„Yes, God, Yes“ (2017)

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Kurzfilm / USA / Fiktion / 2017

Filmkritik: Der amerikanische Kurzfilm „Yes, God, Yes“ versetzt die Zuschauer in die Anfangszeit des Internets zurück und erzählt zugleich eine herzerwärmende Coming-of-Age-Geschichte eines Mädchens, gespielt von Natalia Dyer. 

Alice (Natalia Dyer) lebt ein braves Leben und ist geprägt von den Lehren ihrer katholischen Schule und Elternhauses. Als eines Tages in einem Chatforum eine private Nachricht ihre Welt durcheinander bringt, beginnt sie sich mit ihrem eigenen Körper auseinanderzusetzen und die Frage nach der Richtigkeit von Masturbation lässt sie nicht mehr los. 

Die Filmemacherin Karen Maine, die das Drehbuch schrieb und Regie führte, schuf mit „Yes, God, Yes“ ein sensible, aber auch amüsante Coming-of-Age-Geschichte. Angesiedelt in den frühen 2000er Jahren, in dem Viele der heutigen Generation groß geworden sind, spielt der Film mit dem ersten Aufkommen von Internet, Chats, frühen Pornos und Cyber Sex. Diese neue Welt bricht über die Protagonistin herein und es ist wunderbar unterhaltsam wie diese fromm erzogene Katholikin damit umgeht. Diese wird großartig von Natalia Dyer verkörpert, die man vor allem als Nancy Wheeler aus „Stranger Things“ (2016-2019) kennt. Mit ihrem zaghaften Blick und den scheuen ersten Schritten bebildert sie die Geschichte der eigenen Frauwerdung und der aufkeimenden Selbstbestimmung. Wunderbar ist auch das Zeitkolorit. Maine versetzt den Zuschauer gekonnt in die Zeit zurück. So überzeugt der 11-minütige Kurzfilm im Gesamten. Der Beweis sind die Millionen von Klicks auf der Videoplattform Vimeo und die damit einhergehende Unterstützung, die es der Regisseurin ermöglichten ihre Geschichte nun auch als Langspielfilm zu erzählen.

Natalia Dyer

Fazit: Der nur 11-minütige Kurzfilm „Yes, God, Yes“ ist eine wunderbare Geschichte, angesiedelt in den Anfängen der 2000er, über Erwachsenwerden, Masturbation und Selbstbestimmung. Die Regisseurin Karen Maine findet dafür die richtigen Bilder und schuf so eine stimmige Coming-of-Age-Geschichte mit der großartigen Hauptdarstellerin Natalia Dyer.

Bewertung: 8/10

Glücklicherweise gibt es ihn online:

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

 

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