Filmkritik: Der französische Spielfilm „Der Graf von Monte Christo“ (OT: „Le Comte de Monte-Cristo“, Frankreich/Belgien, 2024) reiht sich ein in die lange Schlange von Verfilmungen (seit 1908) des gleichnamigen Abenteuer-Rache-Roman von Alexandre Dumas dem Älteren, der diesen in drei Bänden 1844-1846 veröffentlicht hat.
Romanverfilmung
„Jenseits der blauen Grenze“ (2024)
Filmkritik: Der deutsche Spielfilm „Jenseits der blauen Grenze“ von Sarah Neumann erzählt von einer wahren Fluchtgeschichte aus der DDR und wurde auf dem 45. Filmfestival Max Ophüls Preis 2024, auf dem er seine Weltpremiere feierte, gleich mit drei Preisen – dem Publikumspreis Spielfilm, dem Preis für den besten Schauspielnachwuchs und dem Preis der Ökumenischen Jury – ausgezeichnet.
„Silo“ (Staffel 1, 2023)
„Im Westen nichts Neues“ (1930)
Filmkritik: Nachdem bereits die erste Oscarverleihung 1929 einen Kriegsfilm – „Flügel aus Stahl“ – zum Gewinner gekürt hat, wurde auf der dritten Oscarverleihung, welche am 5. November 1930 im Ambassador Hotel in Los Angeles stattfand und vom Schauspieler Conrad Nagel moderiert wurde, einer der heute noch bekanntesten Antikriegsfilme mit zwei Oscars ausgezeichnet. Was umso mehr verwundert, wenn man bedenkt, dass im selben Jahr bei der 2. Verleihung ein Musical („The Broadway Melody“ (1929)) gewonnen hat. Nach einer Romanvorlage von Erich Maria Remarque schuf der Regisseur Lewis Milestone mit „Im Westen nichts Neues“ (OT: „All Quiet on the Western Front“, USA, 1930) einen 136-minütigen, aufwühlenden Spielfilm, der sich auch nicht vor harten Aufnahmen scheute. Dafür wurde der Film mit vier Oscarnominierungen in den sechs möglichen Kategorien bedacht, konnte den Preis für die ‚Beste Regie‘ und den ‚Besten Film‘ mit nach Hause nehmen und setzte sich in der Hauptkategorie gegen Filme wie „Liebesparade“ (1929) von Ernst Lubitsch durch.
„Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war“ (2023)
„Mittagsstunde“ (2022)
Filmkritik: Der deutsche Spielfilm „Mittagsstunde“ (Deutschland, 2022) von Lars Jessen, der in einer hochdeutschen wie plattdeutschen Fassung in die Kinos kam, beschäftigt sich nach einem Roman von Dörte Hansen mit dem Sterben kleinerer Orte, Strukturwandel und generell der Frage nach einem guten Leben.
„Station Eleven“ (Miniserie, 2022)
Serienkritik: Die amerikanische Miniserie „Station Eleven“, welche beim Streamingdienst Joyn gestreamt werden kann, ist die Adaption der gleichnamigen Roman von Emily St. John Mandel und erzählt eine Pandemie- und Post-Pandemie-Geschichte. Dabei steht die Krankheit nicht im Vordergrund, sondern das, was die Menschen ausmacht und welches Gut überleben sollte, auch wenn es kaum noch Menschen gibt.
„Slumdog Millionär“ (2008)
Filmkritik: Der britische Spielfilm „Slumdog Millionär“ (OT: „Slumdog Millionaire“, UK, 2008) von Danny Boyle war nach „Der letzte Kaiser“ (1987) erst der zweite Film, der ohne Unterstützung eines US-Studios realisiert wurde, den Preis für den ‚Besten Film‘ gewann. Die 81. Oscarverleihung fand am 22.02.2009 im Kodak Theatre in Los Angeles unter der Moderation von Hugh Jackman statt. Von 281 Filmen, die sich für die Kategorie ‚Bester Film‘ qualifizierten, wurden fünf Filme u.a. „Der Vorleser“ (2008) und „Milk“ (2008) nominiert und „Slumdog Millionär“, der vorher schon als Favorit gehandhabt wurde, gewann schlussendlich acht Oscars von insgesamt neun Nominierungen, darunter auch die Hauptpreise ‚Bester Film‘ und ‚Beste Regie‘.
„Dune“ (2021)
Filmkritik: Noch heute gilt Frank Herberts Roman-Hexalogie, deren erstes Buch „Dune“ 1966 erschienen ist, als eine der großen Science-Fiction-Klassiker. Nachdem eine Verfilmung durch Alejandro Jodorowsky gescheitert ist, entstand neben anderen popkulturellen Ausprägungen der Film von David Lynch aus dem Jahr 1984. Jetzt adaptiert der kanadische Filmemacher Denis Villeneuve den Roman neu, wird dabei der Vorlage mit seinem Stil mehr als gerecht und nimmt sich die Zeit die Geschichte über mehrere Teile zu erzählen, deren erster nun in den Kinos angelaufen ist: „Dune“ (OT: „Dune“, USA, 2021).
„The Handmaid’s Tale – Der Report der Magd“ (Staffel 3, 2019)
Serienkritik: Mit ihrer dritten Staffel hat sich die mit Emmys und Golden Globes überschüttete amerikanische Serie „The Handmaid’s Tale – Der Report der Magd“ weiter von ihrer Romanvorlage von Margaret Atwood entfernt und erzählt munter die Geschichte von June, ihrer nun startenden Rebellion und ihrem unerschütterlichen Kampfgeist weiter.

