92. Oscars (2020)

9. Februar 2020 / Dolby Theatre / Los Angeles

Oscar-Rückblick: Die 92. Verleihung der Academy Awards of Merit fand in diesem Jahr ungewöhnlich früh in der ersten Jahreshälfte statt. Am 9. Februar 2020 wurden im Dolby Theatre in Los Angeles in 19 Kategorien Oscars vergeben. Dabei blieben sie hier dem moderationsfreien Konzept des letzten Jahres treu und fanden einen Weg, diese Lücke zu schließen. Der so gestrafften Veranstaltung fehlte es dadurch zwar weiterhin etwas an Charme, aber sie bestach durch die hervorragende Auswahl an Filmen und vor allem überraschte sie mit „Parasite“ als großen Gewinner des Abends.

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„Fauve“ (2018)

Kurzfilm / Kanada / Fiktion / 2018

Filmkritik: Der kanadische Kurzfilm „Fauve“ war auf vielen Festivals zu Gast (u.a. in Dresden und Regensburg) und war einer der Oscar-Nominierten für den ‚Besten Kurzfilm‘ auf der 91. Oscarverleihung 2019, der aber schlussendlich an „Skin“ von Guy Nattiv ging. Beide Filme haben gemein, dass junge Protagonisten im Vordergrund stehen, aber Jérémy Comte erzählt mit „Fauve“ eine andere Kindheitsgeschichte. 

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„House of Small Cubes“ (2008)

Kurzfilm / Japan / Animation / 2008

Filmkritik: Der japanische Anime „Tsumiki no ie“ (ET: „House of Small Cubes“) gewann auf der 81. Oscarverleihung 2009 den Oscar für den ‚Besten animierten Kurzfilm‘ und das völlig zu recht. Der Regisseur Kunio Katō beweist uns mit seiner berührenden Geschichte, wie vielfältig japanische Animationsfilme sein können.

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„Skin“ (2018)

Kurzfilm / USA / Fiktion / 2018

Filmkritik: Der Oscar für den ‚Besten Kurzfilm‘ ging an den amerikanischen Kurzfilm „Skin“ von Guy Nattiv, der jetzt mit seinen Langfilm „Skin“ (2018) mit Jamie Bell in der Hauptrolle in den deutschen Kinos gestartet ist. Wer Glück hatte, konnte den überzeugenden Kurzfilm zuvor auf einem von vielen Festivals sehen, u.a. auf der 25. Internationalen Kurzfilmwoche Regensburg.

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“Tango” (1980)

Kurzfilm / Polen / Animationsfilm / 1981

Filmkritik: Auf dem 61. DOK Leipzig lief der außergewöhnliche, polnische Kurzfilm „Tango“ (OT: „Tango“) aus dem Jahr 1981. Er macht deutlich, wie auch bereits vor dem Aufkommen digitaler Möglichkeiten der Animationsfilm mit seinen technischen Möglichkeiten genutzt wurde, um besondere Geschichten zu erzählen.

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„Mrs. Miniver“ (1942)

1943 / 15. Oscarverleihung / 12 Nominierungen / 6 Auszeichnungen   

Filmkritik: Ursprünglich sollte der Spielfilm „Mrs. Miniver“ (OT: „Mrs. Miniver“, USA, 1942) reine Kriegspropaganda sein, um die amerikanische Bevölkerung davon zu überzeugen, in den zweiten Weltkrieg einzusteigen. Doch dann mauserte sich der Film von William Wyler schnell zum Box-Office-Hit und wurde nicht nur vom Präsidenten Franklin D. Roosevelt empfohlen, sondern auch zum Zuschauerliebling. So verwundert es nicht, dass er sich dann bei der 15. Oscarverleihung in sechs Kategorien, darunter auch ‚Bester Film‘ u.a. gegen Konkurrenten wie „Der große Wurf“ (1942), „Yankee Doodle Dandy“ (1942) und Orson Welles’ „Der Glanz des Hauses Amberson“ (1942) durchsetzen konnte. Weiterlesen

Jetzt Online! – Der Kurzfilm „Sing“

Streaming-Möglichkeit: Den Gewinner der 89. Oscarverleihung in der Kategorie ‘Bester Kurzfilm (Live action)’ kann man jetzt online: Der achtminütige „Sing“ von Kristóf Deák ist ein warmherziger Film über zwei mutige Mädchen, welche Kinder und Erwachsene gleichermaßen anspricht.   

Überzeugt euch selbst (ungarisch mit englischen Untertiteln):

Ein Kurzfilm-Tipp von Doreen Matthei

„Rocky – Die Chance seines Lebens“ (1976)

1977 / 49. Oscarverleihung / 10 Nominierungen / 3 Auszeichnungen

Filmkritik: Bei der 49. Oscarverleihung am 28. März 1977 gewann die Trophäe des ‚Besten Films‘ ein Film, von dem man bei der Produktion davon ausging, dass er als B-Movie an den Kinokassen untergeht. Der Boxerfilm „Rocky – Die Chance seines Lebens“ (OT: „Rocky“, USA, 1976) von John G. Avildsen schaffte es nicht nur überraschend in den Box-Office-Listen nach oben und gewann die Herzen die Zuschauer, sondern konnte auch auf der Oscarverleihung 1977 drei der begehrten Preise gewinnen und sich sogar in der Hauptkategorie gegen Konkurrenten wie „Die Unbestechlichen“ (1976) von Alan J. Pakula und Martin Scorseses „Taxi Driver“ (1976) durchsetzen.   Weiterlesen

„Es geschah in einer Nacht“ (1934)

1935 / 7. Oscarverleihung / 5 Nominierungen / 5 Auszeichnungen

Filmkritik: Frank Capras „Es geschah in einer Nacht“ (OT: „It happened one night“, USA, 1934) hat die Ära der Screwball-Filme ins Leben gerufen und damit ein komplett neues Genre begründet. Auch aus heutiger Sicht funktioniert der Film, vor allem mit seinem grandiosen Gespann Clark Gable und Claudette Colbert, immer noch hervorragend, so dass es nicht verwundert, dass er immer noch als einer der oder gar der beste seiner Art gehandhabt wird und zudem bei der 7. Oscarverleihung am 27. Februar 1935 alle fünf Oscars, für die er nominiert war, auch gewinnen konnte. Weiterlesen

„In der Hitze der Nacht“ (1967)

1968 / 40. Oscarverleihung / 7 Nominierungen / 5 Auszeichnungen

Filmkritik: Figuren wie Sherlock Holmes, Sam Spade, Philip Marlow und Miss Marple haben in Filmen und Büchern das Genre des ‚Whodunit‘ begründet. Doch erst bei der 40. Oscarverleihung schafft es ein Film dieses Genres den Oscar für den ‘Besten Film’ zu gewinnen. Der amerikanische Spielfilm „In der Hitze der Nacht“ (OT: „In the Heat of the Night“, USA, 1967) von Norman Jewison schaffte es von sieben Nominierungen fünf Auszeichnungen zu erhalten und gilt so als der große Gewinner der 40. Academy Award of Merit und setzte sich in der Hauptkategorie gegen Filme wie „Bonnie und Clyde“ (1967) und „Die Reifeprüfung“ (1967) durch. Weiterlesen