Streaming-Tipp: „Anders“, „Kids“, „Timecode“

Streaming-Möglichkeit: Zurzeit gibt es drei wunderbare Filme in der Arte-Mediathek:

1. „Anders“ von Reinout Hellenthal ist ein gelungene Coming-of-Age-Geschichte, gesehen im Queerstreifen der 25. Internationalen Kurzfilmwoche Regensburg: Anders in der ARTE Mediathek (verfügbar bis 23. April 2020)

2. „Kids“ von Michael Frei beschäftigt sich auf spielerische Weise mit der Dynamik von Massen und es gibt ihn nicht nur als Film, sondern auch als Spiel: Kids“  in der ARTE Mediathek (verfügbar bis 14. Juni 2022)

3. „Timecode“ von Juanjo Giménez Peña war nominiert für den Oscar als ‚Bester Kurzfilm‘ im Jahr 2017.

Timecode in der ARTE Mediathek (verfügbar bis 20. März 2020)

Neun Fragen an Karolina Peroutkova

Interview: Im Gespräch mit der tschechischen Filmemacherin Karolina Peroutkova konnten wir mehr über die beiden Brüder Mike und Charlie erfahren, die sie in ihrem Dokumentarfilm „Call of the Wild“ portraitiert, warum sie selbst Teil des Films war und wie das Projekt aufgenommen wurde. Der Film feierte auf dem 62. DOK Leipzig seine internationale Premiere und konnte mit seiner ehrlichen Sichtweise die Zuschauer begeistern. 

The original english language interview is also available.

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Streaming-Tipp „Das Forum“

Streaming-Tipp: Auf Arte lief am 14. Januar der Dokumentationsfilm „Das Forum“ von Marcus Vetter. Dieser feierte auf dem 62. DOK Leipzig seine Weltpremiere und eröffnete das Festival. Der Film beschäftigt sich mit dem 1971 von Klaus Schwab gegründeten Weltwirtschaftsforum, an dem viele politische und wirtschaftliche Größen teilnehmen. Vetter durfte als erster hinter die Kulissen schauen und fragt, ob dieses Forum etwas zur Klimarettung beitragen kann? Die Dokumentation ist dabei für jedes Publikum geeignet, bietet interessante Einblick und regt auch zu Diskussionen an – ein Streaming-Tipp. 

In der Arte-Mediathek bis zum 13.03.2020 anschaubar: „Das Forum

Winterschlaf

Liebe Leser,

„Grand Budapest Hotel“

auch in diesem Jahr geht die Testkammer wieder in eine kleine Winterpause. Ab dem 1.2.2020 geht es dann wieder munter weiter mit Rezensionen zu Spielen, Büchern, Filmen und Kurzfilmen, sowie vielen Interviews mit Filmemachern und dem Bericht der 30. Bamberger Kurzfilmtage. Bis dahin wünscht euch die Redaktion eine schöne Winterzeit.

Eure Doreen, Martin, Michael, Alex und Katrin

„The Diviners“ (2019)

Filmkritik: Als privates Tagebuch hat alles begonnen. Der Künstler und Regisseur Roman Bordun machte aus Videomaterial von 10 Jahren ein beeindruckendes Panoptikum quer durch die Ukraine und feierte mit „The Diviners“ (OT: „Bozhestvenni“, Ukraine, 2019) auf dem 62. DOK Leipzig seine internationale Premiere.

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„Love, Death + Robots“ (Staffel 1, 2019)

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© Netflix

Serienkritik: Am 15. März 2019 veröffentlichte Netflix die Serie „Love, Death + Robots“. Aus gut nachvollziehbaren Gründen ist sie erst ab 18 Jahren freigegeben. Zur Zielgruppe gehören hauptsächlich erwachsene Comicliebhaber, Science-Fiction-Fans und Freunde kurzweiliger actionhaltiger Unterhaltung. Federführend bei dieser bis auf zwei Folgen komplett animierten Serie waren der Regisseur Tim Miller (u.a. „Deadpool“, „Terminator: Dark Fate“) und Produzent David Fincher (u. a. „Sieben“, „Fight Club“, „The Social Network“, „House of Cards“, „Mindhunter“). Entsprechend darf man richtig viel Action und sehr gute Spezialeffekte erwarten.

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„Ben Hur“ (1959)

1960 / 22. Oscarverleihung / 12 Nominierungen / 11 Auszeichnungen

Filmkritik: Wenn man sich mit den Klassikern der Filmgeschichte beschäftigt, kommt man an dem gewaltigen, 212 Minuten langen Epos „Ben Hur“ (OT: „Ben Hur“, USA, 1959) nicht vorbei. Auch wenn man sich die Geschichte der Oscars anschaut, fällt der Monumentalfilm aus der Reihe. Auf der 32. Oscarverleihung, welche am 4. April 1960 in Los Angeles stattfand, konnte er von seinen zwölf Nominierungen satte elf Oscars gewinnen. Damit übertraf er nicht nur den Rekord des Vorjahres, als MGM mit „Gigi“ (1958) bereits neun Oscars erhielt, sondern gehört neben „Titanic“ (1997) und „Herr der Ringe: Rückkehr des Königs“ (2003) immer noch zu den Spitzenreitern. Doch im Gegensatz zu den späteren Gewinnern, gab es in diesem Jahr nur 19 Kategorien und so bleibt er mit seiner Gewinnquote unübertroffen. Natürlich gewann er auch den wichtigen Oscar für den ‚Besten Film‘ und setzte sich gegen Filme wie „Anatomie eines Mordes“ (1959) von Otto Preminger und „Geschichte einer Nonne“ (1959) von Fred Zinnemann durch.

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