„Strangers Like Us“ (2024)

Doreen Kaltenecker
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Kurzfilm / Österreich / Fiktion / 2024

Filmkritik: Der österreichische Kurzfilm „Strangers Like Us“ von Felix Krisai und Pipi Frostl, der im ‚D-A-CH Wettbewerb‘ des 25. Landshuter Kurzfilmfestival 2025 lief, erzählt von Lebenswegen und -entscheidungen und spielt dafür mit Elementen aus dem Genre-Bereich.

Laura (Henrietta Rauth) und Elias (Sebastian Wendelin) sind erst vor kurzem mit ihren jungen Jahren in die Vorstadt gezogen, da sie dort ein Haus geerbt haben. An diesem Abend bekommen sie Besuch von Patrick (Achmed Abdel-Salam) und Nina (Anna Rot), einem Paar, das sie im Urlaub kennengelernt haben. Der Abend verläuft für Laura anders als erwartet und auf einmal hat sie das Gefühl, nicht mehr in ihrem eigenen Haus zu leben. 

Nach einem gemeinsamen Drehbuch entstand der 22-minütige Kurzfilm von Pipi Frostl und Felix Krisai, die beide an der Filmakademie Wien studieren. Ausgehend von der Frage, wie seltsam es wäre, wenn jemand auf einmal im eigenen Haus oder Wohnung leben würde, entstand eine Geschichte über das Leben an sich. Wie stellt man sich das eigene Leben vor? Welche Wünsche und Sehnsüchte hat man? Was davon stellt man hinten an – auch für bürgerliche Lebensmodelle? Doch nicht durch Dialoge oder visuelles Gegenüberstellen dieser verschiedenen Arten zu leben, beschäftigen sich der Film mit diesen Fragen, sondern mit Hilfe surrealistischer Elemente. Diese sind so atmosphärisch, dass man als Zuschauende nicht weiß, welchen Weg der Film einschlägt und mit Spannung das Vorgehen verfolgt, so dass man sich von Zeit zu Zeit sogar in einem Albtraum wähnt. Die beiden Filmemacher:innen verwenden dabei eine gelungene Bildsprache, eine dichte Atmosphäre und eine Plansequenz, die einen weiten Bogen zu spannen weiß. Zudem ist der Film sehr gut besetzt und überzeugt schlussendlich auch mit dem natürlichen Spiel aller Darsteller:innen – in einer eher nicht natürlichen Situation. 

Fazit: „Strangers Like Us“ ist ein Kurzfilm von Pipi Frostl und Felix Krisai. Mit Genre-Elementen geht der Kurzfilm Fragen nach verschiedenen Lebensweisen nach und schafft es mit einer dichten Inszenierung und einem überzeugenden Spiel in der Kürze der Zeit einen spannenden Film zu schaffen, der lange im Gedächtnis bleibt.

Bewertung: 8,5/10

Trailer zum Kurzfilm „Strangers Like Us“:

geschrieben von Doreen Kaltenecker

Quellen:

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