Im Staatsschauspiel Dresden: Das große Heft

Aufführungsbericht: Ulrich Rasche hat seine Masche gefunden: eine Masse Menschen, die im Chor den Text vortragen und dabei auf rotierender Scheibe gehen, das Ganze in Schwarzweiß-Optik. Egal, ob dabei das knapp 200 Jahre alte Drama „Woyzeck“ auf die Bühne kommt, mit dem er 2018 zum Berliner Theatertreffen eingeladen war – oder nun der mit 30 Jahren noch frische Roman „Das große Heft“. Für diese Inszenierung gab es den Sächsischen Theaterpreis 2018, auch wenn Wikipedia davon nichts weiß.

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Die zweite Scheibe ist anfangs nicht da. © Sebastian Hoppe

„Woyzeck“ wurde dazumal aufgezeichnet und von 3sat übertragen. Die Optik war neu, ja. Aber die zweistündige Inszenierung hatte deutliche Längen, zumindest für den Fernsehzuschauer. Wie besteht das gleich gestrickte Stück „Das große Heft“?

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Im Staatsschauspiel Dresden: Erniedrigte und Beleidigte

Aufführungsbericht: Es war der große Aufreger der letzten Spielzeit. Sebastian Hartmann, Schüler des berüchtigten Frank Castorf, brachte einen Dostojewski-Roman auf die Bühne. Eine Offenbarung für die einen, ein fürchterliches Ärgernis für die anderen. Was von beiden es ist es nun? Lohnen sich die knapp drei Stunden Sitzen ohne Pause?

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Das typische Gewusel mit dem Großteil des Ensembles © Sebastian Hoppe

Eine stringente Handlung fehlt. Nachvollziehbare Figuren, bei denen man mitfiebert und mitfühlt, auch. Trotzdem gibt es genug zu sehen und noch mehr auf die Ohren. Weiterlesen

Auftakt-Wochenende für das Staatsschauspiel Dresden

Tipp: Theaterfreunde aus Dresden und der Umgebung, das kommende Wochenende wird ein Feuerwerk! Am Samstag, dem 25.08. startet das Staatsschauspiel Dresden mit dem großen Eröffnungsfest in die neue Spielzeit. Ab 16.00 Uhr gibt es am Postplatz und im Großen Haus Veranstaltungen für die ganze Familie. Bis auf die Saisonvorschau (20.00 Uhr, 5,00 Euro) sind alle Angebote kostenlos.

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Musik und Lesungen, Kinderschminken und Einblicke in die Theaterwerkstätten sind nur einige wenige Programmpunkte im Angebot. © Sebastian Hoppe

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Musical „Ab in den Wald (Into the Woods)“

Aufführung am 11.05.2018, Theater für Niedersachsen, Hildesheim

© TFN / Foto: J. Quast

Theaterkritik: Der Komponist Steven Sondheim schafft einzigartige Musicals, welche mit ihren ungewöhnlichen Geschichten faszinieren und so selbstverständlich auch Verfilmungen wie Tim Burtons “Sweeney Todd – Der tödliche Barbier aus der Fleet Street” (2007) und “Into the Woods” (2014) von Rob Marshall nach sich zogen. Am Theater für Niedersachsen in Hildesheim wird das Musical “Into the Woods” unter dem Titel “Ab in den Wald” zur Zeit in deutscher Übersetzung aufgeführt. Stimmlich gut gewappnet und mit passender Ausstattung ausgerüstet, konnte eigentlich nichts schief gehen, bis eine der Hauptrollen krank wurde.

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Im Staatsschauspiel Dresden: Parole Kästner!

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Ein halbes Dutzend kleiner Kästner, großartig © Sebastian Hoppe

Aufführungsbericht: Nach Karl May in der letzten Spielzeit wird nun das Leben von Erich Kästner auf der Theaterbühne ausgebreitet. Regisseur Jan-Christoph Gockel nutzt dafür ein Ensemble aus sechs Kindern. Mit Matthias Reichwald kommt nur ein einziger Profi-Schauspieler auf die Bühne – aber der Richtige. Als vierfacher Familienvater stimmt die Chemie zwischen ihm und den kleinen Darstellern.

Los geht es mit sechs kleinen Kästnern, die trinken und paffen und darüber sinnieren, wie und wer Erich Kästner ist. Das könnten wohl Feuilletonisten oder Literaturwissenschaftler am besten beantworten, einigen sie sich. Weiterlesen

“ECHSTASY”-Tour

17.02.2018, Chemnitz Stadthalle

Plakat der ECHSTASY-Tour

Plakat der Echstasy-Tour © Michael Hatzius

Veranstaltungsbericht: Der Kleinkünstler Michael Hatzius tourt schon seit einigen Jahren mit seiner Puppe, der Echse, durch Deutschland und war darunter auch schon einige Mal zu Gast auf dem Dresdner Schaubudensommer. Neben diesen kleineren Shows und Auftritten im Fernsehen veranstalten Hatzius und sein Begleiter abendfüllende Shows meist in renommierten Kulturhäusern. Diesen Februar besuchte er Sachsen, genauer gesagt Chemnitz wieder, und brachte neben der Echse auch die Zecke, den Märchenprinz, das Huhn und viele Enten mit.

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Im Staatsschauspiel Dresden: In seiner frühen Kindheit ein Garten

Aufführungsbericht: Christoph Hein schreibt nicht nur tolle Romane und Erzählungen, sondern auch Dramen. Trotzdem entscheidet sich Regisseurin Friederike Heller dazu, einen Roman von ihm für die Bühne umzuarbeiten. „In seiner frühen Kindheit ein Garten“ erzählt von den Eltern eines RAF-Terroristen, der erschossen wurde. Unter welchen Umständen, ist unklar. Die Eltern nehmen den Kampf um die Wahrheit auf.

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Birte Leest; als Ehepaar Zurek: Hans-Werner Leupelt, Christine Hoppe; Moritz Kienemann; Philipp Grimm (v.l.n.r.) © Sebastian Hoppe

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