Im tjg. Dresden: Die dampfenden Hälse der Pferde im Turm von Babel

Aufführungsbericht: Mit einer einstündigen Inszenierung seines Sprachspielbuches feiert das Theater Junge Generation den 100. Geburtstag von Franz Fühmann (1922-1984). Dass der umtriebige Autor heute kaum noch bekannt ist, liegt wohl daran, dass er vom Hörspiel über Erzählungen und Essays bis hin zu Märchen, Wortexperimenten und Gedichten so ziemlich jede Gattung bediente – außer der, die heute am meisten geschätzt wird: dem Roman.

So eine Pflanze habe ich auch! Mitsamt Topf! © tjg. Dresden

Einen erheblichen Teil in Fühmanns Werk bildet Literatur für Kinder. Das für mich beste, das jede Person, die in der Grundschule Deutsch unterrichtet verpflichtend gelesen haben sollte (mit Wissenstest! echt!), ist das Sprachspielbuch mit dem seltsamen Titel „Die dampfenden Hälse der Pferde im Turm von Babel“. Mit Lautmalereien, Worträtseln und lustigen Geschichten macht es Lust auf den spielerischen Umgang mit Sprache. Nur: Wie bringt man das auf die Bühne?

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„Kopf Faust Fahne – Perspektiven auf das Thälmanndenkmal“ (2021)

Filmkritik: Die deutsche Filmemacherin Betina Kuntzsch spürt in ihren Kurzfilmen wie „Wegzaubern“ (2015) und „Halmaspiel“ (2017) immer wieder der deutschen Geschichte nach und findet dafür verschiedene kreative Ansätze, Erzählformen und Perspektiven. In ihrem nun 47-minütigen Dokumentarfilm „Kopf Faust Fahne – Perspektiven auf das Thälmanndenkmal“ (Deutschland, 2021) bedient sie sich genau dieser Methoden und nähert sich in zehn Segmenten dem Berliner Denkmal an.

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Fünf Fragen an Jonas Riemer (2020)

Interview: Im Gespräch mit dem deutschen Filmemacher Jonas Riemer, der mit seinem ersten Kurzfilm „Mascarpone“ (2018) eine erfolgreiche Festivalrunde absolvierte und u.a. auf dem 30. Filmfest Dresden 2018 auch den DEFA-Förderpreis gewann, der ist nun mit einem Anime-Dok wieder zurück (ebenfalls in Dresden 2020). Er erzählt uns wie er den Stoff für seinen zweiten Kurzfilm „Der übers Meer kam“ fand, worauf er bei der Gestaltung sein Augenmerk legte und wie es bei ihm weitergehen wird. 

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„Der übers Meer kam“ (2020)

Kurzfilm / Österreich, Deutschland / Dokumentation / 2020

Filmkritik: Nachdem Jonas Riemer die ZuschauerInnen mit seinem gelungenen Spiel-Kurzfilm „Mascarpone“ unterhalten hat, kann man nun seinen zweiten Film „Der übers Meer kam“ auf den Festivals sehen u.a. auf dem 32. Filmfest Dresden 2020, doch dieses Mal entschied er sich für einen Anime-Dok mit ernstem Hintergrund.

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„So schnell es geht nach Istanbul“ (1990)

Kurzfilm / Deutschland / Fiktion / 1990

Filmkritik: Andreas Dresen, bei Kritikern und Filmfreunden hoch geschätzer Regisseur von Filmen wie „Halt auf freier Strecke“ (2011) und „Gundermann“ (2018) hat ebenfalls mit Kurzfilmen angefangen. Der schon 45-minuten lange „So schnell es geht nach Istanbul“ wurde damals auf der 41. Berlinale beim ‚Neuen Deutschen Film‘ vorgestellt, konnte im Jahr darauf den Publikumspreis auf den 2. Bamberger Kurzfilmtagen gewinnen und lief nun zum Jubiläum noch einmal in Bamberg.

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Zehn Fragen an Therese Koppe

© Valerie Anex

Interview: Im Gespräch mit der deutschen Regisseurin Therese Koppe konnten wir mehr über ihren Dokumentarfilm „Im Stillen Laut“ erfahren, der als einer der am besten besuchten Filme auf dem 62. DOK Leipzig seine Premiere feierte, über dessen Entstehung und warum sie sich entschied die Künstlerin Erika Stürmer-Alex und ihrer Lebensgefährtin auf so wunderbar entspannte Weise zu portraitieren.  

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„Im Stillen Laut“ (2019)

Filmkritik: Einer der großen Favoriten auf dem 62. DOK Leipzig war die Dokumentation „Im Stillen Laut“ (Deutschland, 2019) von Therese Koppe. Ursprünglich wollte die Filmemacherin einen Film über mehrere Künstlerinnen aus der DDR drehen, doch als sie Erika Stürmer-Alex und ihre Lebensgefährtin Christine Müller-Stosch traf, entschied sie sich, ihren Fokus auf die beiden zu legen, verbrachte viel Zeit mit ihnen und so entstand das Portrait eines Paares, das auf eine bewegtes Leben zurückblickt.

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Sechs Fragen an Arne Kohlweyer

© Joachim Blobel

Interview: Im Gespräch mit dem deutschen Regisseur und Drehbuchschreiber Arne Kohlmeyer konnten wir mehr über seinen Kurzfilm „Drübenland“ erfahren, wie eigene autobiographische Elemente in die Entwicklung mit rein spielten, wie und wo sie ihn umgesetzt haben und über seine erfolgreiche Laufbahn auf Festivals u.a. den 30. Bamberger Kurzfilmtagen

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