„Die Goldfische“ (2019)

Filmkritik: Das Genre der deutschen Komödie eignet sich immer wieder gut dafür, schwierige Themen auch mit Humor anzugehen. Das Thema der Behinderung wurde hierzulande bisher vor allem in Dramen angepackt, aber das ändert sich nun mit der Komödie „Die Goldfische“ (Deutschland, 2019) von Alireza Golafshan. Weiterlesen

“Wunder” (2017)

Poster zum Film "Wunder"

© Studiocanal GmbH

Filmkritik: Die Romanverfilmung ”Wunder” (OT: “Wonder”, USA / Hongkong, 2017) war bei den diesjährigen Oscar in einer der Nebenkategorien (‘Beste Make-Up und die Besten Frisuren’) nominiert. Hier stand der Film in starker Konkurrenz zu dem schlussendlichen Gewinner “Die dunkelste Stunde”. Doch eigentlich hätte der Spielfilm von Stephen Chbosky mehr als nur diese eine Nominierung verdient, denn den Filmemachern gelang mit “Wunder” eine warmherzige Komödie mit genau der richtigen Botschaft.

Weiterlesen

„Small“ (2014)

Kurzfilm / Australien / Fiktion / 2014

Standbild aus dem Kurzfilm "Small"Filmkritik: Die australische Filmemacherin Summer DeRoche, geboren in Melbourne, ist bekannt für quirlige Komödieninszenierungen. So verwundert es nicht, dass der Kurzfilm “Small”, welcher auf den 27. Bamberger Kurzfilmtagen 2017 lief, das Thema Behinderung mit fast slapstickartigen Humor angeht. Weiterlesen

„Prends Moi – Nimm mich“ (2014)

Kurzfilm / Kanada / Fiktion / 2014

Poster zum Kurzfilm "Prends Moi"Filmkritik: Während der Recherchen zu einem neuen Filmprojekt entdecken die beiden Filmemacher Anaïs Barbeau-Lavalette und André Turpin eine Neuheit in Langezeit-Betreuungseinrichtungen und waren so fasziniert davon, dass sich ihr neuester Kurzfilm “Prends Moi – Nimm mich” (OT: “Prends moi”) mit diesem Thema auseinandersetzt. Weiterlesen

“Durch Leistung definiert” (2015)

Kurzfilm / Australien / Fiktion / 2015

Filmkritik: Schwierige Themen sollte man am besten mit Humor angehen. Wunderbar beweisen das immer wieder Kurzfilme, die sich mit dem Thema Behinderung auseinandersetzen. So auch der Kurzfilm “Durch Leistung definiert” des Filmemachers Jimmy Ennet, der ebenfalls im Spezialblock ‘Aus anderer Sicht’ auf den 27. Bamberger Kurzfilmtagen 2017 lief. Weiterlesen

“Die Möwe ist schuld” (2013)

Kurzfilm / Norwegen / Animation / 2013

Filmkritik: Der norwegische Animationskurzfilm “Die Möwe ist schuld” (OT: “Det var ikke jeg, det var Fiskmåsen”, AT: “Blame it on the Seagull”) lief auf den 27. Bamberger Kurzfilmtagen im Block “Aus anderer Sicht” und auf dem 29. Filmfest Dresden in dem Filmblock „(Un-)möglich!“, welche sich beide mit dem Themenschwerpunkt Behinderung beschäftigten und von dem Schweizer Festivalleiter Gerhard Protschka kuratiert wurden.

Der Kurzfilm erzählt die Geschichte des Pelle Sandstrak, der als Jugendlicher die ersten Anzeichen von Zwangsstörungen und Tourette entwickelte. Er versucht trotz allem das Leben, die Schule und die Zeit mit den Mädchen zu meistern, ohne dass dabei seine neuen Ticks auffallen sollen.

Die scheinbar autobiographische Geschichte des Pelle Sandstrak wird von der Regisseurin Julie Engaas (*1968) wunderbar eingefangen. In meist schwarz-weißen Bildern gehalten erinnert der Kurzfilm an klassischen Zeichentrick und verbindet wunderbar Dokumentation mit Animation. Eindringlich und amüsant schildern die Bilder und der Off-Kommentar die Entwicklung der Krankheit und der Zwangsneurosen und wie sie einen jungen Menschen verändern können. Der 12-minütige Kurzfilm hat alles, was es braucht, um im Gedächtnis zu bleiben und ist zugleich ein einfühlsames Porträt einer Krankheit. Zusammen ergibt es einen eindringlichen, unterhaltsamen und empfehlenswerten Film.

Bewertung: 7,5/10

Hier kannst Du den Kurzfilm „Die Möwe ist schuld“ komplett anschauen:

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen: