Festivalbericht: Mitte April 2026 fand an sechs Tagen an vielen Spielstätten in Dresden auch Open Air das 38. Internationale Kurzfilmfestival Dresden 2026, kurz Filmfest Dresden, statt. Unter der Leitung von Anna Gaschütz und Sylke Gottlebe konnte man in drei Wettbewerben, im Kinder- und Jugendprogramm sowie in vielen Sonderprogrammen 380 Kurzfilme aus 60 Ländern sehen. Unter diesen wurden 17 Preise im Wert von 72.500 € vergeben.
Filmfest Dresden
Sechs Fragen an Pavel Mozhar
Interview: Im Gespräch mit Pavel Mozhar konnten wir mehr über seinen dritten Kurzfilm „Mit einem freundlichen Gruß“ erfahren, der auf dem 76. Berlinale 2026 im Rahmen des ‚Berlinale Shorts‘-Programms seine Weltpremiere feierte. Er erzählt, wie er den ehemaligen Betrieb in der Uckermark und die portraitierten Personen fand, wieso er sich dazu entschied, Bilder auf den Kopf zu stellen und was die Geschichte dieses Ortes über Deutschland erzählt.
„Mit einem freundlichen Gruß“ (2026)
Filmkritik: Der dritte Kurzfilm des aus Belarus stammenden und in Deutschland lebenden Filmemachers Pavel Mozhar, der seine Weltpremiere auf der 76. Berlinale 2026 im ‚Berlinale Shorts‘-Programm feierte und ebenfalls im Programm des 38. Filmfest Dresden 2026 zu sehen war, ist ein experimenteller Dokumentarfilm, der sich mit dem ländlichen Raum im Osten Deutschlands beschäftigt.
Ankündigung 38. Filmfest Dresden 2026
14.-19.04.2026 / Schauburg, Thalia, Programmkino Ost, …
Ankündigung: In der jetzigen Aprilwoche findet an sechs Tagen an 19 Locations das Filmfest Dresden statt. Die 38. Ausgabe ist mit 380 Beiträgen aus 60 Ländern und in über 20 Reihen und Programmen wieder voll gepackt. Auch diese Ausgabe wird von Anna Gaschütz und Sylke Gottlebe geleitet.
„Sylvie on the loose“ (2024)
Kurzfilm / Kanada / Fiktion / 2024
Filmkritik: Der kanadische Kurzfilm „Sylvie on the loose“ (OT: „Sylvie en liberté“) von Sara Bourdeau, der im ‚Fokus Quebec‘ des 37. Filmfest Dresden 2025 zu sehen war, ist ein ungewöhnliches Biker-Roadmovie und eine Emanzipationsgeschichte zugleich.
„Vox Humana“ (2024)
Kurzfilm / USA, Singapur, Philippinen / Fiktion / 2024
Filmkritik: Der philippinische Kurzfilm „Vox Humana“ von Don Josephus Raphael Eblahan, der auf dem 37. Filmfest Dresden 2025 mit dem Goldenen Reiter der Jugendjury ausgezeichnet wurde, ist eine ungewöhnliche Geschichte über das Verhältnis von Mensch und Natur.
„Doris & Bettan – Marbella Mayhem“ (2023)
Kurzfilm / Schweden / Fiktion / 2023
Filmkritik: Der schwedische Animationsfilm „Doris & Bettan – Marbella Mayhem“ von Ellen Ekman, der in einem Sonderprogramm des 37. Filmfest Dresden 2025 zu sehen war, ist eine Verbeugung und eine Parodie über das Action-White-Hero-Genre.
Neun Fragen an Samuel Patthey
Interview: Im Zoom-Gespräch mit dem Schweizer Filmemacher und Animationskünstler Samuel Patthey konnten wir mehr über seinen Kurzfilm „Voiceless“ (ET: „Sans Voix“) erfahren, der eigenen Clubbing-Vergangenheit, welche die Geschichte genauso formte, wie das Vaterwerden. Auch erzählt er davon, wie die Original-Musik für den Film von zehn Künstlern geschaffen wurde und Hand in Hand mit den Animationen geht.
„Voiceless“ (2024)
Kurzfilm / Schweiz / Fiktion / 2024
Filmkritik: Der Schweizer Animations-Kurzfilm „Voiceless“ (OT: „Sans voix“) von Samuel Patthey, der im Internationalen Wettbewerb des 37. Filmfest Dresden 2025 lief, erzählt aus einer persönlichen Perspektive von der Clubbing-Kultur und Lebensveränderungen und zugleich ist der Film eine Liebeserklärung an Elektronische Musik.
Fünf Fragen an Anastasia Falileieva
Interview: Im Gespräch mit der ukrainischen Animationskünstlerin und Filmemacherin Anastasia Falileieva konnten wir mehr über ihren Kurzfilm „I Died in Irpin“ erfahren, der im Internationalen Wettbewerb des 37. Filmfest Dresden 2025 lief und den „voll politisch“ – Kurzfilmpreis für demokratische Kultur gewinnen konnte. Sie erzählt, warum sie die persönliche Geschichte als Kurzfilm erzählen musste, wie die Animationen sich dem Thema anpassen und warum sie selbst das Voice-Over eingesprochen hat.

