„Die Känguru-Chroniken“ (2020)

Filmkritik: Die Adaption eines Buches kann Tücken bergen. Auch wenn hier der Schriftsteller Marc-Uwe Kling für die Verfilmungen seiner Känguru-Trilogie selbst das Drehbuch geschrieben hat, mag die Geschichte des Kleinkünstlers und seines vorlauten Kommunisten-Kängurus als Spielfilm „Die Känguru-Chroniken“ (Deutschland, 2020) nicht recht auf der Leinwand funktionieren. 

Weiterlesen

„Die Brücke am Kwai“ (1957)

1958 / 30. Oscarverleihung / 8 Nominierungen / 7 Auszeichnungen

Filmkritik: Auf der 30. Oscarverleihung am 26. März 1958, welche u.a. von James Stewart, David Niven und Bob Hope moderiert wurde und als erste vollständig live im Fernsehen übertragen wurde, galt von vornherein das Antikriegsdrama „Die Brücke am Kwai“ (OT: „The Bridge on the River Kwai“, 1957, UK/USA) als der große Favorit des Abends. Mit seinen sieben Oscargewinnen von acht Nominierungen bei insgesamt 12 Oscars wurde er auch der strahlende Sieger, schenkte dem Genre des Antikriegsfilm 27 Jahre nach „Im Westen nichts Neues“ (1930) wieder einen Oscar für den ‚Besten Film‘ und setzte sich damit gegen die Konkurrenz wie „Die 12 Geschworenen“ von Henry Fonda durch. Erst 21 Jahre später sollte mit „Die durch die Hölle gehen“ (1978) der nächste Antikriegsfilm mit der höchsten Oscar-Trophäe ausgezeichnet werden.     

Weiterlesen

„Die Sonne über mir geht nie unter“ (2019)

Filmkritik: Der Spielfilm „Die Sonne über mir geht nie unter“ (OT: „Min Urduber Kyun Khahan Da Kiirbet“, ET: „The Sun Above Me Never Sets“, Russland, 2019) war einer der Publikumslieblinge auf dem 29. Filmfestival Cottbus und konnte mit seiner herzensguten, humorvollen Geschichte auch den ‚Publikumspreis‘ gewinnen.

Weiterlesen

„Jojo Rabbit“ (2019)

Filmkritik: Die Komödie „Jojo Rabbit“ des neuseeländischen Regisseurs Taika Waititi, der uns den wunderbaren dritten Teil von Thor („Thor: Tag der Entscheidung“ (2017)) geschenkt hat und vor allem mit der Komödie „5 Zimmer Küche Sarg“ begeistern konnte, wirft die Frage auf, ob man sich über Hitler lustig machen sollte, aber vor allem liefert der Film bombastische Unterhaltung, welche nicht vor massiven Übertreibungen zurückschreckt, aber im Kern herzensgut ist.

Weiterlesen

„Nefta Football Club“ (2018)

Kurzfilm / Frankreich, Tunesien, Algerien / Fiktion / 2018

Filmkritik: Die meisten Nominierten des Oscars für den ‚Besten Kurzfilm‘ waren ernster und schwerer Natur. So auch der Gewinner „The Neighbors‘ Window“ von Marshall Curry. Doch einer der fünf Nominierten schafft es reale Ereignisse, die auch Missstände anprangern, mit viel Humor zu erzählen: Yves Piats „Nefta Football Club“.

Weiterlesen

„Tommi & Wolf“ (2019)

Kurzfilm / Deutschland / Fiktion / 2019

Filmkritik: Der Kurzfilm „Tommi & Wolf“, gesehen u.a. in Dresden und Bamberg, erzählt eine artifizielle, überaus unterhaltsame Coming-of-Age-Geschichte von zwei jungen Männern, die aus der österreichischen Provinz entfliehen wollen.

Weiterlesen

„Nationalstraße“ (2019)

Filmkritik: Nicht nur der Rechtspopulismus nimmt in vielen Ländern immer weiter zu, sondern auch die Bereitschaft zu Gewalt. Doch wie sieht es im Kopf eines solchen Menschen aus? Dieser Frage ging der tschechische Autor Jaroslav Rudiš bereits 2013 mit seinem Roman „Národní Třída” nach, den jetzt der Regisseur Štěpán Altrichter unter dem gleichnamigen Titel „Nationalstraße“ (OT: „Národní Třída“, Tschechische Republik, Deutschland, 2019) auf die Kinoleinwände bringt und zeigt, dass man dieses Thema auch mit Humor angehen kann. 

Weiterlesen

„Tote Tiere“ (2019)

Kurzfilm / Schweiz / Fiktion / 2019

Filmkritik: Der Verlust eines Haustieres ist manchmal sogar schmerzhafter, als der eines entfernten Verwandten. Doch wie kann man die Erinnerung an das geliebte Tier am besten aufrecht erhalten. Dieser Frage geht der Kurzfilm „Tote Tiere“, gesehen auf den 30. Bamberger Kurzfilmtagen, von David Oesch und Remo Rickenbacher auf humorvolle Weise nach.  

Weiterlesen

„Booksmart“ (2019)

Filmkritik: Der amerikanische Spielfilm „Booksmart“ (OT: „Booksmart“, USA, 2019) ist in seinem Kern ein klassischer Highschool-Party-Film, doch die Regisseurin Olivia Wilde setzt in ihrem Debüt nicht nur klugerweise zwei junge Frauen in das Zentrum des Geschehens, sondern schuf auch noch Tiefe mit viel Humor gepaart in einem eigentlich typischen flachen Unterhaltungsgenre. 

Weiterlesen

„Long Shot – Unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich“ (2019)

Filmkritik: Seit längerem sind Weiblichkeit, Emanzipation und Feminismus immer mehr ein wichtiges Thema vor und hinter der Kamera. So konnte man auf dem DOK Leipzig viele Frauenportraits und Filme aus weiblicher Hand sehen. Natürlich tragen Dokumentationen auf ganz andere Weise zum Diskurs bei, doch dass auch Hollywood-Komödien etwas dazu beisteuern können, beweist der Film „Long Shot“ (OT: „Long Shot“, USA, 2019) der auf lockerleichte Weise von einer starken Frau erzählt, der man sich als Mann gerne unterordnet.

Weiterlesen