Sechs Fragen an Zulma Rouge

Interview: Im Gespräch mit der Regisseurin Zulma Rouge konnten wir mehr über ihren Kurzfilm „On the Other Side“, gesehen auf dem 20. Landshuter Kurzfilmfestival, erfahren, von dessen Ursprüngen und was ihr bei der Umsetzung besonders wichtig war.  

The original english language interview is also available.

Wie kamst du auf die Idee zum Film? Spielst du gerne Videospiele?

Ich wurde von einem geliebten Menschen inspiriert, der viel schläft und sein Leben vergisst. Nach und nach zog er seine Nächte seinen Tagen vor. Ich spiele keine Videospiele, aber bevor ich den Film geschrieben habe, habe ich ein Virtual-Reality-Headset ausprobiert, und die Idee des Films wurde als der Gedanke geboren, was wäre, wenn das Eintauchen in die virtuelle Wirklichkeit perfekt wäre. Ich dachte an meinen Freund und ich dachte: „Was würde er tun, wenn es so etwas gäbe?“

Joffrey Platel

In welches Genre würdest Du Deinen Film selbst einordnen?

Ich würde sagen, dass mein Film ein Film der Erwartungen ist, am Rande der Fantastik, mit einer Retroseite.

Was war Dir bei der visuellen Umsetzung wichtig? Ich mochte den starken Kontrast der beiden ‘Welten’.

Ja, natürlich musste der Traum bunt, gemütlich, luxuriös und positiv sein, im Gegensatz zur dunklen, schmutzigen Realität und Einsamkeit dieser Figur. All dies drückt sich im Set Design, dem Licht, den Kostümen und den Situationen aus.

Wie schafft man es eine Wohnung so eklig werden zu lassen, dass es einem als Zuschauer richtig schüttelt?

Julien Courbey

Die Menschen mögen keine Insekten (lacht). Ein paar Insekten, ein totes Tier, Schmutz und Gegenstände überall reichen aus, um diese Welt zu erschaffen, die uns abstößt. Aber seine Welt wirkt so schmutzig, weil wir vorher einen schönen Traum erlebt haben.

Kannst Du mir mehr zu der Wahl Deiner Schauspieler erzählen. Hast Du sie über ein Casting gefunden?

Ich habe viele Komiker im Kopf, oft beim Schreiben. Ich kannte bereits Joffrey Platel und Julien Courbey, mit denen ich schon seit einiger Zeit zusammenarbeiten wollte. Ich habe ein kleines Casting für das kleine Mädchen Jade Moore gemacht. Für kleinere Rollen entschied ich mich auch für Komiker, die mich inspirieren, um ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit mir zu testen (lacht).

Zum Schluss: Erzählst mir noch etwas mehr über Dich und ob weitere Projekte anstehen?

Ich habe gerade meinen vierten Kurzfilm [Anm. d. Red.: „Sakina Paris Black Swan photoshoot“ (2019)] fertiggestellt, und er hatte letzte Woche eine Publikums-Auszeichnung bekommen, es fängt also gut an. Ich schreibe einen neuen Kurzfilm und meinen ersten Spielfilm. Ich vermisse bereits das Drehen, es ist notwendig, dass es von vorne beginnt.

Die Fragen stellte Doreen Matthei
Übersetzung Michael Kaltenecker

Lies auch die Rezension des Kurzfilms „On the Other Side


Interview: In conversation with the director Zulma Rouge we could learn more about her short film „On the Other Side„, seen at the 20th Landshut Short Film Festival, about its origins and what was especially important to her during the realization.  

How did the idea for this film come to your mind? Do you like playing video games?

I was inspired by a loved one, who sleeps a lot, and who forgets his life. Little by little he preferred his nights to his days. I do not particularly play video games, but before writing the movie, I tried a virtual reality headset, and the idea of the film was born as the thought of what would be if the immersion was perfect. I thought of my friend, and I thought, „what would he do if it existed?“

In which genre would you classify your film yourself?

I will say that my film is a film of anticipation, on the border of the fantastique, with a retro side.

What was important to you during the visual realization? I liked the strong contrast of the two ‚worlds‘.

Yes of course, the dream had to be colorful, pleasant, luxurious, positive, in contrast with the dark, dirty reality and loneliness of this character. All this is expressed through the sets, the light, the costumes, the situations …

How do you manage to make an apartment so disgusting that it really shakes you as a viewer?

People do not like insects (laughs). A few insects, a dead animal, dirt and objects everywhere are enough to create this universe that repels us. But his world seems so dirty because we lived a beautiful dream before …

Can you tell me more about the choice of actors? Did you find them through a casting?

I have a lot of comedians in mind, often when I write. I already knew Joffrey Platel and Julien Courbey, with whom I had wanted to work for some time. I did a little casting for the little girl, Jade Moore. For smaller roles, I decided to also choose comedians who inspire me, to test their willingness to work with me (laughs)

At the end: Tell me a bit more about yourself and if there are more projects to come?

I just finished my fourth short film [„Sakina Paris Black Swan photoshoot“ (2019)], and he had a public award last week, it starts well;) I’m writing a new short, and my first feature film too. To turn I miss already, it is necessary that it starts again …

I just finished my fourth short film, and he had a public award last week, it starts well;) I’m writing a new short, and my first feature film too. I already miss shooting, it is necessary that it starts again …

Questions asked by Doreen Matthei

Read on the german review of the shortfilm „On the Other Side“ 

2 Gedanken zu “Sechs Fragen an Zulma Rouge

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