„Spanisch für Anfängerinnen“ (Comödie Dresden)

Sommertheater der Comödie Dresden im Hotel Elbflorenz / Termine: bis 31.08.2019 jeweils Mittwoch – Samstag um 20 Uhr / Eintritt: ab 17€

© Volker Beinhorn

Theaterkritik: Seit nun bereits 5 Jahren lädt die Comödie Dresden ihre Gäste zum Sommertheater in den Innenhof des benachbarten Hotel Elbflorenz ein. Zu Beginn waren 4 Herren auf dem Jacobsweg unterwegs, danach wehte eine scharfe Brise um die Rettungsschwimmer vom Tittisee, bevor 2017 dann die 90er in „Eis Eis Baby“ wiederbelebt wurden. Und nachdem im letzten Jahr nun die Alpen glühten, geht es dieses Mal nach Spanien, wo zwei Süd-Europäer nun versuchen ihren Zuschauern Spanisch beizubringen. Weiterlesen

„Ein Gauner und Gentleman“ (2018)

Filmkritik: Der 1936 geborene Schauspieler und Regisseur Robert Redford, der seine Schauspieler-Karriere 1962 mit dem Film „Hinter feindlichen Linien“ startete, gab bekannt, im Alter von nun bereits 83 Jahren seine letzte Rolle in „Ein Gauner & Gentleman“ (OT: „The Old Man & the Gun“, USA, 2018) zu spielen. Der Regisseur David Lowery schuf den perfekten Film, um diesen Schauspieler nochmal in den Mittelpunkt zu setzen und gleichzeitig mit einer großen Hommage zu verabschieden.

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Im Staatsschauspiel Dresden: Die Affäre Rue de Lourcine

Aufführungsbericht: Ein Fest für Freunde des humoristischen Hinfallens hat Michael Talke inszeniert. Er verbindet die rund 150 Jahre alte Komödie des Franzosen Eugène Labiche mit Slapstick der Stummfilmzeit. Das liegt dem Regisseur anscheinend besonders, passt aber auch sehr gut zu den Stücken Labiches, von denen zwei in den 1920er Jahren verfilmt wurden. Wer diesen Humor mag, den erwarten im Staatsschauspiel zwei Stunden feinster Unterhaltung.

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Torsten Ranft rechts als Lenglumé, niemals nackt, aber selten richtig angezogen. Links David Kosel als verwirrter Leidensgenosse © Sebastian Hoppe

Dazu tragen vor allem die wunderbar ausstaffierten Schauspieler bei. Torsten Ranft als Protagonist Lenglumé ist schlicht die perfekte Besetzung. Auch die anderen Schauspieler (die ich schändlicherweise nicht einzeln erwähne) sind mit Feuereifer dabei. Doch was spielen sie eigentlich?

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Staatsschauspiel Dresden: Alte Meister

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Albrecht Goette als Reger @Matthias Horn für Staatsschauspiel Dresden. Übrigens: Der gut platzierte Zuschauer sitzt direkt unter der Sixtinischen Madonna!

Aufführungsbericht: Alte Meister in den Alten Meistern. Klingt normal, ist aber ein außergewöhnliches Bonbon für den Theatergänger. Denn die Alten Meister, um die es geht, stammen von Thomas Bernhard und sind der Titel für seine über 300 Seiten lange Schimpftirade. Bernhard ist ein Meister des Ausschweifenden und der Wiederholung, und dementsprechend bleibt kaum Raum für Handlung. Kann das den richtigen Stoff für einen gelungenen Theaterabend geben?

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Spielbühne Freital: Gretchen 89ff.

Aufführungsbericht: Lutz Hübner verdanken wir zum Beispiel die Theaterkomödien „Die Firma dankt“ und „Frau Müller muss weg“. Letztgenanntes Stück über Eltern, die gegen die Lehrerin meutern, wurde verfilmt – unter anderem mit Anke Engelke. Mit „Gretchen 89ff.“ schrieb Hübner bereits 1997 eine Komödie über das Theater selbst. Eine Steilvorlage für die theaterbegeisterten Laien der Freitaler Spielbühne.

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Der Zuschauerraum der @Spielbühne Freital

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Jetzt günstig ins Staatsschauspiel kommen!

Kultiger Spaß: Frau Müller muss weg @Matthias Horn für Staatsschauspiel Dresden

Letzte Chance, günstiges Vergnügen: Wenn der Dresdner Intendant Wilfried Schulz nach Ende der Spielzeit nach Düsseldorf geht, nimmt er viele Künstler mit. Stücke, in denen diese Schauspieler auftreten, gehen deshalb aus dem Repertoire, und einige andere auch. Um den Abschiedsschmerz ein wenig zu mildern, zeigt das Staatsschauspiel diese Stücke zum vergünstigten Preis. Das heißt 10 Euro auf allen Plätzen. Wer schnell ist, sitzt für wenig Geld vorne im Parkett. Eine kleine Liste, was zu sehen sich wirklich lohnt.

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“Er ist wieder da” von Timur Vermes (2012)

© Bastei Lübbe / Eichborn

© Bastei Lübbe / Eichborn

Buchkritik: Der deutsche Journalist und Autor Timur Vermes (*1967) sorgte mit seinem Debütroman “Er ist wieder da” 2012 für weltweites Aufsehen. Das Buch war in aller Munde und hielt sich zwei Wochen lang auf Platz 1 der Spiegel-Beststellerliste. Es wurde in 41 Sprachen übersetzt.

Das provokante Buch verkauft sich allein in Deutschland zwei Millionen Mal. Es handelt von Adolf Hitler, der einfach so im Jahre 2011 in Berlin aufwacht. Der Leser folgt Hitler dabei, wie er die neue Welt kennenlernt und wie er plant, die Macht zurückzuerobern.

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