„True“ (2004)

Kurzfilm / Deutschland / Fiktion / 2004

Filmkritik: Nachdem Tom Tykwer bereits mit Filmen wie „Lola rennt“ (1998) Erfolge gefeiert hat, kehrte er für den Compilation-Film „Paris, je t’aime“ (2006) noch einmal zum Medium Kurzfilm zurück. Er schuf mit seinem Beitrag – „True“ – einen zehnminütigen Kurzfilm, der zeigt, dass man auch in kürzester Zeit eine große Liebesgeschichte erzählen kann.

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„Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ (2019)

Filmkritik: Der 1971 veröffentlichte Roman „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ (OT: „When Hitler Stole Pink Rabbit“) von Judith Kerr ist ein wunderbares Kinder- und Jugendbuch, das bei jungen Lesern basierend auf wahren Ereignissen Zeitgeschichte lebendig werden lässt. Die deutsche Regisseurin Caroline Link, welche letztes Jahr mit der Romanverfilmung „Der Junge muss an die frische Luft“ (2018) viele Erfolge feierte, setzt den Stoff von Kerr nun gelungen für die Leinwände um: „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ (Deutschland, 2019).

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„Ein Amerikaner in Paris“ (1951)

1952 / 24. Oscarverleihung / 1952 / 8 Nominierungen / 6 Auszeichnungen

Filmkritik: Das dritte Musical, das in der Geschichte der Oscars die Auszeichnung ‚Bester Film‘ erhielt, war Vincente Minellis „Ein Amerikaner in Paris“ (OT: „An American in Paris“, USA, 1951). Er konnte von seinen acht Nominierungen sechs Preise mit nach Hause nehmen und mit seinem Sieg hätte im Vorfeld keiner gerechnet. Die beiden Filme „Ein Platz an der Sonne“ und „Endstation Sehnsucht“ waren die großen Favoriten des Abends, doch schon bei den Golden Globes konnte das Musical den Preis für das ‚Beste Musical‘ gewinnen, prädestinierte sich so auch für die Oscars und ging schlussendlich als großer Sieger des Abends, als lachender Dritter, aus dem Rennen hervor.

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“Un état d’urgence” (2016)

Kurzfilm / Frankreich, Deutschland / Fiktion / 2016

Poster zum Kurzfilm "Un état d’urgence"Filmkritik: Der junge Filmemacher Tarek Röhlinger lief gleich mit zwei Filmen auf dem 18. Landshuter Kurzfilmfestival 2017. Neben seiner etwas überdrehten Milieustudie “Cornerstorys” lief im ‘Europe in 19 Minutes’-Block der Kurzfilm “Un état d’urgence” (ET: “State of emergency”, DT: “Ein Ausnahmezustand”), der mit seiner treffsicheren Geschichte überzeugen kann und so noch auf vielen weiteren Festivals zu sehen war. Weiterlesen

Lolo – Drei ist einer zu viel (2016)

© Mars Distribution

© Mars Distribution

Filmkritik: Die Französin Julie Deply ist schon seit ihrem 14. Lebensjahr im Filmbuisness tätig. Man konnte sie bereits in der Drei Farben Trilogie (1993-1994) von Krzysztof Kieslowski sehen. Doch ihre internationale Bekanntheit erlangte sie erst an der Seite von Ethan Hawke in der “Before”-Reihe (1995-2004-2013) von Richard Linklater. 1995 schloss sie ihr Filmstudium mit dem Regie-Kurzfilm “Blah Blah Blah” ab und bringt seit 2002 immer wieder eigenregierte Filme meistens Komödien auf dem Markt. Der Spielfilm “Lolo – Drei ist einer zu viel” (OT: “Lolo”, 2016, Frankreich) ist ihr neuestes Werk.

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“Peggy Guggenheim – Ein Leben für die Kunst” (2015)

© NFP

© NFP

Filmkritik: Die Dokumentation “Peggy Guggenheim – Ein Leben für die Kunst” (OT: “Peggy Guggenheim: Art Addict”, GB/IT/US, 2015) von der Regisseurin Lisa Immordino Vreeland erzählt anhand von Interviews, Tondokumenten, Bildern und Filmaufnahmen die Geschichte von Peggy Guggenheim und ihre Bedeutung für die Kunst.

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“Home – Ein smektakulärer Trip” (“Home”, US, 2015)

© 2015 Twentieth Century Fox

© 2015 Twentieth Century Fox

Filmkritik: In den meisten Animations- und Zeichentrickfilmen werden auf kindgerechte Art und Weise Fehler der Menschen angeprangert (meist ersetzt durch andere Kreaturen oder Tiere). Doch bei “Home” besitzen die Menschen durchweg positive Eigenschaften, für welche es sich zu kämpfen lohnt. Die Boovs, eine Außerirdischen-Rasse, fliehen schon viele Jahre vor ihrem Erzfeind. Die Erde scheint ihnen das perfekte Versteck zu sein. Alle Menschen werden von den Boovs in Siedlungen ausgesiedelt, so dass sie die Welt übernehmen und dort in Frieden leben können. Doch einer der Boovs, der andersartige Oh (gesprochen von Bastian Pastewka – im Original von Jim “Sheldon” Parsons) schickt aus Versehen den Feinden die Adresse ihres Zufluchtsortes. Um diesen Fehler auszubügeln, schließt er sich mit dem Menschenmädchen Gratuity ‘Tip’ Tucci (Josefine Preuß, im englischen Original: Rihanna) zusammen, die ihre Mutter sucht. Die Zweckgemeinschaft erlebt eine abenteuerliche Reise quer über den Globus. Der Animationsfilm von Tim Johnson (Regisseur von “Antz” (1998) und “Ab durch die Hecke” (2006)) besticht durch seine Gestaltung, durch die interessanten Figuren der Boovs, die mit ihrer Stimmung auch ihre Farbe wechseln, und durch den abenteuerlichen Roadtrip. Schwerer zu ertragen ist dagegen der teilweise recht seichte Humor und der sehr poppige Soundtrack (darunter viele Songs von Rihanna), welcher dem Film in manchen Szenen sogar eher den Schwung raubt. Doch am schlimmsten für Erwachsene könnte die Idealisierung der Menschen sein. Alles, was den unterkühlten Boovs fehlt, wie Liebe, Familie und Gesellschaft, zeichnet die Menschen aus. Dabei sind diese stets friedfertig und versuchen immer zueinander zu halten. So ging es den Machern nur um die Betonung der Bedeutung von Familie. Wenn man sich stets in Erinnerung ruft, für welche Zielgruppe – eben Kinder – der Film gemacht ist, kann man über diesen Fakt hinwegsehen und sich gut unterhalten lassen.

Bewertung: 6/10

Film Nr. 1 der 25-Tage-Flatrate vom Cinemaxx

geschrieben von Doreen Matthei