Fünf Fragen an Chris McInroy

© Chris McInroy

Interview: Chris McInroy, amerikanischer Regisseur und Drehbuchautor, hat schon viel zur Genre-Filmlandschaft mit seinen Kurzfilmen wie “Bad Guy #2”  und “Death Metal” beigetragen. Im Interview erzählt er uns mehr über seinen neuesten Film “We summoned a Demon” und seiner Liebe für Underdogs, Werwölfe und die 80er Jahre.

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Erzähl uns etwas, wie die Idee zur Geschichte von “We summoned a Demon” gereift ist und wie das Projekt dann angegangen bist.

Ich bin ein großer Fan von Horrorfilmen aus den 1980er Jahren und es scheint so, als hätten sie speziell mit dämonischem Zeug zu tun, wie “The Gate” [Regie: Tibor Takács, 1987]. Ich denke, als Kind hat mich diese böse satanische Art von Dingen am meisten erschreckt, weil es schien, als könnte es wirklich passieren, und es gab keine wirkliche Möglichkeit, es aufzuhalten. Und als ich in den 80ern aufwuchs, waren satanische Ereignisse immer in den Nachrichten. Dumme Dinge, wie Metal war die Musik des Teufels und alle Verbrechen wurden von satanischen Anbetern verursacht. In den 80er Jahren gab es auch viele Filme über nerdige Freunde, wie “Weird Science” [Regie: John Hughes, 1985] oder “Revenge of the Nerds” [Regie: Jeff Kanew, 1984] . Also wollte ich einen Film im Stil der 80er Jahre machen, der diese beiden Elemente kombiniert: nerdige Freunde und Dämonen.

Im Zentrum deiner Geschichte hast Du zwei nerdige Charaktere gestellt. Auch in anderen Kurzfilmen von Dir stehen eher Außenseiter im Mittelpunkt? Wie kommt das?

Ich mag Geschichten von Außenseitern oder von Leuten, die sich nicht an die Norm halten und Regeln brechen. Ich werde emotional, wenn ich sehe, wie Menschen ihre Träume verwirklichen. Also denke ich, dass im Mittelpunkt dieser Filme jemand steht, der versucht, seine Träume mit allen notwendigen Mitteln zu verwirklichen. Sei es eine Beförderung bei der Arbeit, um an die Spitze zu kommen, oder eine satanische Gitarre, die die Kraft gibt, gut zu spielen, oder ein Ritual, um einen Kerl cool zu machen, damit er ein Date mit Brenda bekommen kann. Ich denke auch, dass sich viele Fans von Horrorfilmen, wie es mein Publikum und ich sind, mit Außenseitern identifizieren können.

Alle Deine Kurzfilme, die ich gesehen habe (“Bad Guy #2”, “Death Metal” und “We summoned a Demon”), weisen die Mischung aus Humor und derben Splattereinlagen auf. Wie kam es dazu, dass Du gerade die beiden Genre vereint hast? Man könnte ja auch andere Horrorgenre mit Humor versehen.

© Chris McInroy

Ich denke, es ist eine Sache des Timings. Man muss den Gore fast als Pointe eines Witzes benutzen. Ich bin wahrscheinlich ganz im Inneren verdorben, also benutze ich Humor, um damit fertig zu werden! Es läuft darauf hinaus, dass es mir so viel Spaß macht, diese Art von Filmen zu machen. Ich liebe praktische Effekte. Es hat etwas damit zu tun, am Set zu sein und in der Lage zu sein, den Effekt im wirklichen Leben zu sehen, nicht etwas auf Grün, das später hinzugefügt wird. Das Set hat eine große Energie und seinen Spaß für alle, sich zu versammeln, um einen Kopf explodieren zu sehen. Und dann ist das Anschauen dieser Filme mit einem Publikum die befriedigendste Belohnung. Es gibt eine echte hörbare Reaktion von den Leuten, wenn man sie lachen hört oder sie erschaudern lässt, man weiß, dass es funktioniert hat und es macht mich sehr glücklich.

Handwerklich ist dein Film sehr souverän und überzeugend gemacht. Kannst Du uns zu Inszenierung und der Ausgestaltung der Figur des Dämonen erzählen?

© Chris McInroy

Ich wusste, dass ich wollte, dass der Dämon immer lächelt, weil es gruselig ist und ich wollte, dass er ein ’cooler’ Dämon ist, damit die Jungs fast denken würden, er sei freundlich. Zumindest bis er sie fertigmacht. Da haben wir angefangen. Von dort aus formte und gestaltete Eric Zapata den Rest, den Kopf und die Hände. Emily Antonetti musste einen Hoodie machen, der zu den großen Hörnern der Dämonen passt. Und als wir versuchten, ihn zum „coolen“ Dämon zu machen, nahmen wir moderne Kleidung. Als ob der Dämon zu den coolen Kids passen will. Also trägt er Skinny-Jeans und einen Hoodie. Wir steckten ihn deshalb auch in Sneakers aus denen vorne seine Krallen herausschauen. Ich reduzierte seine Bewegungen auf ein Minimum, um ihn mehr wie eine Straßensperre wirken zu lassen, welche die Jungs daran hindert herauszukommen und zu bekommen, was sie wollten.

Wie geht es bei Dir weiter? Du möchtest einen Langfilm über Werwölfe machen – gibt es da schon was Konkretes?

Ich habe gerade einen Beitrag für eine kommende Horror-Anthologie geschrieben und Regie geführt. Die Anthologie heißt “Scare Package”. Acht Regisseure wurden ausgewählt, um Horrorkomödien zu drehen. Ich weiß nicht genau wann das herauskommen wird, aber ich nehme an 2019. Und sobald ich die Post-Production meines Beitrags abgeschlossen habe, schließe ich das Schreiben meines ersten Langfilms ab. Und ja, es ist eine Horrorkomödie mit Werwölfen. Hoffentlich kann ich das 2019 filmen. Wir werden sehen!

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Interview: Chris McInroy, American director and screenwriter, has already contributed a lot to the genre film landscape with his short films such as “Bad Guy #2”  and “Death Metal”. In this interview he tells us more about his latest film “We summoned a Demon” and his love for underdogs, werewolves and the 80s.

Tell us something about how the idea of the story matured and how the project started.

I’m a big fan of horror films from the 1980’s and it seems like specifically ones that have to do with demonic stuff, like The Gate. I think as a kid that evil satanic type of thing scared me the most because it seemed like it could really happen and there was no real way of stopping it. Plus growing up in the 80’s, satanic happenings were always in the news. Silly things, like metal was the music of the devil and any and all crimes were caused by satan worshipers. There were also a lot of films in the 80’s about nerdy friends, like Weird Science or Revenge of the Nerds. So I wanted to make an 80’s style movie combining those 2 elements: nerdy friends and demons.

In the center of your story you have placed two nerdy characters. In other short films of yours, too, the focus is more on outsiders. How did that happen?

I like stories of underdogs or of people that don’t follow the norm and break rules. I get emotional when I see people accomplishing their dreams. So I think at the heart of these movies is someone who is trying to accomplish their dreams by whatever means necessary. Be it, a promotion at work to get to the top, or a satanic guitar that gives the power to be good at playing or a ritual to make a guy cool so he can get a date with Brenda. Also I think outsiders are relatable to a lot of fans of horror films, and that is me and my audience.

All your short films I’ve seen (“Bad Guy #2”, “Death Metal” and “We summoned a Demon”) have a mixture of humor and rough splatter interludes. How did you come to combine the specific two genres?

I think it’s a timing thing. You have to use the gore almost as a punchline of a joke. I’m probably all messed up inside so I use humor as a way to cope! It really boils down to I have so much fun making these types of movies. I love practical effects. There’s something about being on set and being able to see the effect happen in real life, not something on green that will get built later. The set has a great energy and its fun for everyone to gather around to watch a head explode. And then watching these movies with an audience is the most satisfying reward. There’s a real audible reaction from people when you hear them laugh or make them cringe, you know it worked and it makes me feel very happy.

Your film is very confident and convincing in terms of craftsmanship. Can you tell us about the staging and costume design of the demon?

I knew I wanted the demon to always be smiling because it’s creepy and I wanted him to be a „cool“ demon so the guys would almost think he’s friendly. Until he messes them up at least. That’s where we started. From there Eric Zapata sculpted and molded the rest of it, the head and the hands. Emily Antonetti had to make a hoodie that would fit that demons big horns. And in trying to make him the „cool“ demon we went with clothes of the modern day. Like the demon wants to fit in with the cool kids. So he wears skinny jeans and a hoodie. Also put him in sneakers with his claws poking through the front. I kept his movements to a minimum to make him seem more like a road block in the way of the guys getting out and getting what they wanted.

What happens next? I read you want to make a feature film about werewolves – can you already tell us something about that?

I just wrote and directed a segment for an upcoming horror anthology. The anthology is called Scare Package. It picked 8 directors to make horror comedy short films. Not sure on release date but I’m assuming 2019. And once I get through post on my segment I’m going back into finishing writing my first feature. And yes it a horror-comedy with werewolves. Hopefully I’ll get to film the in 2019. We shall see!

Questions asked by Doreen Matthei

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Duncan Knowles © Stuart Edwards

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Wie kam es zur Realisierung Deines ersten Kurzfilms und woher stammte die Idee dafür?

Nicolas Billon, der Drehbuchautor, ist ein langjähriger Freund. Er bot mir das Drehbuch an und sagte, dass es mein erster Film werden solle. Ich habe immer davon geträumt Filme zu machen, schon seit meiner Kindheit, aber mein Weg führte mich eher zur Bühnenregie, was ich auch mehrere Jahre für den ‘Cirque du Soleil’ gemacht habe.

Ich liebte das Drehbuch sofort und sagte ihm, dass ich den Film bereits im Kopf vor mir sah. Es war dann ein sehr geradliniger Prozess die Bilder in meinem Kopf in ein Pitch-Dokument zu bringen.

Bewaffnet mit den Drehbuch und der Vision, die ich dazu aufgebaut hatte, habe ich mich mit den örtlichen Produzenten Nguyen Anh Nguyen und Maria Grace Turgeon in Montreal getroffen. Sie haben es geliebt und waren nicht abgeneigt, obwohl es mein erster Film war. Wir haben uns für Programme zur finanziellen Unterstützung beworben und genug Zusagen bekommen, um uns für die Umsetzung zu entscheiden. Alles in allem hat es fast zwei Jahre gedauert den Film abzuschließen.

Die Geschichte besitzt einen fabelhaften Retrocharme. Hast Du eigene Jugenderinnerungen eingebaut?

Manche nennen den 80er-Look es heutzutage einen Trend. Ich denke es ist ein Generationenphänomen. Ich bin in den 80ern aufgewachsen und aus dieser Zeit gibt es viele kulturelle Anspielungen, welche Meilensteine für mich sind. Die Sachen, die einfach aus mir herauskommen ohne es zu planen oder erzwingen. Nicolas Billon, der Drehbuchautor wuchs während der gleichen Zeit auf. Der Gedanke, zu Kindheitserinnerungen zurückzugehen, hat mich an der Geschichte gereizt und dem Stil des Films zugrunde gelegen. Ophelias Erinnerung an ihre Kindheit ist durchdrungen von meinen eigenen Erinnerungen und Sam, der Tommy spielt, gibt seiner Figur vieles der unbeholfen-ahnungslosen Unschuld von der ich weiß, dass ich sie auch als Kind hatte. Er spiegelt definitiv meine Gedanken mit zwölf wieder gerade im Gegensatz zur Mentalität der meisten Mädchen in diesem Alter.

Dein Stil ist sehr außergewöhnlich. Auf der einen Seite erinnert er an große Vorbilder vom Ende des 20. Jahrhunderts und auf der anderen Seite hat der Film mit seinem ausgeprägten, ästhetischen Empfinden die Ausgestaltung geprägt. Kannst Du dazu etwas mehr erzählen?

Danke, dass du das sagst. Ich glaube wirklich an die Leistung des Teams und ich glaube wir wussten alle von Anfang an, was für einen Film wir machen. So hatten wir von Beginn an Spaß und haben die Ästhetik begeistert angenommen. Das Drehbuch bot diese verschrobene Färbung, die ich ausnutzen wollte, und noch einen Schritt weiter gehen wollte. Ich mag die Idee von Erinnerungen, die mit den Augen eines Kindes gesammelt wurden, und durch Zeitschichten verändert wurden. Der Film erzählt die Geschichte, wie Ophelia sich daran erinnert, nicht notwendigerweise, wie sie passiert ist. Das ist auch der Grund, warum ich den Film mit VHS-Aufnahmen beginnen wollte – die ja tatsächliche und unbestreitbare Archivaufnahmen von Ophelias Leben sind – aber sobald sie die Kamera ausschaltet, sind wir ihrer Erinnerung ausgeliefert. Soweit wir wissen, könnte sie sich auch einfach alles ausdenken. Ein Hinweis darauf ist, dass wenn wir zurück in den VHS-Aufnahmen des Geburtstags ihres Bruders sind, sie am Ende in die Kamera blickt, lächelt und sagt “Du gehörst jetzt mir, Tommy Lemenchick”. Sie durchbricht die vierte Wand in den VHS-Aufnahmen ihrer Kindheit. Sie hat so viel Kontrolle über ihre Erinnerungen. Das Konfetti ist ein anderes Beispiel für etwas, das offensichtlich nicht wirklich passiert ist.

In Bezug auf die filmische Ästhetik bin ich sicher, dass ich mich viel in meinem filmischen Unterbewusstsein bedient habe. Ich denke, wenn man auf den Film zurückblickt, kann man etwas die DNS des Geschichtenerzählens von Quentin Tarantino erkennen oder des Durchbrechens der vierten Wand in “Ferris macht blau” [Regie: John Hughes, 1986 Anmerk. der Red.] und so weiter. Da ich außerdem ein Storyboard Artist bin, konnten wir zusammen mit Kameramann Derek Branscombe schnell herausfinden, wie wir die Geschichte in wirkungsvolle und dynamische Aufnahmen aufteilen konnten.

Musik spielte auch eine wichtige Rolle. Ich wollte, dass unser Komponist Maxim Lepage für ein übertriebenes Spaghettiwestern-Gefühl sorgt, um das Ausmaß von Ophelias Legende einzufangen. Ich liebe das Ergebnis. Wir haben dann sogar ausgeschnittene Kakteen an den Klassenzimmertüren angebracht und das ausgedachte Videospiel mit einem Western-Motto versehen.

Zur besonderen Wirkung des Films trägt auch der Cast bei. Wie hast Du Deine Jungdarsteller gefunden?

Wir haben die nicht allzu lange Liste Englisch sprechender Kinderschauspieler in der Gegend von Montreal voll ausgeschöpft. Charli [Birdgenaw] (Ophelia) und Sam [Ashe Arnold] (Tommy) sind mir sofort ins Auge gesprungen. Ich wollte, dass Ophelia taff und hübsch ist, mit der Fähigkeit sowohl verwundbar als auch furchteinflößend – für Jungs – zu wirken. Ich denke Charli bekommt das gut hin. Für Sam wollte ich jemanden finden, der unsere Herzen schmelzen kann, Unschuld ausstrahlt und glaubwürdig das unbeholfen-ahnungslose Alter darstellen kann, das wir Jungs alle durchlaufen – und manchmal nie verlassen. Er erinnerte mich an mich selbst mit seiner Luke-Skywalker-Frisur und seinem Blick wie ein Reh im Scheinwerferlicht.

Wie geht es bei Dir weiter?

Derzeit kümmere ich mich um die Finanzierung eines neuen Kurzfilms und skizziere die Geschichten von mehreren anderen Projekten, einem Langfilm und ein paar Theaterprojekten. Ich will mit meinem nächsten Projekt auch düstere Themen erkunden und genauer schauen, wie normale Menschen mit plötzlichem Chaos umgehen.

Die Fragen stellte Doreen Matthei

Übersetzung von Michael Kaltenecker

Zum Weiterlesen:


Canadian filmmaker Bastien Alexandre stood out at the 19th Landshut Short Film Festival in the genre program “Stepping Stone” with his film “How Tommy Lemenchick Became a Grade 7 Legend”. Testkammer had the chance to talk to the director:

How did you come to making your first short film and where did you get the idea for it?

Nicolas Billon, the screenwriter, is a long-time friend. He actually offered me the script saying he thought this should be my first film. I had always dreamed of making films, really since childhood, but my path veered towards stage direction which I did for a number of years for Cirque du Soleil.

I loved the script immediately and told him I had the film in my head. It was a fairly straight process to take the images in my mind and produce a pitch document with them.

Armed with the script and the vision I had built to go along with it, I met with a local producers Nguyen Anh Nguyen and Maria Grace Turgeon in Montreal and pitched it. They loved it and were not put off by the fact that it was my first. We applied for programs of financial aid and got enough to decide to go for it. All and all, it took almost two years to complete it.

The story is charmingly retro. Did you integrate your own childhood and youth memories?

Some call it a trend nowadays, the 80s look. I think it’s a generational thing. I grew up in the 80s and they hold a lot of milestone cultural references for me. The kind of stuff that just comes out of me without design or force. And, Nicolas Billon, who wrote the script, also grew up in that same era. The notion of going back into a childhood memory is what drew me to the story and informed the style. And without a doubt, Ophelia’s take on her childhood is tainted by my own memories. And Sam, who plays Tommy infuses the character with a lot of that clumsy-clueless innocence that I know I displayed as a kid. He certainly reflects where my mind was at 12 in relation with the mindset of most girls of my age.

Your style is very distinctive. One the one hand I’m reminded of movies from the 80s and 90s, on the other hand there is a strong aesthetic vision apparent in every little detail of the film. Can you tell us something about your inspiration for this style and how you arrived at it?

Thank you for saying so. I truly believe in the group effort. I think we all knew from the start what kind of film we were making and we set out to have fun and embrace the esthetic full-on. The script offered a built-in quirky tone that I wanted to exploit… and take further. I like the idea of a memory collected through the eyes of a child and being altered by the layers of time. So the film tells the story the way Ophelia remembers it, not necessarily has it happened. That’s why I wanted to start with VHS footage (which is actual archival footage of Ophelia’s life, indisputable), but as soon as she shuts down the camera, we are now at the mercy of her recollection… for all we know, she might be making all of it up… A hint to that is when we go back into the VHS footage for her brother’s birthday and she looks at the camera at the end of that smiling and saying “You’re mine now Tommy Lemenchick”. She breaks the fourth wall inside VHS footage from her childhood. That’s how much control she exerts on the memories. The confetti are another example of something that clearly didn’t happen in real life…

As far as the cinematic aspect of the film goes, I’m sure I drew lots from my cinematic unconscious. I think looking back on the film, we can see DNA from some of Tarantino’s storytelling techniques, Ferris Bueller’s Day Off’s breaking of the fourth wall and so on. I also used to be a storyboard artist, so we were quick, with DOP Derek Branscombe, to figure out how to break up the story in meaningful and dynamic shots.

Music played a big part also. I asked our composer, Maxim Lepage, to go for a ranchero-spaghetti western over-the-top feeling to match the size of Ophelia’s tall tale. And I love the result. We even went so far as to put cactus cut-outs on classroom doors and to make the fake videogame western-themed.

Especially important in making the film successful is its cast. How did you find it?

We drained the not-too extensive list of English speaking child actors around Montreal. Charli [Birdgenaw] (Ophelia) and Sam [Ashe Arnold] (Tommy) really jumped out at me. I wanted Ophelia to be tough and pretty, with the ability to appear vulnerable but scary (to boys) at the same time. I think Charlie pulls that off. For Sam, I was after someone who could melt our hearts and exude innocence and also sell that clumsy-clueless age we boys all go through (and sometimes never leave). He reminded me of me with his Luke Skywalker hair and deer-in-the-headlights look.

What are your next projects?

I’m currently seeking financing for a new short and outlining stories for two more, a feature and a few projects for theatre. I want to explore darker themes with my next project and look deeper into how ordinary people deal with sudden chaos.

The questions were asked by Doreen Matthei

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Sechs Fragen an Nathan Hughes-Berry

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Nathan Hughes-Berry auf dem Landshuter Kurzfilmfestival

Interview: Die Testkammer hatte die Möglichkeit sich mit dem britischen Filmemacher Nathan Hughes-Berry über seine Leidenschaft, seine Projekte insbesondere “Rape Card”, welcher auf dem 19. Landshuter Kurzfilmfestival 2018 lief, zu unterhalten. Weiterlesen