„Someone Special“ (2024)

Doreen Kaltenecker
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Kurzfilm / Frankreich / Animation / 2024

Filmkritik: Der französische Kurzfilm „Someone Special“ (OT: „Quelqu’un de spécial“) von Alice Gervat, der im Jugendprogramm des 37. Filmfest Dresden 2025 lief, erzählt mit ansprechenden Animationen und viel Humor von den Hürden eines ersten Dates.

Lisa lernt über eine Dating-App Xuân kennen. Um sie zu beeindrucken und ihr näher zu kommen, schreiben sie auf vietnamesisch miteinander. Das Problem ist aber, dass Lisa kein Wort Vietnamesisch spricht. Als ein Date in Aussicht ist, beginnt sie noch schnell die Sprache zu lernen. 

Die Regisseurin Alice Gervat, die auch das Drehbuch dazu geschrieben hat, erzählt mit ihrem Abschlussfilm an der Hochschule für Angewandte Kunst Paris (ENSAD) eine queere Lovestory. Dafür findet sie die perfekte Mischung von Realitätsbezügen, u.a. der Verweis auf die Sprach-Lern-App Duolingo (nur mit einem Hasen statt einer Eule) und wie sich Daten via App anfühlt, mit der klassischen Anime-Übertreibung. Sie adaptiert das japanische Animations-Genre perfekt für ihre Liebesgeschichte. Vor allem in der visuellen Umsetzung erkennt man klare Anleihen an Vorbildern wie der Serie „Sailor Moon“ (1995-2000) und „Naruto“ (2002-2007) oder „My Hero Academia“ (seit 2016). Trotzdem findet sie ihren eigenen Stil, der visuell ein Genuss ist. Zusammen mit den Sprecher:innen transportiert er perfekt die sympathische Geschichte und macht „Someone Special“ zu einem leichtfüßigen Kleinod, das mitten ins Herz trifft und neugierig auf mehr Werke der Regisseurin Gervat macht.

Fazit: „Someone Special“ ist ein Animationskurzfilm der Regisseurin Alice Gervat, die darin eine romantische, queere Liebesgeschichte in einem sehr ansprechenden visuellen Stil, mit gelungenem Humor und sympathischer Figurenzeichnung erzählt.

Bewertung: 9/10

Trailer zum Kurzfilm „Someone Special“:

 

geschrieben von Doreen Kaltenecker

Quellen:

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