“Teufelszeug” von Joe Hill (2010)

Buchkritik: Vom Horror-Großmeister Alexandre Aja (*1978), bekannt für Filme wie “The Hills have Eyes” (2006), kam vor drei Jahren die Verfilmung des Romans “Teufelszeug” (OT: “Horns”, 2010) von Joe Hill in die Kinos. Dieser Film zeigte, dass Daniel Radcliffe mehr als nur Harry Potter spielen kann und machte neugierig auf die 544 Seiten lange Buchvorlage. Weiterlesen

Carl von Ossietzky. Lesebuch

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Viele Artikel aus dem Lesebuch erschienen zuerst in der Zeitung „Die Weltbühne“, welche Ossietzky zeitweise leitete

Buchkritik: Er war Friedensnobelpreisträger und wurde zum Opfer der Nazis. Ist das Grund genug, wertvolle Lesezeit für hundert Jahre alte Zeitungsartikel von Carl von Ossietzky einzusetzen? Auf jeden Fall!

Aber nicht wegen des Preises und nicht wegen des Opferstatus. Sondern weil der Mensch schreiben konnte. Weil er einen lebendigen Einblick in die Weimarer Republik gewährt. Und weil viele Erkenntnisse bis heute aktuell sind. Leider: Dass die Polizei öfter mal auf dem rechten Auge blind ist, das bemerkte man schon in den 1920ern. Nur ein Beispiel von vielen.

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Der Autor Thomas Rosenlöcher

Buchkritik: In gewohnter Manier gibts Geburtstagsglückwünsche von mir: verspätet. Dabei hatte Karin Grossmann pünktlich am 29.07. einen mit Herzblut geschriebenen Artikel über Thomas Rosenlöcher in der Sächsischen Zeitung gebracht. Der Dresdner mit Fusselbart und Bäuchlein wurde 70 Jahre alt und ist ansonsten Autor.

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Thomas Rosenlöcher (c) dpa/Frank Rumpenhorst

Rosenlöcher schreibt Lyrik, die gut klingt, schöne Bilder entwirft, aber in der Realität verwurzelt ist. Kein salbungsvoller Kitsch und daher eine absolute Empfehlung für alle, denen es graust vor rosiger Romantik oder modernen Gedichten, die einen ratlos zurücklassen und so elegant sind wie ein Einkaufszettel. Nee, der kanns! Wenn er in seinem Gedichtband „Am Wegrand steht Apollo“ beschreibt, wie eine Frau geht und dabei ihren Kopf wie eine teure Vase trägt, dann weiß man, welchen Typ Mensch er meint (bei ihm klingt das besser als bei mir). Und das Bild vergisst man nicht – witzig und warmherzig.

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“Tod am Laacher See” (Hans Jürgen Sittig, 2012)

272 Seiten / 2012 / Kriminalroman / Verlag: Emons Verlag

© emons Verlag

Buchkritik: Wer schon einmal in der Eifel gewesen ist, kennt die natürlichen Reize und Vorzüge dieser Vulkanlandschaft im Westen Deutschlands. Wenn dann noch ein Krimi in dieser Gegend angesiedelt ist, verspricht dies zusätzlich spannende Lektüre. Der Roman “Tod am Laacher See” (2012) ist der zweite Kriminalroman des Autors Hans Jürgen Sittig, der sich um den Hauptkommissar Wärmland dreht und eine besonders spannende und mysteriöse Handlung inmitten der rauen Natur der Eifel bietet. Weiterlesen

Felix Salten: Bambi. Komplette Lesung zum entspannten Hören

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Felix Salten: Bambi. Eine Lebensgeschichte aus dem Walde. (c) Verlag Alb Müller. Digitalisat der Zentralbibliothek Zürich

Buchkritik und Tipp: Wer „Bambi“ sagt, meint meistens Kitsch. Logisch, kennt doch der Großteil der Menschheit den Disney-Film. Beschaulich, aber lesen braucht man das ja nicht noch mal. Vollkommen falsch. Denn das Original von Felix Salten kommt ohne klebrige heile Welt-Kulisse aus. Es zeigt die Natur, wie sie ist: bezaubernd schön, manchmal. Grausam und blutig, manchmal. Auf der Seite des MDR Kultur kann man derzeit die komplette Lesung in 13 feinen Häppchen hören.

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Joseph Heller: „Rembrandt war 47 und sah dem Ruin ins Gesicht“ (1988)

© C. Bertelsmann

Buchkritik: Wer Joseph Heller (1923-1999) kennt, der kennt ihn als Autor des irrwitzigen Romans „Catch-22“ (deutsch: „Der IKS-Haken“, später ebenfalls „Catch-22“). Das Antikriegsbuch wurde verfilmt, auch eine ziemlich lustige amerikanische Ska-Band hat sich danach benannt. Im englischen Sprachgebrauch hat sich „Catch 22“ als geflügeltes Wort für eine eingefahrene, paradoxe Situation eingebürgert.

27 Jahre nach dem Megaerfolg brachte Heller ein Buch heraus, mit dem er sich ins Gebiet der Kunstgeschichte vorwagte. Der Originaltitel lautet „Picture This“ (1988) und dreht sich um Rembrandt, Aristoteles, die Gegenwart und vor allem die Ökonomie. Klingt geil, oder?

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“Yertle the Turtle and Other Stories” von Dr. Seuss (1958)

Alter: ab 5 Jahre, 88 Seiten, Verlag: Harper Collins Children’s Books / Dr. Seuss – Yellow Back Books

© Dr. Seuss – Yellow Back Book

Buchkritik: Ein weiteres Kinderbuch des amerikanischen Kinderbuchautors Dr. Seuss (Theodor Seuss Geisel) ist “Yertle the Turtle and Other Stories” aus dem Jahr 2004. Dieses Buch transportiert den Leser, ebenso wie andere Werke des Autors (“How the Grinch Stole Christmas!” (1966)  und “Lorax” (2012)), in eine fremde Welt und spricht wichtige moralische und gesellschaftskritische Themen an. Weiterlesen