Kunstbesitz. Kunstverlust. in den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden

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Lucas Cranachs d. J. „Bildnis eines Mannes“ wird wieder in Empfang genommen (1959). Vorne links auf dem Foto: der damalige Generaldirektor der SKD Max Seydewitz. 1947-1952 war er Ministerpräsident Sachsens, fiel dann in Ungnade. Mit seiner Frau Ruth veröffentlichte er mehrere Bücher mit spannenden Geschichten zum Museumsbestand der SKD. Da sie vor sozialistischer Ideologie strotzen, sind vor allem die Vorworte mit Vorsicht zu genießen. © Archiv, SKD

Ausstellungsbericht: Was darf im Museum sein und was gehört dort nicht hin? Diese Frage stellt sich nicht nur im Angesicht Beuys’scher Fettecken, sondern auch im Hinblick auf die Rechtmäßigkeit des Besitzanspruchs. Besonders durch die Wirren des Zweiten Weltkriegs gingen Kulturgüter aus Museen verloren oder kamen über ethisch und rechtlich fragwürdige Wege in den Museumsbestand. Mit einer Ausstellung über Provenienzforschung machen die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) darauf aufmerksam. Allein: Eine vollwertige Ausstellung ist es nicht.

 

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“Fucking Drama” (2017)

Kurzfilm / Österreich / Fiktion / 2017

Filmkritik: Auf dem 19. Landshuter Kurzfilmfestival, welches in diesem Jahr ein Sonderprogramm mit Beiträgen aus Österreich hatte, eröffnete der österreichische Kurzfilm “Fucking Drama” das Festival mit. Der Regisseur und Drehbuchschreiber Michael Podogil schuf mit seinem Kurzfilm eine Geschichte, die man so einfach nicht erwartet hatte. Weiterlesen

“Loving Vincent” (2017)

Poster zum Film "Loving Vincent"

© 2017 Loving Vincent Sp.z.o.o. & Loving Vincent Ltd.

Filmkritik: Bei den Oscars 2018 ist der britisch-polnische Animationsfilm “Loving Vincent” einer der Anwärter auf den Besten Animationsfilm. Wie unwahrscheinlich der Gewinn bei Gegnern wie dem Pixar-Film “Coco – Lebendiger als Leben” (2017) und dem Blue-Sky-Studios-Film “Ferdinand – Geht STIERisch ab” (2017) auch sein mag, hätte “Loving Vincent” ihn als erster vollständig gemalter Film mehr als verdient.

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„Alles in allem“. Eine Ausstellung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden

Ausstellungsbericht: Dieses museale Ereignis hat einen echt sperrigen Untertitel. „Die Gedankenwelt des mystischen Philosophen Jacob Böhme“ lautet er. Vielleicht ist das ein Grund, warum man nur allzu leicht diese wahre Perle übersieht. Die Schau wartet noch bis 19.11. darauf, euch zu begeistern. Worum geht’s und was ist daran so toll?

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Ein Grund für die Begeisterung ist diese Location! © SKD, Oliver Killig

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Ausstellung “OSTRALE – Biennale: re_form” (Ostragehege, Dresden)

28.7.-1.10.2017 / Biennale für zeitgenössische Kunst / 11. Internationale Ausstellung / Messe Dresden

© Ostrale

Ausstellungsbericht: Vor 10 Jahren wurde die erste “OSTRALE” (2007) als lokale Initiative ins Leben gerufen. Damals präsentierte die zeitgenössische Kunstschau drei Tage lang Kunstwerke von 120 Künstlern aus 15 Nationen. Mittlerweile ist sie zur drittgrößten Ausstellung von Gegenwartskunst in Deutschland herangewachsen und präsentiert noch bis Ende September auf dem insgesamt 65.000 qm großen Gelände eines ehemaligen Schlachthauses eine fantastische Ausstellung mit Werken von 164 Künstlern aus 25 Nationen. Weiterlesen

Die Porzellansammlung in Dresden

Porzellansammlung

Das Viech vor der Kaminöffnung ist so cool! Schenkt mir das jemand? (c) Jürgen Lösel für die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden

Ausstellungsbericht: Als Dresdner lebt man nur wenige Kilometer von der Porzellanmetropole Meißen entfernt. Das Porzellan mit der Schwertermarke steht in so manchen Schaufenstern der Innenstadt-Läden, und auch der bekannte Dresdner Fürstenzug ist auf Porzellankacheln gemalt. Das Zeug verfolgt einen.

Und dann gibt es da ein Museum, das zu den Staatlichen Kunstsammlungen gehört, das eine jahrhundertelange Tradition hat und in dem man noch nicht war. Also aufgerafft und nachgeholt. Begeistert die Porzellansammlung nur noch die Großtanten? Oder haben es die findigen Museumsmacher geschafft, dem ollen Gescherbel Reiz einzuhauchen?

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