”Maze Runner 3 – Die Auserwählten in der Todeszone” (2018)

© Twentieth Century Fox

Filmkritik: Einige Jahre sind seit dem ersten Film “Maze Runner – Die Auserwählten im Labyrinth” (2014) vergangen. Verfilmt wurde damals der innovative Auftakt der Romantrilogie von James Dashner. Der zweite Film “Maze Runner – Die Auserwählten in der Brandwüste” (2015) konnte dagegen der Vorlage wenig gerecht werden. Nun startete der dritte Teil “Maze Runner – Die Auserwählten der Todeszone” (OT: “Maze Runner: The Death Cure”, USA, 2018) in den Kinos und entfernt sich noch weiter von der Vorlage des sowieso schon schwächsten dritten Teils der Buchreihe. Weiterlesen

“Wunder” (2017)

Poster zum Film "Wunder"

© Studiocanal GmbH

Filmkritik: Die Romanverfilmung ”Wunder” (OT: “Wonder”, USA / Hongkong, 2017) war bei den diesjährigen Oscar in einer der Nebenkategorien (‘Beste Make-Up und die Besten Frisuren’) nominiert. Hier stand der Film in starker Konkurrenz zu dem schlussendlichen Gewinner “Die dunkelste Stunde”. Doch eigentlich hätte der Spielfilm von Stephen Chbosky mehr als nur diese eine Nominierung verdient, denn den Filmemachern gelang mit “Wunder” eine warmherzige Komödie mit genau der richtigen Botschaft.

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“Jugend ohne Gott” (2017)

Filmkritik: Der deutsche Genrefilm “Jugend ohne Gott” (OT: “Jugend ohne Gott”, Deutschland, 2017) nahm sich den 1937 erschienen, gleichnamigen Roman von Ödön von Horvath als Grundlage und schuf einen dystopischen Science-Fiction, der in der nahen Zukunft angesiedelt ist und der inhaltlich wie optisch überzeugen kann. Weiterlesen

Alte Meister. Graphic Novel von Mahler

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@Suhrkamp Verlag

Buchkritik: Der Comiczeichner Nicolas Mahler ist bekannt für Minimalismus in den Bildern. Zu Graphic Novels verarbeitet er am liebsten dicke Wälzer. So hat er vor drei Jahren den rund 1700 Seiten langen Schinken „Der Mann ohne Eigenschaften“ des Robert Musil auf 150 recht wortarme Seiten gebannt.

Mit „Alte Meister“ von 2011 nimmt sich Mahler den Großmeister des Wortkreisels und des nörglerischen Rundumschlags vor: Thomas Bernhard. Mahler nutzt das malerische Setting in der Gemäldegalerie, um die spärliche Handlung in Szene zu setzen. Große Kunst, der kleine Mensch und die Frage, was wirklich zählt im Leben.

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“Die Bestimmung – Allegiant” (2016)

© 2015 Concorde Filmverleih GmbH

© 2015 Concorde Filmverleih GmbH

Filmkritik: Der jetzt in den Kinos anlaufende Film “Die Bestimmung – Allegiant” (Originaltitel: “The Divergent Series: Allegiant”, US, 2016) ist der dritte von vier Filmen, welche die Romantrilogie von Veronica Roth auf die Leinwand bringen. Die 1988 geborene Schriftstellerin Roth veröffentlichte nach ihrem Studium des Schreibens im Jahr 2011 das Buch “Die Bestimmung” (“Divergent”) und konnte mit diesem Debüt bereits große Erfolge verbuchen. Seitdem bewegte sie sich nur in diesem Universum und schloss 2013 die Trilogie mit “Die Bestimmung – Die letzte Entscheidung” (“Allegiant”) ab. Im darauffolgenden Jahr wurde unter der Regie von Neil Burger (bekannt für Filme wie “The Illusionist” (2006) und “Ohne Limit” (2011)) der erste Roman verfilmt. 2015 erschien dann die Verfilmung des zweiten Romans “Die Bestimmung – Tödliche Wahrheit” (“Insurgent”) unter dem Titel “Die Bestimmung – Insurgent” auf der Leinwand. Die Regie übernahm der Deutsche Robert Schwendtke (*1968), der sich mit Filmen wie “Flight Plan – Ohne jede Spur” (2005), “R.E.D. – Älter, Härter, Besser” (2010) und „R.I.P.D.“ (2013) einen Namen gemacht hat. Er zeichnet sich nun auch für den dritten Teil verantwortlich. Er schuf einen Film, der sich nahtlos an seine Vorgänger anschließt, und das leider nicht nur im positiven Sinne.

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Christoph Hein: Glückskind mit Vater

@Suhrkamp Verlag

Halbe Rezension: Ein alter Mann erzählt seine Lebensgeschichte. Was nach absoluter Ödnis klingt, wird bei Christoph Hein zum mitreißenden Geschichtserlebnis. Gestern erschien der Roman. Auf der Internetseite des MDR Figaro liest ihn der Schauspieler Ulrich Matthes. Bis Ende nächster Woche kommt jeden Tag ein neues Stück dazu. Noch sind alle abrufbar und werden zum Schluss insgesamt knapp sieben Stunden Unterhaltung bieten.

Konstantin Boggosch heißt eigentlich Müller. Dass er den Namen des Vaters ablegte, das hat die Mutter nicht deshalb veranlasst, weil es Müllers wie Sand am Meer gibt. Nicht wegen der Beliebigkeit. Im Gegenteil wäre der Familienname Müller in dem kleinen Heimatstädtchen bekannt und eindeutig. Müller, das ist gleichbedeutend mit Kriegsverbrecher. Weiterlesen