„Kenny Scharf: When Worlds Collide“ (2020)

Filmkritik: Die Dokumentation „Kenny Scharf: When Worlds Collide“ (OT: „Kenny Scharf: When Worlds Collide“, USA, 2020) von Malia Scharf und Max Basch, die im Programm ‚Spotlight‘ auf dem 27. Slamdance Film Festival lief, ist das Portrait eines Künstlers, der zusammen mit Keith Haring und Jean-Michel Basquiat die Kunstszene eroberte und noch heute fleißig Kunstwerke schafft. 

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„Ein Amerikaner in Paris“ (1951)

1952 / 24. Oscarverleihung / 1952 / 8 Nominierungen / 6 Auszeichnungen

Filmkritik: Das dritte Musical, das in der Geschichte der Oscars die Auszeichnung ‚Bester Film‘ erhielt, war Vincente Minellis „Ein Amerikaner in Paris“ (OT: „An American in Paris“, USA, 1951). Er konnte von seinen acht Nominierungen sechs Preise mit nach Hause nehmen und mit seinem Sieg hätte im Vorfeld keiner gerechnet. Die beiden Filme „Ein Platz an der Sonne“ und „Endstation Sehnsucht“ waren die großen Favoriten des Abends, doch schon bei den Golden Globes konnte das Musical den Preis für das ‚Beste Musical‘ gewinnen, prädestinierte sich so auch für die Oscars und ging schlussendlich als großer Sieger des Abends, als lachender Dritter, aus dem Rennen hervor.

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Im Staatsschauspiel Dresden: Parole Kästner!

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Ein halbes Dutzend kleiner Kästner, großartig © Sebastian Hoppe

Aufführungsbericht: Nach Karl May in der letzten Spielzeit wird nun das Leben von Erich Kästner auf der Theaterbühne ausgebreitet. Regisseur Jan-Christoph Gockel nutzt dafür ein Ensemble aus sechs Kindern. Mit Matthias Reichwald kommt nur ein einziger Profi-Schauspieler auf die Bühne – aber der Richtige. Als vierfacher Familienvater stimmt die Chemie zwischen ihm und den kleinen Darstellern.

Los geht es mit sechs kleinen Kästnern, die trinken und paffen und darüber sinnieren, wie und wer Erich Kästner ist. Das könnten wohl Feuilletonisten oder Literaturwissenschaftler am besten beantworten, einigen sie sich. Weiterlesen

“Loving Vincent” (2017)

Poster zum Film "Loving Vincent"

© 2017 Loving Vincent Sp.z.o.o. & Loving Vincent Ltd.

Filmkritik: Bei den Oscars 2018 ist der britisch-polnische Animationsfilm “Loving Vincent” einer der Anwärter auf den Besten Animationsfilm. Wie unwahrscheinlich der Gewinn bei Gegnern wie dem Pixar-Film “Coco – Lebendiger als Leben” (2017) und dem Blue-Sky-Studios-Film “Ferdinand – Geht STIERisch ab” (2017) auch sein mag, hätte “Loving Vincent” ihn als erster vollständig gemalter Film mehr als verdient.

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“Andrej Rubljow” (1966)

Andrej Tarkowski – Spezial 3: Nachdem der russische Regisseur Andrej Tarkowski mit seinem Debütfilm “Iwans Kindheit” (1962) sehr viel Anerkennung im eigenen Land sowie im Ausland erhielt, hatte er freie Hand bei der Verwirklichung seines zweiten Films. Der Spielfilm “Andrej Rubljow” (OT: “Andrey Rublev”, 1966, RU) ist oberflächlich betrachtet ein Historienfilm über den russischen Ikonenmaler Andrej Rubljow, welcher die russische Kunst vom Mittelalter hin zur Renaissance geleitete.

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