Sechs Fragen an Sean Meehan

Interview: Der Filmemacher Sean Meehan erzählt uns im Interview mehr davon wie es war mit seinem Debüt-Kurzfilm “Lost Face” eine Jack London-Geschichte zu verfilmen und wie er es geschafft hat, das Projekt finanziell unabhängig auf die Beine zu stellen.

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“Megatrick” (2017)

Kurzfilm / Deutschland / Animation / 2017

Filmkritik: Anne Isensees “Megatrick” gehört zu jenen kleinen Filmen (wie auch “Myself Universe”), welche das Publikum mit einer stimmigen Inszenierung und einer gut platzierten Pointe stets begeistern. Kein Wunder also, dass es auf vielen Festivals zu sehen war, darunter auch dem 19. Landshuter Kurzfilmfestival und dem 30. Filmfest Dresden. Weiterlesen

Sieben Fragen an Jean-Guillaume Bastien

Jean-Guillaume Bastien auf dem 30. Filmfest Dresden

Interview: Die Besucher des 30. Filmfest Dresden bekam die Gelegenheit die Filme von Joëlle Desjardins Paquette und Jean-Guillaume Bastien in einer Retrospektive zu sehen. Von dem kanadischen Filmemacher Bastien liefen die beiden Filme “Ruby pleine de marde” (ET: “Ruby full of shit”) und “Je ne suis pas un grand acteur” (“I’m not a great actor”). Im Interview erzählt er uns mehr über die Entstehung der beiden Filme und seine Liebe zum Theater.

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Fünf Fragen an Chris McInroy

© Chris McInroy

Interview: Chris McInroy, amerikanischer Regisseur und Drehbuchautor, hat schon viel zur Genre-Filmlandschaft mit seinen Kurzfilmen wie “Bad Guy #2”  und “Death Metal” beigetragen. Im Interview erzählt er uns mehr über seinen neuesten Film “We summoned a Demon” und seiner Liebe für Underdogs, Werwölfe und die 80er Jahre.

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Erzähl uns etwas, wie die Idee zur Geschichte von “We summoned a Demon” gereift ist und wie das Projekt dann angegangen bist.

Ich bin ein großer Fan von Horrorfilmen aus den 1980er Jahren und es scheint so, als hätten sie speziell mit dämonischem Zeug zu tun, wie “The Gate” [Regie: Tibor Takács, 1987]. Ich denke, als Kind hat mich diese böse satanische Art von Dingen am meisten erschreckt, weil es schien, als könnte es wirklich passieren, und es gab keine wirkliche Möglichkeit, es aufzuhalten. Und als ich in den 80ern aufwuchs, waren satanische Ereignisse immer in den Nachrichten. Dumme Dinge, wie Metal war die Musik des Teufels und alle Verbrechen wurden von satanischen Anbetern verursacht. In den 80er Jahren gab es auch viele Filme über nerdige Freunde, wie “Weird Science” [Regie: John Hughes, 1985] oder “Revenge of the Nerds” [Regie: Jeff Kanew, 1984] . Also wollte ich einen Film im Stil der 80er Jahre machen, der diese beiden Elemente kombiniert: nerdige Freunde und Dämonen.

Im Zentrum deiner Geschichte hast Du zwei nerdige Charaktere gestellt. Auch in anderen Kurzfilmen von Dir stehen eher Außenseiter im Mittelpunkt? Wie kommt das?

Ich mag Geschichten von Außenseitern oder von Leuten, die sich nicht an die Norm halten und Regeln brechen. Ich werde emotional, wenn ich sehe, wie Menschen ihre Träume verwirklichen. Also denke ich, dass im Mittelpunkt dieser Filme jemand steht, der versucht, seine Träume mit allen notwendigen Mitteln zu verwirklichen. Sei es eine Beförderung bei der Arbeit, um an die Spitze zu kommen, oder eine satanische Gitarre, die die Kraft gibt, gut zu spielen, oder ein Ritual, um einen Kerl cool zu machen, damit er ein Date mit Brenda bekommen kann. Ich denke auch, dass sich viele Fans von Horrorfilmen, wie es mein Publikum und ich sind, mit Außenseitern identifizieren können.

Alle Deine Kurzfilme, die ich gesehen habe (“Bad Guy #2”, “Death Metal” und “We summoned a Demon”), weisen die Mischung aus Humor und derben Splattereinlagen auf. Wie kam es dazu, dass Du gerade die beiden Genre vereint hast? Man könnte ja auch andere Horrorgenre mit Humor versehen.

© Chris McInroy

Ich denke, es ist eine Sache des Timings. Man muss den Gore fast als Pointe eines Witzes benutzen. Ich bin wahrscheinlich ganz im Inneren verdorben, also benutze ich Humor, um damit fertig zu werden! Es läuft darauf hinaus, dass es mir so viel Spaß macht, diese Art von Filmen zu machen. Ich liebe praktische Effekte. Es hat etwas damit zu tun, am Set zu sein und in der Lage zu sein, den Effekt im wirklichen Leben zu sehen, nicht etwas auf Grün, das später hinzugefügt wird. Das Set hat eine große Energie und seinen Spaß für alle, sich zu versammeln, um einen Kopf explodieren zu sehen. Und dann ist das Anschauen dieser Filme mit einem Publikum die befriedigendste Belohnung. Es gibt eine echte hörbare Reaktion von den Leuten, wenn man sie lachen hört oder sie erschaudern lässt, man weiß, dass es funktioniert hat und es macht mich sehr glücklich.

Handwerklich ist dein Film sehr souverän und überzeugend gemacht. Kannst Du uns zu Inszenierung und der Ausgestaltung der Figur des Dämonen erzählen?

© Chris McInroy

Ich wusste, dass ich wollte, dass der Dämon immer lächelt, weil es gruselig ist und ich wollte, dass er ein ’cooler’ Dämon ist, damit die Jungs fast denken würden, er sei freundlich. Zumindest bis er sie fertigmacht. Da haben wir angefangen. Von dort aus formte und gestaltete Eric Zapata den Rest, den Kopf und die Hände. Emily Antonetti musste einen Hoodie machen, der zu den großen Hörnern der Dämonen passt. Und als wir versuchten, ihn zum „coolen“ Dämon zu machen, nahmen wir moderne Kleidung. Als ob der Dämon zu den coolen Kids passen will. Also trägt er Skinny-Jeans und einen Hoodie. Wir steckten ihn deshalb auch in Sneakers aus denen vorne seine Krallen herausschauen. Ich reduzierte seine Bewegungen auf ein Minimum, um ihn mehr wie eine Straßensperre wirken zu lassen, welche die Jungs daran hindert herauszukommen und zu bekommen, was sie wollten.

Wie geht es bei Dir weiter? Du möchtest einen Langfilm über Werwölfe machen – gibt es da schon was Konkretes?

Ich habe gerade einen Beitrag für eine kommende Horror-Anthologie geschrieben und Regie geführt. Die Anthologie heißt “Scare Package”. Acht Regisseure wurden ausgewählt, um Horrorkomödien zu drehen. Ich weiß nicht genau wann das herauskommen wird, aber ich nehme an 2019. Und sobald ich die Post-Production meines Beitrags abgeschlossen habe, schließe ich das Schreiben meines ersten Langfilms ab. Und ja, es ist eine Horrorkomödie mit Werwölfen. Hoffentlich kann ich das 2019 filmen. Wir werden sehen!

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Interview: Chris McInroy, American director and screenwriter, has already contributed a lot to the genre film landscape with his short films such as “Bad Guy #2”  and “Death Metal”. In this interview he tells us more about his latest film “We summoned a Demon” and his love for underdogs, werewolves and the 80s.

Tell us something about how the idea of the story matured and how the project started.

I’m a big fan of horror films from the 1980’s and it seems like specifically ones that have to do with demonic stuff, like The Gate. I think as a kid that evil satanic type of thing scared me the most because it seemed like it could really happen and there was no real way of stopping it. Plus growing up in the 80’s, satanic happenings were always in the news. Silly things, like metal was the music of the devil and any and all crimes were caused by satan worshipers. There were also a lot of films in the 80’s about nerdy friends, like Weird Science or Revenge of the Nerds. So I wanted to make an 80’s style movie combining those 2 elements: nerdy friends and demons.

In the center of your story you have placed two nerdy characters. In other short films of yours, too, the focus is more on outsiders. How did that happen?

I like stories of underdogs or of people that don’t follow the norm and break rules. I get emotional when I see people accomplishing their dreams. So I think at the heart of these movies is someone who is trying to accomplish their dreams by whatever means necessary. Be it, a promotion at work to get to the top, or a satanic guitar that gives the power to be good at playing or a ritual to make a guy cool so he can get a date with Brenda. Also I think outsiders are relatable to a lot of fans of horror films, and that is me and my audience.

All your short films I’ve seen (“Bad Guy #2”, “Death Metal” and “We summoned a Demon”) have a mixture of humor and rough splatter interludes. How did you come to combine the specific two genres?

I think it’s a timing thing. You have to use the gore almost as a punchline of a joke. I’m probably all messed up inside so I use humor as a way to cope! It really boils down to I have so much fun making these types of movies. I love practical effects. There’s something about being on set and being able to see the effect happen in real life, not something on green that will get built later. The set has a great energy and its fun for everyone to gather around to watch a head explode. And then watching these movies with an audience is the most satisfying reward. There’s a real audible reaction from people when you hear them laugh or make them cringe, you know it worked and it makes me feel very happy.

Your film is very confident and convincing in terms of craftsmanship. Can you tell us about the staging and costume design of the demon?

I knew I wanted the demon to always be smiling because it’s creepy and I wanted him to be a „cool“ demon so the guys would almost think he’s friendly. Until he messes them up at least. That’s where we started. From there Eric Zapata sculpted and molded the rest of it, the head and the hands. Emily Antonetti had to make a hoodie that would fit that demons big horns. And in trying to make him the „cool“ demon we went with clothes of the modern day. Like the demon wants to fit in with the cool kids. So he wears skinny jeans and a hoodie. Also put him in sneakers with his claws poking through the front. I kept his movements to a minimum to make him seem more like a road block in the way of the guys getting out and getting what they wanted.

What happens next? I read you want to make a feature film about werewolves – can you already tell us something about that?

I just wrote and directed a segment for an upcoming horror anthology. The anthology is called Scare Package. It picked 8 directors to make horror comedy short films. Not sure on release date but I’m assuming 2019. And once I get through post on my segment I’m going back into finishing writing my first feature. And yes it a horror-comedy with werewolves. Hopefully I’ll get to film the in 2019. We shall see!

Questions asked by Doreen Matthei

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