„Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ (2019)

Filmkritik: Der 1971 veröffentlichte Roman „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ (OT: „When Hitler Stole Pink Rabbit“) von Judith Kerr ist ein wunderbares Kinder- und Jugendbuch, das bei jungen Lesern basierend auf wahren Ereignissen Zeitgeschichte lebendig werden lässt. Die deutsche Regisseurin Caroline Link, welche letztes Jahr mit der Romanverfilmung „Der Junge muss an die frische Luft“ (2018) viele Erfolge feierte, setzt den Stoff von Kerr nun gelungen für die Leinwände um: „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ (Deutschland, 2019).

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„Bernadette“ (2019)

Filmkritik: Nachdem der Regisseur Richard Linklater sich mit der “Sunset”-Trilogie (1995, 2004, 2013) einen Namen gemacht hat und mit dem Langzeitspielfilm „Boyhood“ (2014) einen großen Achtungserfolg feierte, zeichnet er in seinem neuesten Film – „Bernadette“ (OT: „Where’d You Go, Bernadette“, USA, 2019) – ein Portrait einer außergewöhnlichen Persönlichkeit.

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„Berlin Alexanderplatz“ (2020)

Filmkritik: Der Regisseur Burhan Qurbani, den man u.a. für durch seinen Film „Wir sind jung. Wir sind stark“ (2014) kennt, wagt sich mit seinem vierten Spielfilm „Berlin Alexanderplatz“ (OT: „Berlin Alexanderplatz“, Deutschland, Niederlande, Frankreich, Kanada, 2020) an eine Neuinterpretation von Alfred Döblins gleichnamigem Roman aus dem Jahr 1929 und holt die Geschichte ins Hier und Jetzt.

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„Orange is the New Black“ (Staffel 7, 2019)

Serienkritik: Die große Frage einer jeder Serie, die nicht von Anfang abgeschlossen konzipiert war, liegt darin, wie man sie am besten zu Ende führen kann. Dieses naht jetzt auch dem Urgestein „Orange is the New Black“, das mit seiner 2019 erschienenen siebten Staffel einen Endpunkt für die 2013 ins Leben gerufene Serie findet. Dabei schafft es die Serienmacherin Jenji Kohan der Frauengefängnis-Serie ein Ende zu geben, das nicht wohlgefällig ist, sondern realitätsnah und vor allem berührend und das glücklicherweise doch das ein oder andere Happy End parat hält.

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„Ben Hur“ (1959)

1960 / 22. Oscarverleihung / 12 Nominierungen / 11 Auszeichnungen

Filmkritik: Wenn man sich mit den Klassikern der Filmgeschichte beschäftigt, kommt man an dem gewaltigen, 212 Minuten langen Epos „Ben Hur“ (OT: „Ben Hur“, USA, 1959) nicht vorbei. Auch wenn man sich die Geschichte der Oscars anschaut, fällt der Monumentalfilm aus der Reihe. Auf der 32. Oscarverleihung, welche am 4. April 1960 in Los Angeles stattfand, konnte er von seinen zwölf Nominierungen satte elf Oscars gewinnen. Damit übertraf er nicht nur den Rekord des Vorjahres, als MGM mit „Gigi“ (1958) bereits neun Oscars erhielt, sondern gehört neben „Titanic“ (1997) und „Herr der Ringe: Rückkehr des Königs“ (2003) immer noch zu den Spitzenreitern. Doch im Gegensatz zu den späteren Gewinnern, gab es in diesem Jahr nur 19 Kategorien und so bleibt er mit seiner Gewinnquote unübertroffen. Natürlich gewann er auch den wichtigen Oscar für den ‚Besten Film‘ und setzte sich gegen Filme wie „Anatomie eines Mordes“ (1959) von Otto Preminger und „Geschichte einer Nonne“ (1959) von Fred Zinnemann durch.

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„The Silence“ (2019)

Filmkritik: Wenn man den Trailer des Monster-Horrorfilms „The Silence“ (OT: „The Silence“, USA, 2019) von John R. Leonetti zum ersten Mal sieht, hat man ein Dé­jà-vu. Hat man das nicht so ähnlich bereits bei „A Quiet Place“ (2018) von John Krasinski gesehen. Genau diesen Schatten und damit der ständig einhergehende Vergleich wird dieser Spielfilm einfach nicht los. Dabei besitzt der Film genug Potential, um nicht ständig damit verglichen zu werden.

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„Das verlorene Wochenende“ (1946)

1946 / 18. Oscarverleihung / 7 Nominierungen / 4 Auszeichnungen

Filmkritik: Der schwarz-weiß Film „Das verlorene Wochenende“ (OT: „The Lost Weekend“, USA, 1945) ist aus heutiger Sicht der perfekte Oscar-Kandidat. Er macht ein wichtiges soziales Thema einem breiten Publikum zugängig und sensibilisiert als erster Film seiner Art für das Thema Alkoholsucht, was bisher in der Filmgeschichte nur als lustige Nebengestalten eingebaut wurde. Dies verschaffte ihm bei der 18. Oscarverleihung von den 23 möglichen Oscars sieben Nominierungen, von denen er vier für sich gewinnen konnte. So setzte er sich auch in der Hauptkategorie ‘Bester Film’ gegen seine vier Konkurrenten u.a. Alfred Hitchcocks „Ich kämpfe um dich“ (1945) durch.

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„Der Junge muss an die frische Luft“ (2018)

© Warner Bros.

Filmkritik: Im Jahr 2015 wurde Hape Kerkelings Bestseller „Ich bin dann mal weg“, mit Devid Striesow in der Hauptrolle verfilmt. Leider hielt der Film nicht das, was man sich von dem ihm versprochen hatte, denn er manövrierte sich zu sehr in pseudo-religiöse Ecke. Doch die neueste Umsetzung eines Buches von Kerkeling – „Der Junge muss an die frische Luft“ (Deutschland, 2018) – macht alles besser, zeigt welche Kraft in der Vorlage steckt und überträgt sie souverän auf die Leinwand.  

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„Der verlorene Sohn“ (2018)

Filmkritik: Schon vor Jahren konnte man in Deutschland das Buch „Umkehr der Liebe“ von John und Anne Paulk lesen, welche darin ihren heilsamen Weg aus der Homosexualität hin zueinander beschreiben. Die Neuorientierung fand in einem christlichen Camp statt. Wer eine andere Sicht, also eine die weniger nach Gehirnwäsche klingt, der Lage solcher Camps erfahren möchte, kann sich nicht nur in den gängigen Medien informieren, sondern auch den neuen Film von Joel Edgerton ansehen: „Der verlorene Sohn“ (OT: „Boy Erased“, USA; 2018).

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„Negative Space“ (2017)

Kurzfilm / Frankreich / Animation / 2017

Filmkritik: Zwar konnte der französische Kurzfilm „Negative Space“ nicht den Oscar für den ‘Besten animierten Kurzfilm’ gewinnen – der Sieger hieß „Dear Basketball“ (2017) – aber dafür erhielt er international viel Aufmerksamkeit, die er sich auch wahrlich verdient hatte. So lief er auch auf vielen Festivals darunter auf dem 30. Filmfest Dresden und auf dem 19. Landshuter Kurzfilmfestival. Weiterlesen