilm – “Die! Sitter! Die!:  Rupert” – der Boxleitner Brüder (Söhne des Schauspielers Bruce Boxleitner (u.a. “Tron”, 2010)) eine große Referenz an vergangene Zeit ist und nicht nur damit auf dem 18. Landshuter Kurzfilmfestival 2017 für gute Unterhaltung sorgte. Weiterlesen

“Lindbergh – Die abenteuerliche Geschichte einer fliegenden Maus” von Torben Kuhlmann (2014)

96 Seiten / ab 5 Jahre / NordSüd / 18 €

© NordSüd Verlag

Buchkritik: Als das Kinderbuch “Lindbergh – Die abenteuerliche Geschichte einer fliegenden Maus” 2014 als Abschlussarbeit von Torben Kuhlmann (*1982) herausgegeben wurde, waren sich Kritiken und Leser einig, so bekam er nicht nur viel Lob, sondern einige Auszeichnungen. Weiterlesen

“Speechless” (2016)

Kurzfilm / Deutschland / Fiktion / 2016

Filmkritik: Zum festen Programm des Landshuter Kurzfilmfestival gehört die Sprungbrettreihe, welche jedes Jahr von SchülerInnen der Landshuter Gymnasien zusammengestellt und moderiert wird. Auch im Jahr 2017 waren diese Veranstaltungen sehr gut besucht und lieferten abwechslungsreiche Unterhaltung und gleichzeitig ein gutes Bild, was die deutsche Jugend so bewegt. Im zweiten Block sprang nicht der Gewinner der Reihe, “Voicemail” (2016), besonders ins Auge, sondern der deutsche Kurzfilm “Speechless”. Weiterlesen