“Durch Leistung definiert” (2015)

Kurzfilm / Australien / Fiktion / 2015

Filmkritik: Schwierige Themen sollte man am besten mit Humor angehen. Wunderbar beweisen das immer wieder Kurzfilme, die sich mit dem Thema Behinderung auseinandersetzen. So auch der Kurzfilm “Durch Leistung definiert” des Filmemachers Jimmy Ennet, der ebenfalls im Spezialblock ‘Aus anderer Sicht’ auf den 27. Bamberger Kurzfilmtagen 2017 lief. Weiterlesen

“radfahrn” (2015)

Kurzfilm / Deutschland / Fiktion / 2015

© Stephan Grosse-Grollman

Filmkritik: Auf den 27. Bamberger Kurzfilmtagen 2017 erhielt der Experimentalfilm “radfahrn” des Regisseurs Stephan Grosse-Grollmann, der mit dem Film “Zeit16” gleich zweimal auf dem Festival vertreten war, den Schokoladenreiter für den Besten Film im Wettbewerb ‘Regionalfilm – Oberfranken dreht auf’. Weiterlesen

“Ich warte hier” (2016)

Kurzfilm / Österreich / Fiktion / 2016

Filmkritik: Als bester Dokumentarkurzfilm wurde auf den 27. Bamberger Kurzfilmtagen der Film “Ich warte hier” des österreichischen Dokumentarfilmers und Regisseurs Harry Buerkle ausgezeichnet. Er selbst verweilte in Los Angeles, sodass seine Eltern den Schokoladen-Reiter für ihn entgegennahmen. Weiterlesen

“Die Möwe ist schuld” (2013)

Kurzfilm / Norwegen / Animation / 2013

Filmkritik: Der norwegische Animationskurzfilm “Die Möwe ist schuld” (OT: “Det var ikke jeg, det var Fiskmåsen”, AT: “Blame it on the Seagull”) lief auf den 27. Bamberger Kurzfilmtagen im Block “Aus anderer Sicht” und auf dem 29. Filmfest Dresden in dem Filmblock „(Un-)möglich!“, welche sich beide mit dem Themenschwerpunkt Behinderung beschäftigten und von dem Schweizer Festivalleiter Gerhard Protschka kuratiert wurden.

Der Kurzfilm erzählt die Geschichte des Pelle Sandstrak, der als Jugendlicher die ersten Anzeichen von Zwangsstörungen und Tourette entwickelte. Er versucht trotz allem das Leben, die Schule und die Zeit mit den Mädchen zu meistern, ohne dass dabei seine neuen Ticks auffallen sollen.

Die scheinbar autobiographische Geschichte des Pelle Sandstrak wird von der Regisseurin Julie Engaas (*1968) wunderbar eingefangen. In meist schwarz-weißen Bildern gehalten erinnert der Kurzfilm an klassischen Zeichentrick und verbindet wunderbar Dokumentation mit Animation. Eindringlich und amüsant schildern die Bilder und der Off-Kommentar die Entwicklung der Krankheit und der Zwangsneurosen und wie sie einen jungen Menschen verändern können. Der 12-minütige Kurzfilm hat alles, was es braucht, um im Gedächtnis zu bleiben und ist zugleich ein einfühlsames Porträt einer Krankheit. Zusammen ergibt es einen eindringlichen, unterhaltsamen und empfehlenswerten Film.

Bewertung: 7,5/10

Den kompletten Kurzfilm kann man sich hier anschauen: Vimeo

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

“Meinungsaustausch” (2016)

Kurzfilm / Deutschland / Experimental Dokumentation / 2016

Filmkritik: Die beiden Regisseurinnen Sophie Linnenbaum und Sophia Bösch schufen den Experimental-Dokumentations-Kurzfilm “Meinungsaustausch” (AT: „Research Refugees“), der erschreckend und absurd amüsant zur gleichen Zeit ist. Weiterlesen