“Armstrong – Die abenteuerliche Reise einer Maus zum Mond” von Torben Kuhlmann (2016)

128 Seiten / ab 5 Jahren / NordSüd Verlag / 20 €

Cover des Kinderbuches "Armstrong - Die abenteuerliche Reise eine Maus zum Mond"

© Torben Kuhlmann, NordSüd-Verlag

Buchkritik: “Armstrong – Die abenteuerliche Reise einer Maus zum Mond” ist das dritte Buch nach “Maulwurfstadt” (2015) und “Lindbergh – Die abenteuerliche Geschichte einer fliegenden Maus” (2014) des talentierten Autors und Illustrators Torben Kuhlmann. So waren die Vorfreude und die Erwartungen groß, doch das Buch erfüllt sie mit Leichtigkeit und führt das Œuvre des Künstlers wunderbar weiter. Weiterlesen

Im Staatsschauspiel Dresden: Parole Kästner!

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Ein halbes Dutzend kleiner Kästner, großartig © Sebastian Hoppe

Aufführungsbericht: Nach Karl May in der letzten Spielzeit wird nun das Leben von Erich Kästner auf der Theaterbühne ausgebreitet. Regisseur Jan-Christoph Gockel nutzt dafür ein Ensemble aus sechs Kindern. Mit Matthias Reichwald kommt nur ein einziger Profi-Schauspieler auf die Bühne – aber der Richtige. Als vierfacher Familienvater stimmt die Chemie zwischen ihm und den kleinen Darstellern.

Los geht es mit sechs kleinen Kästnern, die trinken und paffen und darüber sinnieren, wie und wer Erich Kästner ist. Das könnten wohl Feuilletonisten oder Literaturwissenschaftler am besten beantworten, einigen sie sich. Weiterlesen

Carl von Ossietzky. Lesebuch

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Viele Artikel aus dem Lesebuch erschienen zuerst in der Zeitung „Die Weltbühne“, welche Ossietzky zeitweise leitete

Buchkritik: Er war Friedensnobelpreisträger und wurde zum Opfer der Nazis. Ist das Grund genug, wertvolle Lesezeit für hundert Jahre alte Zeitungsartikel von Carl von Ossietzky einzusetzen? Auf jeden Fall!

Aber nicht wegen des Preises und nicht wegen des Opferstatus. Sondern weil der Mensch schreiben konnte. Weil er einen lebendigen Einblick in die Weimarer Republik gewährt. Und weil viele Erkenntnisse bis heute aktuell sind. Leider: Dass die Polizei öfter mal auf dem rechten Auge blind ist, das bemerkte man schon in den 1920ern. Nur ein Beispiel von vielen.

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Ludwig Renn: Adel im Untergang

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Neue, ordentliche Ausgabe aus dem (c) Aufbau Verlag

Buchkritik: Aus dem Nähkästchen plaudert im Memoirenbuch „Adel im Untergang“ keine alte Dame. Sondern ein gestandener General, Adliger der letzten Stunde und früher Kommunist . Erst ab 1930 hieß der Autor Ludwig Renn. Seine 41 Lebensjahre davor verbrachte er als Arnold Vieth von Golßenau, Spross des sächsischen Uradels.

 

Zuerst verließ er die Armee, nachdem er in den Wirren des Kapp-Putsches den Befehl verweigert hatte, auf aufständige Arbeiter schießen zu lassen. Später schrieb er das erste Mal ein Erinnerungsbuch über seine Erfahrungen im Ersten Weltkrieg: „Krieg“. Schon das veröffentliche er unter dem Pseudonym Ludwig Renn. Feuilleton und Leser konnte „Krieg“ gleichermaßen überzeugen. So stellte Carl von Ossietzky es auf einen Rang mit Erich Maria Remarques „Im Westen nichts Neues“. Weiterlesen