„Die Brücke am Kwai“ (1957)

1958 / 30. Oscarverleihung / 8 Nominierungen / 7 Auszeichnungen

Filmkritik: Auf der 30. Oscarverleihung am 26. März 1958, welche u.a. von James Stewart, David Niven und Bob Hope moderiert wurde und als erste vollständig live im Fernsehen übertragen wurde, galt von vornherein das Antikriegsdrama „Die Brücke am Kwai“ (OT: „The Bridge on the River Kwai“, 1957, UK/USA) als der große Favorit des Abends. Mit seinen sieben Oscargewinnen von acht Nominierungen bei insgesamt 12 Oscars wurde er auch der strahlende Sieger, schenkte dem Genre des Antikriegsfilm 27 Jahre nach „Im Westen nichts Neues“ (1930) wieder einen Oscar für den ‚Besten Film‘ und setzte sich damit gegen die Konkurrenz wie „Die 12 Geschworenen“ von Henry Fonda durch. Erst 21 Jahre später sollte mit „Die durch die Hölle gehen“ (1978) der nächste Antikriegsfilm mit der höchsten Oscar-Trophäe ausgezeichnet werden.     

Weiterlesen

„Pioniere des wilden Westens“ (1931)

1931 / 4. Oscarverleihung / 7 Nominierungen / 3 Auszeichnungen

Filmkritik: Der amerikanische Spielfilm „Pioniere des wilden Westens“ (OT: „Cimarron“, USA, 1931) ist der erste Western, der den Oscar für den ‚Besten Film‘ gewann. Der Film aus dem Genre, was so alt wie der Film selbst ist, konnte sich auf der 4. Oscarverleihung am 10. November 1931 gegen vier Konkurrenten durchsetzen und gewann von seinen sieben Nominierungen insgesamt noch zwei weitere Trophäen. Damit war er der große Gewinner des Abends, denn insgesamt wurden nur neun Preise in einem Bankett-Rahmen, nicht wie heute mit einem Riesenspektakel, vergeben.

Weiterlesen

„Titanic“ (1997)

1998 / 70. Oscarverleihung / 14 Nominierungen / 11 Auszeichnungen

Filmkritik: Der amerikanische Spielfilm „Titanic“ (OT: „Titanic“, USA, 1997) war nicht nur bei seinem Erscheinen ein absolutes Massenphänomen, sondern gilt bis heute als einer der großen Blockbuster der Filmgeschichte. Das klassische Melodram, fußend auf den wahren Ereignissen des Titanic-Unglücks von 1912, ist ein absolutes Mammutprojekt seiner Zeit gewesen, stellte einige Rekorde auf und machte Leonardo DiCaprio und Kate Winslet weltberühmt. Das hallte natürlich auch auf der 70. Oscarverleihung am 23. März 1998, die zum sechsten Mal von Billy Crystal moderiert wurde, nach, bei der er von 14 Nominierungen 11 Oscars gewinnen konnte. Somit hält dieser Film zusammen mit „Ben Hur“ (1959) und „Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs“ (2003) den Rekord für die meisten Auszeichnungen. Vor allem wurden hier auch die technischen Leistungen honoriert, aber auch den Oscar für den ‚Besten Film‘ konnte er gewinnen und setzte sich damit gegen Konkurrenten wie „Good Will Hunting“ (1997) und „L.A. Confidential“ (1997) durch.     

Weiterlesen

„1917“ (2019)

Filmkritik: Das Kriegsdrama „1917“ (OT: „1917“, Großbritannien, USA, 2019) war auf der 92. Oscarverleihung einer der großen Favoriten, vor allem ahnte man, dass Sam Mendes für dieses Werk seinen zweiten Oscar als Regisseur erhalten würde. Dem war nicht so, ausgezeichnet wurde Bong Joon-ho von „Parasite“, aber trotzdem erhielt der Spielfilm von seinen zehn Nominierungen die drei Trophäen für die ‚Beste Kamera‘, den ‚Besten Ton‘ und die ‚Besten visuellen Effekte‘.

Weiterlesen

„Ben Hur“ (1959)

1960 / 22. Oscarverleihung / 12 Nominierungen / 11 Auszeichnungen

Filmkritik: Wenn man sich mit den Klassikern der Filmgeschichte beschäftigt, kommt man an dem gewaltigen, 212 Minuten langen Epos „Ben Hur“ (OT: „Ben Hur“, USA, 1959) nicht vorbei. Auch wenn man sich die Geschichte der Oscars anschaut, fällt der Monumentalfilm aus der Reihe. Auf der 32. Oscarverleihung, welche am 4. April 1960 in Los Angeles stattfand, konnte er von seinen zwölf Nominierungen satte elf Oscars gewinnen. Damit übertraf er nicht nur den Rekord des Vorjahres, als MGM mit „Gigi“ (1958) bereits neun Oscars erhielt, sondern gehört neben „Titanic“ (1997) und „Herr der Ringe: Rückkehr des Königs“ (2003) immer noch zu den Spitzenreitern. Doch im Gegensatz zu den späteren Gewinnern, gab es in diesem Jahr nur 19 Kategorien und so bleibt er mit seiner Gewinnquote unübertroffen. Natürlich gewann er auch den wichtigen Oscar für den ‚Besten Film‘ und setzte sich gegen Filme wie „Anatomie eines Mordes“ (1959) von Otto Preminger und „Geschichte einer Nonne“ (1959) von Fred Zinnemann durch.

Weiterlesen

„Mrs. Miniver“ (1942)

1943 / 15. Oscarverleihung / 12 Nominierungen / 6 Auszeichnungen   

Filmkritik: Ursprünglich sollte der Spielfilm „Mrs. Miniver“ (OT: „Mrs. Miniver“, USA, 1942) reine Kriegspropaganda sein, um die amerikanische Bevölkerung davon zu überzeugen, in den zweiten Weltkrieg einzusteigen. Doch dann mauserte sich der Film von William Wyler schnell zum Box-Office-Hit und wurde nicht nur vom Präsidenten Franklin D. Roosevelt empfohlen, sondern auch zum Zuschauerliebling. So verwundert es nicht, dass er sich dann bei der 15. Oscarverleihung in sechs Kategorien, darunter auch ‚Bester Film‘ u.a. gegen Konkurrenten wie „Der große Wurf“ (1942), „Yankee Doodle Dandy“ (1942) und Orson Welles’ „Der Glanz des Hauses Amberson“ (1942) durchsetzen konnte. Weiterlesen