„West Side Story“ (2021)

Filmkritik: Das Musical „West Side Story“ von Leonard Bernstein (uraufgeführt 1957) ist eine Adaption der Romeo-und-Julia-Geschichte von William Shakespeare und brachte die Konflikte und Unglücke des Stücks auf die Straßen von New York. Der Film aus dem Jahr 1961 von Robert Wise und Jerome Robbins adaptierte wiederum filmisch die Songs und den Stoff gelungen und schuf ein Meisterwerk, was dann auch mit zehn Oscars ausgezeichnet wurde. Der bekannte Regisseur Steven Spielberg, bekennender Fan des Originals, hat nun das Musical noch einmal filmisch aufgelegt und schuf dabei wenig Neues, aber gelungene Unterhaltung: „West Side Story“ (OT: „West Side Story“, USA, 2021).

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„Dune“ (2021)

Filmkritik: Noch heute gilt Frank Herberts Roman-Hexalogie, deren erstes Buch „Dune“ 1966 erschienen ist, als eine der großen Science-Fiction-Klassiker. Nachdem eine Verfilmung durch Alejandro Jodorowsky gescheitert ist, entstand neben anderen popkulturellen Ausprägungen der Film von David Lynch aus dem Jahr 1984. Jetzt adaptiert der kanadische Filmemacher Denis Villeneuve den Roman neu, wird dabei der Vorlage mit seinem Stil mehr als gerecht und nimmt sich die Zeit die Geschichte über mehrere Teile zu erzählen, deren erster nun in den Kinos angelaufen ist: „Dune“ (OT: „Dune“, USA, 2021).

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„Der englische Patient“ von Michael Ondaatje (1992)

384 Seiten / dtv Verlagsgesellschaft / 10,90 €

Buchkritik: Im Jahr 1997 gewann „Der Englische Patient“ von Anthony Minghella den Oscar als ‚Bester Film‘. Der Film basiert auf den Roman „Der englische Patient“ (OT: „The English Patient“) des kanadischen Autors Michael Ondaatje. Er schuf ein Buch, das einem auf den ersten Blick unverfilmbar erscheint, denn es vermischt ohne klare Übergänge Erzähltes mit Erlebtem, Personen-Perspektiven und Zeitebenen. 

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„Twelve Years a Slave“ von Solomon Northup (1853)

285 Seiten / Piper Verlag / 9,99 €

Buchkritik: Fast zeitgleich mit dem damals äußerst populären „Onkel Toms Hütte“ (1852) von Harriet Beecher Stowe erschienen die Memoiren von Solomon Northup: „Twelve Years a Slave“ (OT: „Twelve Years a Slave“, 1853). Darin schildert er unverfälscht das Leben als Sklave, beginnend bei seiner Entführung als freier Mann bis hin zu seiner Rettung.

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„Emma.“ (2020)

Filmkritik: Im Jahr 1816 veröffentlichte Jane Austen ihren Roman „Emma“. Als einer der beliebtesten Stoffe wurde ihr Buch bereits viele Male verfilmt, zuletzt mit Gwyneth Paltrow in der gleichnamigen Verfilmung von 1996. Jetzt macht die Regisseurin Autumn de Wilde das literarische Meisterwerk einer neuen Generation mit einer aktuellen Aufbereitung schmackhaft und verpasst der historischen Geschichte eine moderne Bildsprache: „Emma.“ (OT: „Emma.“, UK, 2020).

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„Der Junge muss an die frische Luft“ (2018)

© Warner Bros.

Filmkritik: Im Jahr 2015 wurde Hape Kerkelings Bestseller „Ich bin dann mal weg“, mit Devid Striesow in der Hauptrolle verfilmt. Leider hielt der Film nicht das, was man sich von dem ihm versprochen hatte, denn er manövrierte sich zu sehr in pseudo-religiöse Ecke. Doch die neueste Umsetzung eines Buches von Kerkeling – „Der Junge muss an die frische Luft“ (Deutschland, 2018) – macht alles besser, zeigt welche Kraft in der Vorlage steckt und überträgt sie souverän auf die Leinwand.  

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„Die Farbe des Horizonts“ (2018)

Filmkritik: Shailene Woodley gehört wohl zu den bekanntesten Jugendstars der heutigen Generation. Mit Filmen wie „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ (2014) und der „Die Bestimmung“-Trilogie (2014-2016), beides Jugendbuchverfilmungen, hat sie sich in die Herzen der Zuschauer gespielt. Genau wie Sam Claflin, der bei dem Überlebensfilm „Die Farbe des Horizonts“ (OT: „Adrift“, Hongkong/Island/USA, 2018) an ihrer Seite spielt. Dieses Gespann verlagert den Schwerpunkt des Films und baut viel von jugendlicher Romantik ein, welche die Fans der beiden gewiss erwarten.

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“A Beautiful Day” (2018)

Filmkritik: Einer der vielfältigsten Schauspieler, der über die Jahre immer wieder mit Überraschungen und unerwarteten Rollen hervortrat, ist der Darsteller Joaquin Phoenix. In „8mm“ (1999) sah man ihn neben Nicolas Cage in einer kleinen Rolle und schon damals machte er auf sich aufmerksam. Dann unvergesslich mit Alu-Hut in „Signs“ (2002) von M. Night Shyamalan. Nachdem er angeblich Musiker werden wollte, kam er mit „I’m still here“ (2010) wieder ins Kino zurück und überzeugte in „Walk the Line“ (2005), „The Master“ (2012) und „Her“ (2013). Vor kurzem konnte man ihn auch als Jesus in „Maria Magdalena“ (2018) sehen. Doch viel bemerkenswerter ist sein Auftritt in Lynne Ramsays neuem Film „A Beautiful Day“ (OT: „You Were Never Really Here“, UK/Frankreich/USA, 2018). Weiterlesen

“Peter Hase” (2018)

© Sony Pictures Germany

Filmkritik: Viele Kinderbuchklassiker werden nach und nach für die heutigen Generationen neu verfilmt oder ganz neu fürs Kino entdeckt. Während Winnie Pu, Paddington oder der Grinch sich schön länger auf den Leinwand tummeln und von einigen sogar bald neue filmische Varianten ins Kino kommen, wurde die Geschichte von Peter Hase der britischen Autorin Beatrix Potter bisher nur indirekt in einer Biographie über die Künstlerin angeschnitten (“Die zauberhafte Welt der Beatrix Potter” (2006) mit Renée Zellweger in der Hauptrolle). Das bereits 1902 erschienene Kinderbuch wurde von dem Regisseur Will Gluck frei interpretiert und er schuf daraus eine spaßige Kinounterhaltung: “Peter Hase” (OT: “Peter Rabbit”, USA, 2018).

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„Lost Face“ (2016)

Kurzfilm / Australien & Kanada / Fiktion / 2016

Filmkritik: Auf dem 19. Landshuter Kurzfilmfestival 2018 lief der australisch-kanadische Kurzfilm „Lost Face“ in der ‚Shock Block‘-Reihe. Der Regisseur Sean Meehan schafft es mit seiner außergewöhnlichen Geschichte samt fantastischer Elemente und aktuellem Zeitbezug die ZuschauerInnen mit viel Spannung an das Geschehen zu binden.
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