“Der Maulwurf und der Regenwurm” (2015)

Kurzfilm / Deutschland / Animation / 2015

© Studio Film Bilder

Filmkritik: Der beste Kinderfilm, der auf den 27. Bamberger Kurzfilmtagen wurde, war der Animations-Zeichentrickfilm “Der Maulwurf und der Regenwurm”. Der kleine Maulwurf ist einsam. Alle Tiere um ihn herum, haben einen Partner gefunden. Nur er selbst lebt allein und geht seinem liebsten Hobby nach: Essen. Eines Tages entdeckt er einen saftigen Regenwurm und jagt ihm hinterher. Doch am Ende der Jagd steht eine Überraschung.

Weiterlesen

“Der Wein und der Wind” (2017)

© Studiocanal

Filmkritik: Die Franzosen und der Wein sind ein Paar, welches uns schon in vielen Filmen begegnet ist. Das beschränkte sich dabei in den meisten Filme auf den Genuss des Traubentranks, doch der neue Film von Cédric Klapisch – “Der Wein und der Wind” (OT: “Ce qui nous lie”, Frankreich, 2017) zeigt, wie viel Arbeit im Weinbau steckt, und verknüpft es geschickt mit einer interessanten Familiengeschichte.

Weiterlesen

Carl von Ossietzky. Lesebuch

800px-wbumschlag12_03_1929

Viele Artikel aus dem Lesebuch erschienen zuerst in der Zeitung „Die Weltbühne“, welche Ossietzky zeitweise leitete

Buchkritik: Er war Friedensnobelpreisträger und wurde zum Opfer der Nazis. Ist das Grund genug, wertvolle Lesezeit für hundert Jahre alte Zeitungsartikel von Carl von Ossietzky einzusetzen? Auf jeden Fall!

Aber nicht wegen des Preises und nicht wegen des Opferstatus. Sondern weil der Mensch schreiben konnte. Weil er einen lebendigen Einblick in die Weimarer Republik gewährt. Und weil viele Erkenntnisse bis heute aktuell sind. Leider: Dass die Polizei öfter mal auf dem rechten Auge blind ist, das bemerkte man schon in den 1920ern. Nur ein Beispiel von vielen.

Weiterlesen

“Meinungsaustausch” (2016)

Kurzfilm / Deutschland / Experimental Dokumentation / 2016

Filmkritik: Die beiden Regisseurinnen Sophie Linnenbaum und Sophia Bösch schufen den Experimental-Dokumentations-Kurzfilm “Meinungsaustausch” (AT: „Research Refugees“), der erschreckend und absurd amüsant zur gleichen Zeit ist. Weiterlesen

Der Autor Thomas Rosenlöcher

Buchkritik: In gewohnter Manier gibts Geburtstagsglückwünsche von mir: verspätet. Dabei hatte Karin Grossmann pünktlich am 29.07. einen mit Herzblut geschriebenen Artikel über Thomas Rosenlöcher in der Sächsischen Zeitung gebracht. Der Dresdner mit Fusselbart und Bäuchlein wurde 70 Jahre alt und ist ansonsten Autor.

urn-newsml-dpa-com-20090101-150202-99-02523-large-4-3

Thomas Rosenlöcher (c) dpa/Frank Rumpenhorst

Rosenlöcher schreibt Lyrik, die gut klingt, schöne Bilder entwirft, aber in der Realität verwurzelt ist. Kein salbungsvoller Kitsch und daher eine absolute Empfehlung für alle, denen es graust vor rosiger Romantik oder modernen Gedichten, die einen ratlos zurücklassen und so elegant sind wie ein Einkaufszettel. Nee, der kanns! Wenn er in seinem Gedichtband „Am Wegrand steht Apollo“ beschreibt, wie eine Frau geht und dabei ihren Kopf wie eine teure Vase trägt, dann weiß man, welchen Typ Mensch er meint (bei ihm klingt das besser als bei mir). Und das Bild vergisst man nicht – witzig und warmherzig.

Weiterlesen

Gesellschaftsspiel “Heck Meck am Bratwurmeck” (2005)

Spieler: 2-7 / ab 8 Jahren / Verlag: Zoch Verlag

© Zoch Verlag

Spielekritik: Das Würfelspiel “Heck Meck am Bratwurmeck” (2005) der Autors Reiner Knizia erfreut sich mittlerweile so großer Beliebtheit, dass bereits eine Meisterschaft darin ausgetragen wird (WM -> Wurm-Meisterschaft). So gehört das Spiel zum Kanon jeder Spielesammlung und kann zu vielen Gelegenheiten aus dem Schrank hervorgeholt werden. Weiterlesen