“The Park” (2015)

Kurzfilm / Frankreich / Fiktion, Experimental / 2015

Filmkritik: Der französische Kurzfilm “The Park” (OT: “Le Park”) lief auf dem 28. Filmfest Dresden nicht nur im Internationalen Wettbewerb, sondern auch im Experimantalfilm-Programm. Das zeigt gut, dass der Film schwer zu greifen ist und dass eine Doppelsichtung neue Seiten zum Vorschein bringen kann. In dem knapp eine Viertelstunde langen Kurzfilm wandert die Kamera von Luca Coassin scheinbar nahtlos durch einen heruntergekommenen Freizeitpark in Casablanca (Marokko). In diesem treffen sich die Jugendlichen in ihrer Freizeit, aber auch zu handfesten Auseinandersetzungen.

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“Der Spiegel” (1975)

der-spiegelAndrej Tarkowski – Spezial 5: Der vierte Film des russischen Regisseurs Andrej Tarkowski – “Der Spiegel” (OT: “Zerkalo ”, 1975, Russland) – passt in keine filmische Kategorie der damaligen Zeit und stieß beim Publikum und bei Kollegen auf ein hohes Maß an Ablehnung. Aus heutiger Sicht ist “Der Spiegel” fast ein Experimentalfilm, der vieles aus Tarkowskis eigenem Leben verarbeitet und das poetische Kino seiner Vorstellung zum Leben erweckt.

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“The Exquisite Corpus” (2015)

Kurzfilm / Österreich / Fiktion / Experimental / 2015

Standbild aus dem Kurzfilm "The Exquisite Corpus" von Peter Tscherkassky

Standbild aus dem Kurzfilm „The Exquisite Corpus“ von Peter Tscherkassky

Filmkritik: Der Avantgarde-Regisseur Peter Tscherkassky (*1958) gehört zu den führenden österreichischen Experimentalfilmern. Er arbeitet dabei vor allem mit Found Footage (gefundenem Bildmaterial), welches er dann zusammenstellt und verändert. Der 19minütige Kurzfilm “The Exquisite Corpus” ist sein neuestes Werk. Der Film ist eine Collage aus älteren Porno- und Spielfilmen, sowie Fragmenten verworfener Werbeaufnahmen. Der Zusammenschnitt soll “eine Reise durch die Welten der Begierde in sexualisierten Kinofilmen” (Zitat Filmfest Dresden Festival Katalog) darstellen. Ob der Betrachter dies darin erkennen kann, hängt von jedem selbst ab. Ein Faible für Experimentalfilme und Freude an Interpretationen sind hierbei Grundvoraussetzung. Für alle anderen könnte der Film auf visueller wie auch auf tonaler Ebene ermüdend sein.

Bewertung: 4,5/10

Der Trailer zum Kurzfilm:

geschrieben von Doreen Matthei

Quelle: 28. Filmfest Dresden – Festival Katalog