„Im Westen nichts Neues“ (1930)

Filmkritik: Nachdem bereits die erste Oscarverleihung 1929 einen Kriegsfilm – „Flügel aus Stahl“ – zum Gewinner gekürt hat, wurde auf der dritten Oscarverleihung, welche am 5. November 1930 im Ambassador Hotel in Los Angeles stattfand und vom Schauspieler Conrad Nagel moderiert wurde, einer der heute noch bekanntesten Antikriegsfilme mit zwei Oscars ausgezeichnet. Was umso mehr verwundert, wenn man bedenkt, dass im selben Jahr bei der 2. Verleihung ein Musical („The Broadway Melody“ (1929)) gewonnen hat. Nach einer Romanvorlage von Erich Maria Remarque schuf der Regisseur Lewis Milestone mit „Im Westen nichts Neues“ (OT: „All Quiet on the Western Front“, USA, 1930) einen 136-minütigen, aufwühlenden Spielfilm, der sich auch nicht vor harten Aufnahmen scheute. Dafür wurde der Film mit vier Oscarnominierungen in den sechs möglichen Kategorien bedacht, konnte den Preis für die ‚Beste Regie‘ und den ‚Besten Film‘ mit nach Hause nehmen und setzte sich in der Hauptkategorie gegen Filme wie „Liebesparade“ (1929) von Ernst Lubitsch durch. 

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„Platoon“ (1986)

1987 / 59. Oscarverleihung / 8 Nominierungen / 4 Auszeichnungen

Filmkritik: Die 59. Oscarverleihung war für den amerikanischen Film-Rebellen Oliver Stone ein Erfolgsjahr. Mit drei Nominierungen zog er in das Rennen um die begehrten Oscars und konnte den Regie-Oscar für seinen Antikriegsfilm „Platoon“ (OT: „Platoon“, USA, 1986), der sich aus eigenen Erinnerungen speist, gewinnen. Doch nicht nur das. Der Film bekam insgesamt vier Oscars von seinen acht Nominierungen verliehen, darunter auch in der Kategorie ‚Bester Film‘ und schlug u.a. die Favoriten „Hannah und ihren Schwestern“ von Woody Allen und James Ivorys „Zimmer mit Aussicht“, welche es im Gegensatz zu „Platoon“ beide auf die Jahresbestenliste geschafft hatten.

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