“Nichtlustig 6” von Joscha Sauer (2014)

64 Seiten / Carlsen Verlag / 12€

Cover des Buches "Nichtlustig 6"

© Carlsen Verlag

Buchkritik: Schon seit vierzehn Jahren erfreut der deutsche Comiczeichner Joscha Sauer seine stetig wachsende Fangemeinde mit seinen Comics der ‘Nichtlustig’-Reihe. Anfänglich nur online veröffentlicht, verbreiteten sich die Comics schnell und haben seitdem nicht nur mehrere Gesellschaftsspiele nach sich gezogen, sondern seit 2003 wurden diese Werke auch im Carlsen-Verlag als handliche Hardcover verlegt. 2016 erschien der sechste Band: “Nichtlustig 6”. Weiterlesen

Im Staatsschauspiel Dresden: Secondhand-Zeit

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Ein knappes Dutzend Laienschauspieler bringt uns die ehemalige Sowjetunion kurz vor und nach dem Zusammenbruch näher. © Matthias Horn

Aufführungsbericht: Die Bürgerbühne bearbeitet Texte von Swetlana Alexijewitsch und bringt sie ins Kleine Haus. Menschen, die aus der ehemaligen Sowjetunion stammen, tragen die Berichte der 2015er Literaturnobelpreisträgerin vor. „Leben auf den Trümmern des Sozialismus“ lautet der Untertitel der Regiearbeit von David Benjamin Brückel.

Es dauert ein wenig, bis man sich hineingehört hat. Bis auf einen Darsteller haben sie alle einen deutlichen Akzent. Tschaikowskis „Schwanensee“ läuft am Anfang und bleibt als musikalische Untermalung präsent. Weiterlesen

“Sirocco” (2016)

Kurzfilm / Frankreich / Animation / 2016

Standbild aus dem Kurzfilm "Sirocco"Filmkritik: Der französische Kurzfilm “Sirocco” lief in der ‘Shock Block’-Reihe des 18. Landshuter Kurzfilmfestivals 2017. Zwar kann er mit seiner Optik nicht hundertprozentig überzeugen, spielt dafür aber gut mit Klischees und Stereotypen. Weiterlesen

“Greatest Showman” (2017)

Poster zum Film

© Twentieth Century Fox

Filmkritik: Dass der Australier Michael Gracey für sein Spielfilmdebüt gerade ein Musical über den Zirkus-Erfinder P.T. Barnum auswählte, kann als mutig angesehen werden. Nicht nur die handwerklichen Hürden mussten bewältigt werden, sondern auch eine passende Geschichte erdacht werden, in deren Mittelpunkt ein schwer zugänglicher Hauptcharakter steht. Zudem machten die transportierten Botschaften den Spielfilm “Greatest Showman” (OT: “The Greatest Showman”, USA, 2017) nicht nur zu einem Diskussionsobjekt, sondern führte sogar zu einem Boykott-Aufruf der Peta gegen den Film.

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Im Theaterhaus Rudi: The Importance of Being Earnest

Aufführungsbericht: Die Laienspieltruppe „Eclectic Theatre“ bringt Oscar Wildes Komödie in englischer Originalsprache auf die Bühne. Die Dialoge sind rasant, Wildes Sprache geschliffen schön. Oscar Wilde selbst hielt „The Importance of Being Earnest“ für sein bestes Drama. Wer im Englischen nicht topfit ist, setzt sich besser so, dass er die Übertitel mitlesen kann.

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Langeweile im feinen Zwirn: Christoph Kunckel als Algernon (Algy). © Eclectic Theatre

England um 1900. Die saturierte Oberschicht langweilt sich gegenseitig. So ist der Londoner Algernon Moncrieff ganz froh, dass vor seiner Tante Augusta (herrlich streng: Luise Walter) und seiner Nichte Gwendolen noch ein alter Freund ins Haus geschneit kommt. Weiterlesen