Bibliotheks-Buchverkauf: Meine Bilanz

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Symbolbild ohne die verstörend vielen Menschen © SLUB Dresden Blog

Kommentar: Die Sächsische Landesbibliothek (SLUB) sortierte Bücher aus und sorgte für einen eigenen BlackFriday, und zwar schon am Dienstag. Was in meinen Rucksack wanderte und warum, was erfreute und was entsetzte, das erfahrt ihr hier. Mitsamt kurzen Vorstellungen der Bücher, soweit möglich, und weiteren Buchtipps.

 

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Ausstellung und Katalog “The Family of Man” (Clervaux, 2017)

Katalog von The Museum of Modern Art, New York, 1955

Schloss Clervaux / Dauerausstellung / Clervaux (Luxemburg) / 2017  / Mi-So 12/18 Uhr / 6 €

© Museum of Modern Art, New York

Ausstellungsbericht und Buchkritik: In der luxemburgischen Stadt Clervaux im Norden des Landes haben drei Museen im Schloss ihr zuhause gefunden. Eine der drei Ausstellungen ist die Fotoausstellung “The Family of Man”, welche zum Weltdokumentenerbe erklärt wurde. Ursprünglich wurde die Schau für das New Yorker Museum of Modern Art (MoMA) konzipiert, ist aber dauerhaft seit 1994 im Schloss Clervaux installiert, einem der vielen erhaltenen Schlösser und Burgen des kleinen, europäischen Landes. Weiterlesen

“Regensburg an einem Tag: Ein Stadtrundgang” von Kristina Kogel (2015)

48 Seiten / 2015 / Reiseführer / Lehmstedt Verlag / 4,95€

© Lehmstedt Verlag

Buchkritik: Der kompakte Reiseführer “Regensburg an einem Tag: Ein Stadtrundgang” von Kristina Kogel aus dem Jahr 2015 eignet sich gut für einen Tagesausflug in die bayerische Stadt Regensburg und ist vermutlich für ernstere Naturen, Kunstfreunde und Historiker interessant. Weiterlesen

Carl von Ossietzky. Lesebuch

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Viele Artikel aus dem Lesebuch erschienen zuerst in der Zeitung „Die Weltbühne“, welche Ossietzky zeitweise leitete

Buchkritik: Er war Friedensnobelpreisträger und wurde zum Opfer der Nazis. Ist das Grund genug, wertvolle Lesezeit für hundert Jahre alte Zeitungsartikel von Carl von Ossietzky einzusetzen? Auf jeden Fall!

Aber nicht wegen des Preises und nicht wegen des Opferstatus. Sondern weil der Mensch schreiben konnte. Weil er einen lebendigen Einblick in die Weimarer Republik gewährt. Und weil viele Erkenntnisse bis heute aktuell sind. Leider: Dass die Polizei öfter mal auf dem rechten Auge blind ist, das bemerkte man schon in den 1920ern. Nur ein Beispiel von vielen.

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Ludwig Renn: Adel im Untergang

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Neue, ordentliche Ausgabe aus dem (c) Aufbau Verlag

Buchkritik: Aus dem Nähkästchen plaudert im Memoirenbuch „Adel im Untergang“ keine alte Dame. Sondern ein gestandener General, Adliger der letzten Stunde und früher Kommunist . Erst ab 1930 hieß der Autor Ludwig Renn. Seine 41 Lebensjahre davor verbrachte er als Arnold Vieth von Golßenau, Spross des sächsischen Uradels.

 

Zuerst verließ er die Armee, nachdem er in den Wirren des Kapp-Putsches den Befehl verweigert hatte, auf aufständige Arbeiter schießen zu lassen. Später schrieb er das erste Mal ein Erinnerungsbuch über seine Erfahrungen im Ersten Weltkrieg: „Krieg“. Schon das veröffentliche er unter dem Pseudonym Ludwig Renn. Feuilleton und Leser konnte „Krieg“ gleichermaßen überzeugen. So stellte Carl von Ossietzky es auf einen Rang mit Erich Maria Remarques „Im Westen nichts Neues“. Weiterlesen

“Die berühmtesten Tiere der Welt” von Harald Gebhardt und Mario Ludwig (2008)

192 Seiten, Verlag: BLV Buchverlag

© BLV Buchverlag

Buchkritik: Superlative sind besonders gut geeignet, um das Interesse zu wecken. So lockt das Sachbuch “Die berühmtesten Tiere der Welt” der Autoren Harald Gebhardt und Mario Ludwig die Leser genau mit so einem an und präsentiert eine kurzweilige Mischung vieler Tiergeschichten, wovon dem Leser wahrscheinlich nicht einmal die Hälfte im Gedächtnis bleiben wird. Weiterlesen