„On the Other Side“ (2018)

Kurzfilm / Frankreich / Fiktion / 2018

Filmkritik: Die Flucht in virtuelle Realitäten gehört immer wieder zu einem begehrten Sujet von Genre- und Science-Fiction-Filmen. Auch die französische Regisseurin Zulma Rouge machte sich dieses Thema bei ihrem Film „On the Other Side“, gesehen auf dem 20. Landshuter Kurzfilmfestival, geschickt zu nutze.

Eugène (Julien Courbey) ist im Besitz einer Maschine, welche ihn immer wieder in eine Traumwelt voller Abenteuer schickt und zu einem Mann voller Charisma macht. Die Realität dagegen ist kaum zu ertragen und die besucht er nur, wenn es notwendig wird.

Obwohl sie selbst keine große Affinität für Computerspiele hat, entführt uns die Regisseurin Zulma Rouge in ihrem 12-minütigen Kurzfilm in diese Welt. Inspiriert von vielen Spielern, die lieber in der digitalen als in der realen Welt leben, erzählt sie hier ein Worst-Case-Szenario. Die Kritik ist damit deutlich, kann aber aufgrund der leichtfüßigen Inszenierung auch gut hintenan gestellt werden. Sie erschafft mit ihren Bildern zwei stark kontrastierende Welten, so dass man sich nach ein paar Minuten in Eugènes Wohnung selbst wieder in die virtuelle Welt flüchten will. Die Bilder und die gute Wahl des Hauptdarstellers Julien Courbey, der die Rolle mit der richtigen Mischung aus Suchtsymptomen und Verlorensein spielt, zusammen mit der klassischen Geschichte ergeben einen unterhaltsamen Kurzfilm, der eine überzeugende Fingerübung der Regisseurin Rouge darstellt.

Julien Courbey

Fazit: Der französische Kurzfilm „On the Other Side“ ist eine unterhaltsame Geschichte über die Flucht in eine digitale Welt. Die Regisseurin Zulma Rouge fängt den Kontrast wunderbar ein und lässt beim Publikum den Wunsch entstehen, auch aus der Realität zu flüchten.  

Bewertung: 7/10

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

2 Gedanken zu “„On the Other Side“ (2018)

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