„Schleudergang“ (2022)

Doreen Kaltenecker
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Kurzfilm / Deutschland / Animation / 2022

Filmkritik: Der 7-minütige Kurzfilm „Schleudergang“ von Gurli Bachmann, der im Kinderprogramm des 66. DOK Leipzig 2023 lief, geht einem Geheimnis auf die Spur: Wohin verschwindet manchmal die zweite Socke in der Waschmaschine?

Die zwei blauen Socken gehören zusammen und haben sich abseits aller anderer Kleidungsstücke in der Schublade eingekuschelt. Doch eines Tages wird es notwendig, dass sie gewaschen werden müssen. In der Trommel verlieren sie sich aus den Augen. Werden sie sich je wiedersehen?

„Schleudergang“ ist ein Kurzfilm, der für Kinder konzipiert wurde, aber auch Erwachsene gut unterhalten kann. Denn wer hat sich nicht schon einmal gefragt, wo das Gegenstück der einzelnen Socke, die noch da ist, verblieben ist. Hier erfahren wir den Grund und erleben den wilden Ritt beim Schleudergang mit. Doch am Ende wartet auch ein kindgerechtes Happy-End. Die Filmemacherin und Illustratorin Gurli Bachmann erzählt eine wollig-warme Geschichte und findet dafür die richtigen Bilder. Sie arbeitet dabei mit Fotografien, die sie collagiert hat, aber setzt auch Malerei und Zeichnungen ein, um die Dinge in Bewegung zu bringen. So entstand ein gelungener Stilmix, der auch dazu einlädt, gemeinsam mit Kindern verschiedene Handwerkstechniken zu entdecken. Hinzu kommt ein gelungener Sound, der sich um ein musikalisches ‚Socken‘-Thema, das sich wiederholt, aufbaut. 

Fazit: „Schleudergang“ von Gurli Bachmann ist ein gelungener Kurzfilm, der mit schönen Animationen, viel Herz und einer gut erzählten Geschichte Jung und Alt wunderbar unterhalten kann.

Bewertung: 8/10

geschrieben von Doreen Kaltenecker

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