„Antiviral“ (2012)

Filmkritik: Der kanadisch-französische Spielfilm „Antiviral” (OT: „Antiviral“, Kanada/Frankreich, 2012) von Brandon Cronenberg erschien vor sechs Jahren in Frankreich und Kanada und kann jetzt auch für die deutschen Heimkinos erworben werden. Er erzählt in ruhigen Bildern von einer dystopischen Zukunft, in der sich ein lukrativer Handel mit Krankenheiten etabliert hat. In der Hauptrolle kann man hier den mittlerweile etablierten Schauspieler Caleb Landry Jones in einer frühen Rolle sehen. Weiterlesen

„Das Leuchten der Erinnerung“ (2017)

Filmkritik:  Noch zu wenige Filme thematisieren die schwierigen Themen des Alters und selten gelingt das einem Film so leichtfüßig wie der Romanverfilmung „Das Leuchten der Erinnerung“ (OT: „The Leisure Seeker“, Italien/Frankreich, 2017), das englischsprachige Debüt des Italieners Paolo Virzi mit hochkarätiger Besetzung.

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„Du neben mir“ (2017)

Filmkritik: Ein Regisseur ist meist auf der richtigen Seite, wenn er ein beliebtes Jugendbuch verfilmt, so kann er sich immer sicher sein, dass er den Geschmack einer bestimmten Zielgruppe trifft. Das dachte sich vielleicht auch die recht unbekannte Regisseurin Stella Meghie, die erst 2016 mit dem Film “Jean of the Joneses” ihr Debüt gab, als sie den Roman “Du neben mir – und zwischen uns die ganze Welt” (Originaltitel: “Everything, Everything”, 2015) der Autorin Nicola Yoon verfilmte. Der entstandene Film “Du neben mir” (Originaltitel: “Everything, Everything”, USA, 2017) besitzt dabei viele Qualitäten, die auch Zuschauer außerhalb des Zielpublikums ansprechen können. Weiterlesen

“A Cure for Wellness” (2016)

© 2017 20th Century Fox

Filmkritik: Der amerikanische Regisseur Gore Verbinski ist jedem Mainstream-Kinogänger vertraut. Wer kennt nicht mindestens einen seiner “Fluch der Karibik”-Filme (2003, 2006, 2007). Doch zusätzlich hat er schon mit seinem Oscar-prämierten Animationsfilm “Rango” (2011) und seinem Remake des Japan-Horrors “Ring” (2002) die unterschiedlichsten Genrefans begeistern oder wie im Fall von “Lone Ranger” (2013) erzürnen können. Sein neuester Film – “A Cure for Wellness” (OT: “A Cure for Wellness”, Deutschland/USA, 2016) – ist ein eindringlicher Mysterythriller, der zwar viel mehr Realität verströmt als seine anderen Werke, aber trotzdem stets einen Hauch von Unwirklichkeit besitzt. Weiterlesen

“Mängelexemplar” von Sarah Kuttner (2009)

© Amazon.de

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Buchkritik: Die 1979 in Ostdeutschland geborene Sarah Kuttner machte als Viva-Moderation auf sich aufmerksam. Viele Jahre lang war sie nebenbei als Kolumnistin für die Süddeutsche Zeitung und den Musikexpress tätig. Das Buch “Das oblatendünne Eis des halben Zweidrittelwissens” (2006) stellt eine Sammlung dieser geschriebenenen Texte dar. Ihr erster Roman “Mängelexemplar” erschien drei Jahre später. Seitdem wurden noch zwei weitere Romane veröffentlicht: “Wachstumsschmerz” (2011) und “180° Meer” (2016).

In ihrem Debütroman erzählt Kuttner von Karo. Diese ist Ende 20, hat gerade ihren Job verloren und führt eine unglückliche Beziehung. Um sich selbst zu helfen, begibt sie sich freiwillig in Therapie und versucht so schnell wie möglich wieder normal zu werden. Doch als die Angstzustände und Panikanfälle immer schlimmer werden, braucht sie die Hilfe von ihrem besten Freund Nelson, ihrer Mutter und Medikamenten. Mit dem Stigma Depression versucht Karo nun wieder ihr Leben aufzubauen.

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