„Ein Amerikaner in Paris“ (1951)

1952 / 24. Oscarverleihung / 1952 / 8 Nominierungen / 6 Auszeichnungen

Filmkritik: Das dritte Musical, das in der Geschichte der Oscars die Auszeichnung ‚Bester Film‘ erhielt, war Vincente Minellis „Ein Amerikaner in Paris“ (OT: „An American in Paris“, USA, 1951). Er konnte von seinen acht Nominierungen sechs Preise mit nach Hause nehmen und mit seinem Sieg hätte im Vorfeld keiner gerechnet. Die beiden Filme „Ein Platz an der Sonne“ und „Endstation Sehnsucht“ waren die großen Favoriten des Abends, doch schon bei den Golden Globes konnte das Musical den Preis für das ‚Beste Musical‘ gewinnen, prädestinierte sich so auch für die Oscars und ging schlussendlich als großer Sieger des Abends, als lachender Dritter, aus dem Rennen hervor.

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„West Side Story“ (1961)

1962 / 34. Oscarverleihung / 11 Nominierungen / 10 Auszeichnungen

Filmkritik: Der amerikanische Spielfilm „West Side Story“ ist das sechste Musical, welches die Auszeichnung als ‚Bester Film‘ erhielt. Auf der 34. Oscarverleihung, welche am 9. April 1962 in Santa Monica stattfand und die von Bob Hope zum 13. Mal moderiert wurde, wurde er in den 19 Kategorien stolze elf Mal nominiert und konnte zehn Preise gewinnen. Er galt als der große Abräumer des Abends und konnte sich in der Hauptkategorie gegen Filme wie „Haie der Großstadt“ von Robert Rossen und „Das Urteil von Nürnberg“ von Stanley Kramer, welcher ihn nur in der Kategorie ‚Bestes adaptiertes Drehbuch‘ schlagen konnte, durchsetzen.     

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„Rocketman“ (2019)

Filmkritik: Nachdem die Geschichte Freddy Mercurys mit „Bohemian Rhapsody“ (2018) Millionen Zuschauer in die Kinos lockte und vier Oscars abstauben konnte, kommt gefühlt nur kurze Zeit später das Biopic „Rocketman“ (OT: „Rocketman“, UK/USA, 2019) in die Kinos. Es lässt sich dabei nicht vermeiden, diese beiden Filme zu vergleichen, erzählen sie doch beide die Geschichte eines berühmten, ehemals drogensüchtigen Sängers und das auch noch aus der Hand des gleichen Regisseurs, Dexter Fletcher. Doch eigentlich ist ein Vergleich unnötig, denn „Rocketman“ wählt eine andere Form für seine Geschichte über Elton John: das Musical.

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„Chicago“ (2002)

2003 / 75. Oscarverleihung / 13 Nominierungen / 6 Auszeichnungen

Filmkritik: Die 75. Oscarverleihung stand unter keinem guten Stern. Denn nur fünf Tage zuvor erklärten die USA und Großbritannien dem Irak den Krieg und die Truppen marschierten auf Bagdad zu. Bis auf den Dokumentarfilm-Gewinner Michael Moore sprach keiner in der Show diese Ereignisse an und so verlief sie unter der Moderation von Steve Martin scheinbar wie immer und wirkt angesichts solcher Ereignisse banal. Hinzu kam, dass in diesem Jahr das Jubiläum der Oscars mit Auftritten von 64 SchauspielerInnen u.a. der 91-jährigen Luise Rainer gefeiert wurde. Für viele musste es dazu wunderbar passend erscheinen, dass das Musical „Chicago“ aus der Hand von Rob Marshall sechs Trophäen von den 13 Nominierungen gewinnen konnte und sich in der Kategorie ‚Bester Film‘ dabei gegen „Der Herr der Ringe: Die zwei Türme“ (2002), „Der Pianist“ (2002), „Gangs of New York“ (2002) und „The Hours – Von Ewigkeit zu Ewigkeit“ (2002) durchsetzte.

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„My Motherfunky Musical MashUp“ (2013)

Kurzfilm / Frankreich / Fiktion / 2013

Filmkritik: Der französische Filmemacher Joseph Catté fügt in seinem nur dreiminütigen Kurzfilm „My Motherfunky Musical MashUp“ viele Musicals gekonnt zusammen und verbreitete damit unglaublich gute Laune auf der 25. Internationalen Kurzfilmwoche Regensburg.

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“Nostalgic Love” (2017)

Kurzfilm / Deutschland / Fiktion / 2017

Filmkritik:  Glücklicherweise ist das Musikvideo auch in unseren heutigen Zeit, in der Medien anders konsumiert werden als früher, als eigene Kunstform nicht ausgestorben. Joscha Bongard, frisch gebackener Filmstudent zeigt mit “Nostalgic Love” der Band Bergfilm, dass Musikvideos die gleiche narrative Kraft besitzen wie Kurzfilme und fügte sich so wunderbar in das bunte Programm des 30. Filmfest Dresden ein.

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“Pitch Perfect 3” (2017)

© Universal Pictures

Filmkritik: Vor fünf Jahren begann die Musikfilm-Reihe mit dem Spielfilm “Pitch Perfect”. Dieser versuchte noch eine Balance zwischen Gesang, ernsthafter Geschichte und Blödeleien zu finden. Der dritte Teil – “Pitch Perfect 3” (OT: “Pitch Perfect 3”, USA, 2017) – hat dieses Unterfangen aufgegeben und möchte lieber mit Albernheiten und amüsanten Gesangsdarbietungen unterhalten. Dies funktioniert über weite Strecken trotz vieler Fremdschämmomente einfach besser.

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“Greatest Showman” (2017)

Poster zum Film

© Twentieth Century Fox

Filmkritik: Dass der Australier Michael Gracey für sein Spielfilmdebüt gerade ein Musical über den Zirkus-Erfinder P.T. Barnum auswählte, kann als mutig angesehen werden. Nicht nur die handwerklichen Hürden mussten bewältigt werden, sondern auch eine passende Geschichte erdacht werden, in deren Mittelpunkt ein schwer zugänglicher Hauptcharakter steht. Zudem machten die transportierten Botschaften den Spielfilm “Greatest Showman” (OT: “The Greatest Showman”, USA, 2017) nicht nur zu einem Diskussionsobjekt, sondern führte sogar zu einem Boykott-Aufruf der Peta gegen den Film.

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