25. Schlingel Chemnitz 2020

Mitteilung: Das etablierte, internationale Kinder- und Jugendfilmfestival Schlingel, welches alljährlich in Chemnitz stattfindet, feierte in diesem Jahr sein 25-jähriges Jubiläum. Dabei war die Resonanz auch in diesem Jahr, trotz strenger Corona-Regelungen zufriedenstellend für den Festivalleiter Michael Harbauer und sein Team. Es wurden 13.000 Besucher verzeichnet, welche vom 10. bis 17. Oktober in fünf Spielstätten aus 263 Produktionen aus 40 Ländern ihr individuelles Programm zusammenstellen konnten. Dabei präsentierte das Festival wieder eine gute Mischung aus deutschen und internationalen Produktionen, welche wunderbar zeigen, wie vielfältig der Kinder- und Jugendfilm ist. Der Hauptpreis – der Europäische Kinderfilmpreis der Sächsischen Kunstministerin – wurde an den polnischen Spielfilm „Ärger hoch drei“ von Marta Karwonksa vergeben. Die Stadt Chemnitz kürte „Schwesterchen“ von Alexander Galibin zu ihrem Gewinner und der Film „Die Piraten von nebenan“ gewann die Herzen der Kinderjury. Zudem wurde auch in diesem Jahr der Hauptpreis der Sächsischen Landesmedienanstalt vergeben – diesmal an „Moon Rock für Monday“ von Kurt Martin.     

Wer mehr zu den Preisen und den Gewinnern erfahren möchte kann in der Presseinfo zu den Preisträgerfilmen nachlesen oder die Preisverleihung auf YouTube nachholen.

geschrieben von Doreen Matthei

Filme, welche die Testkammer gesichtet hat:

  • Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ (OT: „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“, Deutschland, 2019, Regie: Caroline Link)
  • Bist du hungrig?“ (OT: „Are you hungry?“, Finnland, 2019, Regie: Teemu Niukkanen)
  • „Boxi und der verlorene Schatz“ (OT: „Boxi a Film!“, Ungarn, 2020, Regie: Béla Klingl) 
  • „Clara und der magische Drache“ (OT: „Klara ta tschariwni drakon“, Ukraine, 2019, Regie: Oleksandr Klymenko)
  • „Der Nachtzug“ (OT: „Ghatare An Shab“, Iran, 2019, Regie: Hamidreza Ghotbi)
  • „Linie 28“ (OT: „O28“, Frankreich, 2019, Regie: Otalia Caussé, Geoffroy Collin, Louise Grardel, Antoine Marchand, Robin Merle, Fabien Meyran)
  • Masel Tov Cocktail“ (OT: „Masel Tov Cocktail“, Deuschland, 2020, Regie: Arkadij Khaet und Mickey Paatzsch)   
  • Nein, ich will nicht tanzen!“ (OT: „No, I don’t want to dance!“, UK, 2019, Regie: Andrea Vinciguerra)
  • „Perfect 10“ (OT: „Perfect 10“, UK, 2019, Regie: Eva Riley)
  • „Unser Zuhause“ (OT: „우리집“, Südkorea, 2019, Regie: Ga-Eun Yoon)

Quellen:

„The Physics of Sorrow“ (2019)

Kurzfilm / Kanada / Animation / 2019

Filmkritik: Der kanadische Filmemacher Theodore Ushev schuf mit „Blind Vaysha“ (2015) bereits einen handwerklich beeindruckenden Kurzfilm, in dem er das Holzschnittverfahren anwandte. Auch in seinem neuesten Film, dem fast halbstündigen „The Physics of Sorrow“ (OT: „Physique de la tristesse“) wählt er ein außergewöhnliches Verfahren. Er schuf die Bilder für seinen Film aus Wachs.

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„FragMANts“ (2019)

Kurzfilm / Deutschland / Experimental / 2019

Filmkritik: Das mittlerweile nur noch aus zwei Künstlerinnen bestehende Künstlerinnenkollektiv NEOZOON beschäftigt sich seit Jahren mit dem Verhältnis von Mensch und Tier und nutzt dafür YouTube als Quelle ihrer Filme. Auch in ihrem neuesten Film „FragMANts“ stellen sie wieder einen gelungenen Mix aus YouTube-Material zusammen, um diesmal den Menschen und sein Konsum- und Vorliebenverhalten einzufangen. 

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„Die Traumnovelle“ von Arthur Schnitzler (1926)

ab 6 Jahren / S.-Fischer-Verlag / 96 Seiten

Buchkritik: Der österreichische Schriftsteller, Arzt und Dramatiker Arthur Schnitzler erzählt in seinen Werken oft von menschlichen Verfehlungen und beleuchtet psychologisch das Innenleben seiner ProtagonistInnen. Er gilt als der Vertreter der Wiener Moderne, da in seinen Werken auch stets die Hauptstadt und dessen typische Bewohner eine Rolle spielen. Auch in seiner Erzählung „Die Traumnovelle“, geschrieben 1926, spielen all diese Punkte eine wichtige Rolle und so entstand eine abgründige Geschichte über das Verlangen, welche von Stanley Kubrick in „Eyes Wide Shut“ (1999) verfilmt wurde.

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„Nimic“ (2019)

Kurzfilm / Deutschland, UK, USA / Fiktion / 2019

Filmkritik: Der griechische Regisseur Yorgos Lanthimos, der mit Filmen wie „The Killing of a Sacred Deer“ (2017) und „The Favourite – Intrigen und Irrsinn“ (2019) Weltruhm erlangt hat, realisierte zwischen seinen Langfilmprojekten im Jahr 2019 den Kurzfilm „Nimic“, der auf dem 32. Filmfest Dresden im Programm ‚Schwerpunkt: Nachbilder–Spuren des Traumas‘ zu sehen war.

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„Card Crawl“ (2015)

Tinytouchtales / Steam, Android, iOS / 2,99 €

Spielekritik: Das Spieleentwickler-Gespann, was sich hinter dem Namen Tinytouchtales verbirgt, schuf bisher fünf Kartenspiele, die sich für mobile Endgeräte eignen. Begonnen haben sie 2019 mit „Card Crawl“, welches die SpielerInnen mit seiner einfachen Spielmechanik und den herausfordernden Zielen sofort in Beschlag nimmt und mit dem man nicht mehr aufhören kann.

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„Sudden Death!“ (2012)

Kurzfilm / USA / Fiktion / 2012

Filmkritik: Während sich das Musical in der Filmgeschichte vor allem als Gute-Laune-Genre etablierte und oft für Kinderfilme herhalten musste, gab es doch immer wieder Weiterentwicklungen in andere Genres hinein. So muss man gleich an „Anna und die Apokalypse“ (2018) denken oder an den Kurzfilm „Hard Way – The Action Musical“ (2017). Auch der 2012 gedrehte „Sudden Death!“ von Adam Hall geht einen anderen Weg.

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