62. Internationales Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm

28.10. – 3.11.2019 / Cinestar Leipzig, Grassimuseum, Hauptbahnhof Osthalle, Passage Kinos, Schaubühne Lindenfels, Schauburg, Museum der bildenden Künste, Polnisches Institut, Zeitgeschichtliches Forum

Festivalbericht: Seit vielen Jahren ist das Internationale Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm eine feste Größe in der Festivallandschaft. Nicht nur weil es den Filmemachern nach der Schau in Leipzig auch die Möglichkeit offenbart für den Oscar nominiert zu werden, sondern auch durch die hohe Qualität der Beiträge. Auch im 62. Jahr bietet das siebentägige Festival eine überragende Bandbreite an Lang- und Kurzfilmen, so dass sich der Zuschauer jeden Tag aufs Neue entscheiden muss. Doch egal, was man sich anschaute, die Säle waren meist voll oder gar ausverkauft. An 14 Spielstätten in ganz Leipzig konnte man 310 Lang- und Kurzfilme in Einzelschauen, Retrospektiven und Kompilationen sehen und so eine ganze Woche lang seinen Horizont erweitern. 

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„Joe Boots“ (2017)

Kurzfilm / Deutschland / Dokumentation / 2017

Filmkritik: Der deutsche Regisseur Florian Baron hat sich in seinem Dokumentarfilm „Stress“, der auf dem 61. DOK Leipzig 2018 lief, mit den posttraumatischen Belastungsstörungen von amerikanischen Kriegsveteranen beschäftigt. Um im Vorfeld von seinem Langfilm-Projekt zu überzeugen, kam als Auskopplung der Kurzfilm „Joe Boots“ heraus.

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“Tango” (1980)

Kurzfilm / Polen / Animationsfilm / 1981

Filmkritik: Auf dem 61. DOK Leipzig lief der außergewöhnliche, polnische Kurzfilm „Tango“ (OT: „Tango“) aus dem Jahr 1981. Er macht deutlich, wie auch bereits vor dem Aufkommen digitaler Möglichkeiten der Animationsfilm mit seinen technischen Möglichkeiten genutzt wurde, um besondere Geschichten zu erzählen.

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“Carlotta’s Face” (2018)

Kurzfilm / Deutschland / Animationsfilm / 2018

Filmkritik: Der Anime-Dok „Carlotta’s Face“ von Valentin Riedl und Frédéric Schuld, gesehen u.a. auf dem 61. DOK Leipzig, den 29. Bamberger Kurzfilmtagen und auf dem 31. Filmfest Dresden, ist ein starker Animationsfilm, der die Geschichte der gesichtsblinden Carlotta erzählt.

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Fünf Fragen an Martina Scarpelli

Interview: Im Gespräch mit der italienischen Filmemacherin Martina Scarpelli konnten wir uns über ihren Kurzfilm „Egg“, der auf dem 31. Filmfest Dresden im Internationalen Wettbewerb gewonnen hat, unterhalten. Sie erzählt uns dabei mehr über die Entstehung des Films, wie sie ihren Animationsstil fand und wie wichtig die Narration bei diesem Projekt war.

The original english language interview is also available. Weiterlesen

„Egg“ (2018)

Kurzfilm / Frankreich/Dänemark / Animation / 2018

Filmkritik: Der schwarz-weiße Zeichentrickfilm „Egg“ gewann auf dem 31. Filmfest Dresden den Golden Reiter für den ‘Besten Animationsfilm’ und auf dem 61. DOK Leipzig die ‚Goldene Taube im Internationalen Wettbewerb kurzer Animationsfilm‘. Die Regisseurin Martina Scarpelli findet für ihre Geschichte die richtige eindringliche Bildsprache zwischen Humor und Hässlichkeit und steuert damit einen anderen Beitrag zum Thema Ernährung und Magersucht bei. Weiterlesen

„Keeping and Saving – Or How to live“ (2018)

Filmkritik: Von einem persönlichen Standpunkt heraus nähert sich die niederländische Filmemacherin mit ihrem Dokumentarfilm „Keeping and Saving – Or How to Live“ (OT: „Bewaren – of Hoe te Leven“, Niederlande, 2018) dem Thema des Sammelns an und erforscht, was dahinter steckt oder ob man ohne Dinge vielleicht besser leben kann. Weiterlesen

„Island of the Hungry Ghosts“ (2018)

Kurzfilm / Deutschland, UK, Australien / Dokumentation / 2018

Filmkritik: Auf dem 61. DOK Leipzig 2018 lief der außergewöhnliche, australische Dokumentarfilm „Island of the Hungry Ghosts“ (OT: „Island of the Hungry Ghosts“, Deutschland/Australien/UK, 2018) von Gabrielle Brady. Mit Bildern voller Schönheit und Ehrlichkeit sowie mit einer beobachtenden Kamera erzählt der Film über die Flüchtlingsbewegung aus einem anderen Teil der Welt. Weiterlesen

„Atmahaú Pakmát“ (2017)

Kurzfilm / Mexiko, USA / Dokumentation / 2017

Standbild aus dem Kurzfilm „Atmahaú Pakmát“

Filmkritik: Der mexikanisch-amerikanische Kurzfilm „Atmahaú Pakmát“ von Cameron Quevedo feierte seine internationale Premiere auf dem 61. DOK Leipzig und erzählt auf fast rebellisch-experimentelle Weise von dem Leben an der Grenze zwischen Mexiko und der USA mit dem Blick auf einen zukünftigen Mauerbau. Weiterlesen

Fünf Fragen an Nicolas Keppens

Nicolas Keppens und Matthias Philips © Internationaal Kortfilmfestival Leuven

Interview: Im Gespräch erzählt uns der niederländische Filmemacher Nicolas Keppens, wie sein Film „Wildebeest“ entstand, der auf dem 61. DOK Leipzig seine Deutschlandpremiere feierte, was ihm bei der Umsetzung am Herzen lag und von seiner Zuneigung zu Elefanten.

The original english language interview is also available. Weiterlesen