„Ein Gauner & Gentleman“ (2018)

Filmkritik: Der 1936 geborene Schauspieler und Regisseur Robert Redford, der seine Schauspieler-Karriere 1962 mit dem Film „Hinter feindlichen Linien“ startete, gab bekannt, im Alter von nun bereits 83 Jahren seine letzte Rolle in „Ein Gauner & Gentleman“ (OT: „The Old Man & the Gun“, USA, 2018) zu spielen. Der Regisseur David Lowery schuf den perfekten Film, um diesen Schauspieler nochmal in den Mittelpunkt zu setzen und gleichzeitig mit einer großen Hommage zu verabschieden.

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“Unbreakable Kimmy Schmidt” (Staffel 1, 2015)

Poster zu Serie

© Netflix

Serienkritik: Die Netflix-Serie “Unbreakable Kimmy Schmidt” ist ein bunter Ritt durch die amerikanische Gesellschaft. Dabei schrecken die Serienmacher Tina Fey und Robert Carlock nicht vor brisanten Themen zurück und verpacken alles in einem locker-leichten Gewand. Weiterlesen

Im Staatsschauspiel Dresden: Die Affäre Rue de Lourcine

Aufführungsbericht: Ein Fest für Freunde des humoristischen Hinfallens hat Michael Talke inszeniert. Er verbindet die rund 150 Jahre alte Komödie des Franzosen Eugène Labiche mit Slapstick der Stummfilmzeit. Das liegt dem Regisseur anscheinend besonders, passt aber auch sehr gut zu den Stücken Labiches, von denen zwei in den 1920er Jahren verfilmt wurden. Wer diesen Humor mag, den erwarten im Staatsschauspiel zwei Stunden feinster Unterhaltung.

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Torsten Ranft rechts als Lenglumé, niemals nackt, aber selten richtig angezogen. Links David Kosel als verwirrter Leidensgenosse © Sebastian Hoppe

Dazu tragen vor allem die wunderbar ausstaffierten Schauspieler bei. Torsten Ranft als Protagonist Lenglumé ist schlicht die perfekte Besetzung. Auch die anderen Schauspieler (die ich schändlicherweise nicht einzeln erwähne) sind mit Feuereifer dabei. Doch was spielen sie eigentlich?

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“Bleifrei” (2016)

Kurzfilm / Deutschland / Fiktion / 2016

© Grau in Grau

Filmkritik: Mit dem Kurzfilm “Bleifrei” schloss der Regisseur Nico Hofer sein Studium im Fach medien.gestaltung&produktion an der Universität Offenburg erfolgreich ab. Die im Stil der 90er Jahre gehaltene schwarze Komödie erzählt die Geschichte der beiden Freunde Carsten und Kalle, die zu Weihnachten die Dorf-Tankstelle überfallen wollen. Dabei soll alles sehr echt aussehen, damit keiner den Betrug merkt. Doch es kommt nichts so, wie es kommen soll. Weiterlesen

Staatsschauspiel Dresden: Alte Meister

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Albrecht Goette als Reger @Matthias Horn für Staatsschauspiel Dresden. Übrigens: Der gut platzierte Zuschauer sitzt direkt unter der Sixtinischen Madonna!

Aufführungsbericht: Alte Meister in den Alten Meistern. Klingt normal, ist aber ein außergewöhnliches Bonbon für den Theatergänger. Denn die Alten Meister, um die es geht, stammen von Thomas Bernhard und sind der Titel für seine über 300 Seiten lange Schimpftirade. Bernhard ist ein Meister des Ausschweifenden und der Wiederholung, und dementsprechend bleibt kaum Raum für Handlung. Kann das den richtigen Stoff für einen gelungenen Theaterabend geben?

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Spielbühne Freital: Gretchen 89ff.

Aufführungsbericht: Lutz Hübner verdanken wir zum Beispiel die Theaterkomödien „Die Firma dankt“ und „Frau Müller muss weg“. Letztgenanntes Stück über Eltern, die gegen die Lehrerin meutern, wurde verfilmt – unter anderem mit Anke Engelke. Mit „Gretchen 89ff.“ schrieb Hübner bereits 1997 eine Komödie über das Theater selbst. Eine Steilvorlage für die theaterbegeisterten Laien der Freitaler Spielbühne.

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Der Zuschauerraum der @Spielbühne Freital

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