“Cats and Dogs” (2015)

Kurzfilm / Deutschland, Schweiz / Fiktion / 2015

Filmkritik: Auf dem 29. Dresdner Filmfest 2017 lief im Kinderprogramm “Tierisches Doppel” für 5- bis 8-jährige der klassisch aussehende Zeichentrickfilm “Cats and Dogs”.  Der 6-minütige Kurzfilm erzählt von einem Jungen, der eines Tages einen Hund trifft, der sein treuer Begleiter wird. Doch auf einmal taucht da ein Mädchen mit ihrer Katze auf. Weiterlesen

“Sebastian und die Feuerretter” (2015)

© Neue Visionen Filmverleih

© Neue Visionen Filmverleih

Filmkritik: Nachdem 2013 der Film “Belle und Sebastian” unter der Regie von Nicolas Vanier die Kinogänger mit der Spielfilmfassung der Kinderbuchreihe begeistern konnte, führt nun der französische Regisseur Christian Duguay die Geschichte in “Sebastian und die Feuerretter” (OT: “Belle et Sébastien, l’aventure continue”, FR, 2015) fort. Dabei verschiebt er aber leider den Fokus auf die zwischenmenschlichen Beziehungen, so dass der Hund Belle nur als hübsches Beiwerk genutzt wird.

Weiterlesen

“Der kleine Drache Kokosnuss” (2014)

 © Universum Film GmbH

© Universum Film GmbH

Filmkritik: Die Kinderbücher, die vom dem kleinen Drachen Kokosnuss handeln, stammen aus der Feder von Ingo Siegner. Das erste eroberte die Kinderzimmer 2002. Seitdem sind noch weitere 25 Bücher über den Drachen und seine Freunde erschienen. Diese richten sich vor allem an Kinder zwischen 3 und 8 Jahre. Dieses Zielpublikum peilte auch die deutsche Verfilmung des Stoffes – “Der kleine Drache Kokosnuss” (DE, 2014) – an.

Der kleine Drache Kokosnuss (gesprochen von Max von der Groeben (Danger aus “Fack Ju Göhte”)) schafft wieder einmal die Flugprüfung nicht. Um seinen Eltern zu beweisen, dass er doch schon ein großer Drache ist, übernimmt er Großvaters Aufgabe, das Feuergras für eine Nacht zu bewachen. Aber schon kurze Zeit später kommt das Gras abhanden. Und das ausgerechnet durch seinen Freund Oskar (Sprecher: Dustin Semmelrogge) und dessen Haustier Steaki. Zusammen mit ihrer bester Freundin Mathilda (Carolin Kebekus), einem Stachelschwein, begeben sie sich auf die Suche. Dabei begegnen ihnen Freund und Feind, und sie stürzen von einem Abenteuer ins nächste.

Vermutlich aufgrund der Vorlagen richtet sich der Film nur an Kinder. Diese können mit der Geschichte bestimmt Spaß haben und etwas über den Wert von Freundschaft und Vegetarismus lernen. Pädagogisch gesehen ist der Film daher absolut empfehlenswert. Die Erwachsenen, die die Kinder begleiten, werden vermutlich nicht so gut amüsiert werden. Der Humor, die Gestaltung, die Figuren und die Dialoge sind alle auf ein jüngeres Publikum ausgelegt. Auch fürs Auge bietet der deutsche Animationsfilm nicht viel. Zu glatt wirken die Figuren und zu leer deren Welt. Im Gesamten ist der Film solide Unterhaltung für Kinder, aber er schafft es nicht, erwachsene Zuschauer ebenfalls zu bespaßen.

Bewertung:5/10

Film Nr. 15 der 25-Tage-Flatrate vom Cinemaxx

geschrieben von Doreen Matthei

“Ooops! Die Arche ist weg” (2015)

 © Senator Filmverleih

© Senator Filmverleih

Filmkritik: Biblische Themen werden wohl nie aus der Mode kommen. Nur wie sie aufbereitet werden, unterscheidet sich oft. Die Sintflut und Noahs Arche sahen wir bereits als Thema in der  Komödie “Evan Allmächtig” und zuletzt als düsteres Märchen in “Noah” (2014). Die meisten Filme erzählen die Geschichte aus der Sicht Noahs, doch der internationale Animationsfilm “Ooops! Die Arche ist weg” (OT: “Ooops! Noah is Gone…”, BE/DE/IE/LU, 2015) zeigt die Ereignisse aus der Sicht der Tiere.

Weiterlesen

“Shaun das Schaf – Der Film” (2015)

© StudioCanal

© StudioCanal

Filmkritik: Die britische Filmproduktionsfirma Aardman Animations hat sich auf Claymation spezialisiert. Dabei werden Knetfiguren mit Stop-Motion-Technik zum Leben erweckt. In den 90er Jahren erregten sie mit den ersten drei “Wallace & Gromit” Kurzfilmen (1989, 1993, 1995) Aufsehen. Der Film aus dem Jahr 1995, “Unter Schafen” (OT: “A Close Shave”) führte die Figur von Shaun dem Schaf ein. Dabei wird Wallace‘ und Gromits wolliger Gast aus Versehen geschoren (engl.: to shorn), und so kommt er zu seinem Namen. Im Jahr 2007 wurde aus dieser Nebenfigur eine komplette Serie gebastelt, die bereits seit sechs Staffeln (à la 130 Folgen) ausgestrahlt wird und sich großer Popularität erfreut. Wie auch die Serie von “Wallace & Gromit” ihre Verfilmung 2005 mit “Wallace & Gromit – Auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen” (OT: “Wallace & Gromit: The Curse Of The Were-Rabbit”) erhielt, wurde für “Shaun das Schaf” ein Kinofilm konzipiert. Der heißt, wie könnte es anders sein, “Shaun das Schaf – Der Film” (“Shaun the Sheep – the Movie”, GB, 2015).

Weiterlesen

“Home – Ein smektakulärer Trip” (“Home”, US, 2015)

© 2015 Twentieth Century Fox

© 2015 Twentieth Century Fox

Filmkritik: In den meisten Animations- und Zeichentrickfilmen werden auf kindgerechte Art und Weise Fehler der Menschen angeprangert (meist ersetzt durch andere Kreaturen oder Tiere). Doch bei “Home” besitzen die Menschen durchweg positive Eigenschaften, für welche es sich zu kämpfen lohnt. Die Boovs, eine Außerirdischen-Rasse, fliehen schon viele Jahre vor ihrem Erzfeind. Die Erde scheint ihnen das perfekte Versteck zu sein. Alle Menschen werden von den Boovs in Siedlungen ausgesiedelt, so dass sie die Welt übernehmen und dort in Frieden leben können. Doch einer der Boovs, der andersartige Oh (gesprochen von Bastian Pastewka – im Original von Jim “Sheldon” Parsons) schickt aus Versehen den Feinden die Adresse ihres Zufluchtsortes. Um diesen Fehler auszubügeln, schließt er sich mit dem Menschenmädchen Gratuity ‘Tip’ Tucci (Josefine Preuß, im englischen Original: Rihanna) zusammen, die ihre Mutter sucht. Die Zweckgemeinschaft erlebt eine abenteuerliche Reise quer über den Globus. Der Animationsfilm von Tim Johnson (Regisseur von “Antz” (1998) und “Ab durch die Hecke” (2006)) besticht durch seine Gestaltung, durch die interessanten Figuren der Boovs, die mit ihrer Stimmung auch ihre Farbe wechseln, und durch den abenteuerlichen Roadtrip. Schwerer zu ertragen ist dagegen der teilweise recht seichte Humor und der sehr poppige Soundtrack (darunter viele Songs von Rihanna), welcher dem Film in manchen Szenen sogar eher den Schwung raubt. Doch am schlimmsten für Erwachsene könnte die Idealisierung der Menschen sein. Alles, was den unterkühlten Boovs fehlt, wie Liebe, Familie und Gesellschaft, zeichnet die Menschen aus. Dabei sind diese stets friedfertig und versuchen immer zueinander zu halten. So ging es den Machern nur um die Betonung der Bedeutung von Familie. Wenn man sich stets in Erinnerung ruft, für welche Zielgruppe – eben Kinder – der Film gemacht ist, kann man über diesen Fakt hinwegsehen und sich gut unterhalten lassen.

Bewertung: 6/10

Film Nr. 1 der 25-Tage-Flatrate vom Cinemaxx

geschrieben von Doreen Matthei