“One Shot Left” (2016)

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Filmkritik: Der Jung-Regisseur und Drehbuchautor Manuel Vogel (*1991) liefert mit seinem Abschluss-Kurzfilm “Schnee in Rio” (2013) gute Unterhaltung ab und zeigt bereits da großes handwerkliches Geschick. Für seinen ersten Langfilm – “One Shot Left” (Deutschland, 2016) – wählte er ein ambitioniertes Projekt: Er schuf einen Actioner ohne Schnitte.

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Genrenale5 – Genre made in Germany

13.-16.2.2017, Kino Babylon, Berlin

© Genrenale

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Festivalbericht: In diesem Frühjahr fand wieder parallel zur Berlinale in Deutschlands Hauptstadt Berlin die Genrenale statt. In diesem Jahr feierte das Festival sein fünftes Jubiläum und zeigte dem zu Ehren nicht nur zwei sondern vier Tage lang kurze und lange Genrefilme aus Deutschland. Da der Genrefilm ein große Spanne von Filmen umfasst, wie Horrorfilme, Science-Fiction-Filme, (Mystery-)Thriller, Actionfilme und Schwarze Komödien, bekam der Besucher ein sehr abwechslungsreiches Programm serviert. Festivalort war das Babylon-Kino in Berlin-Mitte, wo man von früh an bis spät in die Nacht fast ununterbrochen Filme sehen konnte.

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“Der Eid” (2016)

© Alamode

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Filmkritik: Der isländische Film “Der Eid” (OT: “Eiðurinn”, Island, 2016) von Baltasar Kormákur erzählt eine klassische Geschichte eines sich rächenden Vaters.

Der erfolgreiche Herzchirurg Finnur (Baltasar Kormákur) lebt ein erfülltes Leben in Islands Hauptstadt Reykjavík. Nur seine volljährige Tochter Anna (Hera Hilmar), die er über alles liebt, bereitet ihm immer wieder Sorgen. Vor allem seit sie mit dem zwielichtigen Óttar (Gísli Örn Gardarsson) zusammen ist. Schnell ist für Finnur klar, dieser Mann bedeutet nur Ärger und als dann das Unvermeidliche passiert, nimmt er die Sache selbst in die Hand.

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“Wintersonnenwende” (2014)

Kurzfilm / Deutschland / Fiktion / 2014

Filmkritik: Der siebenminütige Kurzfilm “Wintersonnenwende” ist das Debütwerk der Regisseurin Denise Ekale Kum. Er stellt den Anfang einer Vier-Jahreszeiten-Projektidee dar und beschäftigt sich mit dem Thema Angst.

Jason (Bardo Böhlefeld) wird jede Nacht von demselben Alptraum gequält. In diesem Traum wird er von einem Fremden durch einen Wald gejagt. Dies erscheint ihm so real und greifbar, dass er sich seinen Ängsten unweigerlich und nicht nur im Traum stellen muss.

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“Reborn Lost” (2015)

Kurzfilm / Deutschland / Fiktion / 2016

© Think Plastic GmbH

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Filmkritik: Der deutsche Kurzfilm “Reborn Lost”, der mit seinen 40 MInuten gerade noch ein Kurzfilm ist, ist ein gutes Beispiel, wie man an den eigenen Ambitionen scheitern kann. Man merkt dem Regissier Jan Hass die Leidenschaft für das amerikanisches Action-Kino an, doch gelingt ihm es nicht, dieses Genre erfolgreich zu kopieren. Er erzählt die Geschichte von John Martin (Tobias Licht), welcher als Bodyguard eines berühmten Energiemoguls (Walter Sittler) eingesetzt ist, doch was er selbst nicht weiß, ist, dass er so manipuliert wurde, dass er einen tödlichen Anschlag verüben soll. Durch dessen attraktive Tochter (Jana Josephina Leipziger) empfindet er auf einmal den Drang sich für die richtige Seite entscheiden zu müssen. Für diese Geschichte werden viele Klischees des amerikanischen Kinos aufgegriffen und eingebaut. Dies ist per se noch nicht verwerflich, doch scheitert es an der Umsetzung. Die Locations sehen dann doch einfach zu deutsch aus, das gesprochene Englisch klingt zu hölzern und die Actionszenen sind zu träge inszeniert. Der aufgesetzte Coolness-Faktor ist unglaublich anstrengend und macht die zähe Geschichte, die einfach nicht an Fahrt gewinnt, noch enervierender. “Reborn Lost” zeigt deutlich die Ambitionen des Regisseurs, doch schafft er es nicht diese in einem deutschen Film gut umzusetzen. Der Film ist dabei (auch durch seine humorlose Art) schwer zu genießen und nicht unterhaltsam.

Bewertung: 3/10

der englischsprachige Teaser:

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen: Cinestrange 2016 – Programmheft

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