„Tödliches Kommando – The Hurt Locker“ (2008)

2010 / 82. Oscarverleihung / 9 Nominierungen / 6 Auszeichnungen

Filmkritik: Auf der 82. Oscarverleihung wurde zum ersten Mal eine Regisseurin mit dem Oscar für die ‚Beste Regie‘ bedacht, doch der Film, den Kathryn Bigelow schuf, ist durch und durch ein Männerfilm. „Tödliches Kommando – The Hurt Locker“ (OT: „The Hurt Locker“, USA, 2008) wurde für neun Oscars nominiert, konnte sechs der begehrten Trophäen gewinnen u.a. auch den Preis für den ‚Besten Film‘ und setzte sich gegen neun Konkurrenten durch u.a. „Inglourious Basterds“, „Oben“ und „District 9“. Denn just in diesem Jahr hatte man sich nicht nur dafür entschiedenen zur alten Ankündigungsformel „And the Winner is…“ zurückzukehren, sondern auch die Anzahl der Nominierungen in den wichtigsten Kategorien auf zehn zu erhöhen, um auch kleineren Produktionen und Animationsfilmen die Chance zu geben, hier nominiert zu werden. Der große Favorit des Abends war aber der Film „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ von Bigelows Ex-Mann James Cameron, der überraschenderweise zwar drei Oscars gewann, aber nicht für den ‚Besten Film’. Im Vorfeld hatte Nicolas Chartier, einer der Produzenten von „Tödliches Kommando – The Hurt Locker“, mit einer E-Mail Stimmung gegen „Avatar“ gemacht und wurde deswegen von der Verleihung ausgeschlossen, doch als das Produzententeam den Oscar erhielt, wurde er natürlich in der Rede erwähnt. So geht dieses Jahr vor allem als das Jahr in die Oscar-Geschichte ein, in dem ein kleiner Antikriegsfilm einen großen Blockbuster geschlagen hat.               

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Jetzt Online! – Der Kurzfilm „Aria“

Streaming-Möglichkeit: Der griechische Kurzfilm „Aria“ (OT: „Αρία“) der Regisseurin Myrsini Aristidou, zu sehen u.a. auf dem 31. Filmfest Dresden, ist eine gelungene Coming-of-Age-Geschichte, die es schafft gesellschaftlich relevante Themen ebenfalls einzuflechten. 

Ihr habt nun die Möglichkeit ihn online zu sehen (in griechisch mit englischen Untertiteln):

Ein Kurzfilm-Tipp von Doreen Matthei

„Guy Proposes to His Girlfriend on a Mountain“ (2019)

Kurzfilm / Österreich / Fiktion / 2019

Filmkritik: Der österreichische Filmemacher Bernhard Wenger weiß mit seinen Kurzfilmen wie „Jungwild“ (2017) und „Entschuldigung, ich suche den Tischtennisraum und meine Freundin“ (2018) immer wieder zu begeistern. Auch in seinem neuesten Film „Guy Proposes to His Girlfriend on a Mountain“, gesehen auf den 30. Bamberger Kurzfilmtagen, schafft er die perfekte Balance zwischen Situationsschilderung, Humor und einem Hauch Tragik.

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