„West Side Story“ (1961)

1962 / 34. Oscarverleihung / 11 Nominierungen / 10 Auszeichnungen

Filmkritik: Der amerikanische Spielfilm „West Side Story“ ist das sechste Musical, welches die Auszeichnung als ‚Bester Film‘ erhielt. Auf der 34. Oscarverleihung, welche am 9. April 1962 in Santa Monica stattfand und die von Bob Hope zum 13. Mal moderiert wurde, wurde er in den 19 Kategorien stolze elf Mal nominiert und konnte zehn Preise gewinnen. Er galt als der große Abräumer des Abends und konnte sich in der Hauptkategorie gegen Filme wie „Haie der Großstadt“ von Robert Rossen und „Das Urteil von Nürnberg“ von Stanley Kramer, welcher ihn nur in der Kategorie ‚Bestes adaptiertes Drehbuch‘ schlagen konnte, durchsetzen.     

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„French Connection – Brennpunkt Brooklyn“ (1971)

1972 / 44. Oscarverleihung / 8 Nominierungen / 5 Auszeichnungen 

Filmkritik: Auf der 44. Oscarverleihung wurde der Cop-Film „French Connection – Brennpunkt Brooklyn“ (OT: „The French Connection“, USA,1971) mit acht Nominierungen bedacht und gab so dem Straßenkrimi mit seiner rauen Mentalität Aufschwung. Er konnte ganze fünf Trophäen auf der am 10. April 1972 stattfindenden Verleihung gewinnen und bescherte dem Regisseur William Friedkin seinen einzigen Oscar. Es war eine große Überraschung, dass er auch den Oscar als ‚Bester Film‘ gewann. Denn der Film, der viel auf Improvisation setzte, ist kein künstlerisch wertvoller Film, sondern pure Unterhaltung. Trotzdem konnte er den Favoriten „Uhrwerk Orange“ von Stanley Kubrick und die anderen drei Konkurrenten („Anatevka“, „Die letzte Vorstellung“ und „Nikolaus und Alexandra“) ausstechen. 

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92. Oscars (2020)

9. Februar 2020 / Dolby Theatre / Los Angeles

Oscar-Rückblick: Die 92. Verleihung der Academy Awards of Merit fand in diesem Jahr ungewöhnlich früh in der ersten Jahreshälfte statt. Am 9. Februar 2020 wurden im Dolby Theatre in Los Angeles in 19 Kategorien Oscars vergeben. Dabei blieben sie hier dem moderationsfreien Konzept des letzten Jahres treu und fanden einen Weg, diese Lücke zu schließen. Der so gestrafften Veranstaltung fehlte es dadurch zwar weiterhin etwas an Charme, aber sie bestach durch die hervorragende Auswahl an Filmen und vor allem überraschte sie mit „Parasite“ als großen Gewinner des Abends.

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„Alles über Eva“ (1950)

Filmkritik: Der amerikanische Spielfilm „Alles über Eva“ (OT: „All about Eve“, USA, 1950) von Joseph L. Mankiewicz war der große Gewinner auf der 23. Oscarverleihung und gewann 6 der 18 verliehenen Preise. Doch nicht nur das, er übertraf mit seinen 14 Nominierungen den von „Vom Winde verweht“ (1939) aufgestellten Nominierungsrekord (13) und wurde erst wieder von „Titanic“ im Jahr 1997 mit ebenfalls 14 Nominierungen erreicht. Neben den Oscars für Regie und Drehbuch, konnte er sich auch den Preis als ‚Bester Film‘ sichern und setzte sich so gegen die starken Konkurrenten „Boulevard der Dämmerung“ (1950) von Billy Wilder und Vincente Minnellis „Vater der Braut“ (1950) durch.     

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„House of Small Cubes“ (2008)

Kurzfilm / Japan / Animation / 2008

Filmkritik: Der japanische Anime „Tsumiki no ie“ (ET: „House of Small Cubes“) gewann auf der 81. Oscarverleihung 2009 den Oscar für den ‚Besten animierten Kurzfilm‘ und das völlig zu recht. Der Regisseur Kunio Katō beweist uns mit seiner berührenden Geschichte, wie vielfältig japanische Animationsfilme sein können.

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„Der Clou“ (1973)

1974 / 46. Oscarverleihung / 10 Nominierungen / 7 Auszeichnungen

Filmkritik: Der amerikanische Spielfilm „Der Clou“ (OT: „The Sting“, USA, 1973) war auf der 46. Oscarverleihung 1974 der große Abräumer. Während er sich noch an den Kinokassen mit seinem großen Konkurrenten „Der Exorzist“ von William Friedkin messen musste, war es bei der Vergabe ganz deutlich der Sieger. Er wurde in zehn der sechzehn Kategorien nominiert und konnte davon sieben Preise gewinnen u.a. setzte er sich als ‚Bester Film‘ durch gegen „Der Exorzist“ und George Lucas’ „American Graffiti“. Aus heutiger Sicht stellt es ein kleines Rätsel dar, wie diese Gaunerkomödie, welche zwar mit Paul Newman und Robert Redford hervorragend besetzt wurde, solch eine Begeisterungswelle sowohl an den Kinokassen als auch bei den Academy Awards auslösen konnte. Doch mit diesem Film gewann seit 1931 wieder einmal Universal den Hauptpreis und mit der Firma zusammen das erste Mal ein unabhängiges Produzententeam, so dass es heute auch als Triumph des New Hollywoods angesehen wird.     

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„Erbarmungslos“ (1992)

1993 / 65. Oscarverleihung / 9 Nominierungen / 4 Gewinne

Filmkritik: Wie allseits bekannt sind vor allem Dramen dafür prädestiniert Oscars zu gewinnen. Doch in der Oscargeschichte haben es auch drei Western geschafft, den höchsten Preis zu ergattern. Der erste war „Cimarron – Pioniere des Wilden Westens“ (1931) und „Der mit dem Wolf tanzt“ (1990) folgte 60 Jahre später. Auf der 65. Oscarverleihung, welche am 29. März 1993 im Dorothy Chandler Pavilion in Los Angeles stattfand, gewann der Neo-Western „Erbarmungslos“ (OT: „Unforgiven“, USA, 1992) vier der 23 Trophäen und setzte sich in der Hauptkategorie gegen Konkurrenten wie „Der Duft der Frauen“ (OT: „Scent of a Woman“, 1992), „Eine Frage der Ehre“ (OT: „A few good Men“, 1992) und „Wiedersehen in Howards End“ (OT: „Howards End“, 1992) durch.

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„Chicago“ (2002)

2003 / 75. Oscarverleihung / 13 Nominierungen / 6 Auszeichnungen

Filmkritik: Die 75. Oscarverleihung stand unter keinem guten Stern. Denn nur fünf Tage zuvor erklärten die USA und Großbritannien dem Irak den Krieg und die Truppen marschierten auf Bagdad zu. Bis auf den Dokumentarfilm-Gewinner Michael Moore sprach keiner in der Show diese Ereignisse an und so verlief sie unter der Moderation von Steve Martin scheinbar wie immer und wirkt angesichts solcher Ereignisse banal. Hinzu kam, dass in diesem Jahr das Jubiläum der Oscars mit Auftritten von 64 SchauspielerInnen u.a. der 91-jährigen Luise Rainer gefeiert wurde. Für viele musste es dazu wunderbar passend erscheinen, dass das Musical „Chicago“ aus der Hand von Rob Marshall sechs Trophäen von den 13 Nominierungen gewinnen konnte und sich in der Kategorie ‚Bester Film‘ dabei gegen „Der Herr der Ringe: Die zwei Türme“ (2002), „Der Pianist“ (2002), „Gangs of New York“ (2002) und „The Hours – Von Ewigkeit zu Ewigkeit“ (2002) durchsetzte.

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„Kramer gegen Kramer“ (1979)

1980 / 52. Oscarverleihung / 9 Nominierungen / 5 Auszeichnungen

Filmkritik: Ende der 70er Jahre wurde in der ganzen USA heiß über das Thema der Sorgerechtsfrage diskutiert. Es gab allein rund 50 Bücher, die sich damit beschäftigten. Das ging natürlich nicht an Hollywood vorbei. Sie lieferten mit der Romanadaption „Kramer gegen Kramer“ (OT: „Kramer vs. Kramer“, USA, 1979) ihren eigenen Beitrag zur Debatte. Schon im Vorfeld der 52. Oscarverleihung war klar, dass es sich hierbei um den sicheren Anwärter für den ‚Besten Film‘ handeln würde. So konnte er von seinen neun Nominierungen (in den 17 Kategorien) fünf Trophäen gewinnen und setzte sich damit gegen die starke Konkurrenz mit Filmen wie „Apocalypse Now“ von Francis Ford Coppola und Bob Fosses „Hinter dem Rampenlicht“ durch.   

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„Das verlorene Wochenende“ (1946)

1946 / 18. Oscarverleihung / 7 Nominierungen / 4 Auszeichnungen

Filmkritik: Der schwarz-weiß Film „Das verlorene Wochenende“ (OT: „The Lost Weekend“, USA, 1945) ist aus heutiger Sicht der perfekte Oscar-Kandidat. Er macht ein wichtiges soziales Thema einem breiten Publikum zugängig und sensibilisiert als erster Film seiner Art für das Thema Alkoholsucht, was bisher in der Filmgeschichte nur als lustige Nebengestalten eingebaut wurde. Dies verschaffte ihm bei der 18. Oscarverleihung von den 23 möglichen Oscars sieben Nominierungen, von denen er vier für sich gewinnen konnte. So setzte er sich auch in der Hauptkategorie ‘Bester Film’ gegen seine vier Konkurrenten u.a. Alfred Hitchcocks „Ich kämpfe um dich“ (1945) durch.

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