“Milliardenmarsch” (2016)

Kurzfilm / Deutschland / Fiktion / 2016
Poster zum Kurzfilm

Filmkritik: Der österreichische Regisseur und Drehbuchautor Adrian Goiginger hat sich durch die Ehrung auf der Berlinale 2017 bereits einen Namen in der deutschsprachigen Filmlandschaft gemacht. Dort erhielt er für seinen Film “Die beste aller Welten” (2017) den Kompass-Perspektive-Preis. Doch auch vorher konnte er mit einigen seiner Kurzfilme Preise gewinnen. So auch mit seinem 2016 entstanden Kurzfilm “Milliardenmarsch” (AT: “Billion Walk”), der auf den 27. Bamberger Kurzfilmtagen 2017 den Jugendjury-Preis erhielt.

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“United Interest” (2016)

Kurzfilm / Deutschland & USA / Fiktion / 2016

© Film Boutique

Filmkritik: Der deutsche Filmemacher Tim Weidmann (*1976) war schon an einigen Hollywood-Produktionen wie “Spy Games” (1999) als Animator beteiligt. Sein eigener, zweiter Kurzfilm “United Interest”ist nun eine Abrechnung mit dem amerikanischen Kapitalismus. Weiterlesen

“Jugend ohne Gott” (2017)

Filmkritik: Der deutsche Genrefilm “Jugend ohne Gott” (OT: “Jugend ohne Gott”, Deutschland, 2017) nahm sich den 1937 erschienen, gleichnamigen Roman von Ödön von Horvath als Grundlage und schuf einen dystopischen Science-Fiction, der in der nahen Zukunft angesiedelt ist und der inhaltlich wie optisch überzeugen kann. Weiterlesen

“The Party” (2017)

Filmkritik: Seit Jahren liefert uns die britische Regisseurin Sally Potter (*1949) Filme aus verschiedensten Epoche wie der auch im viktorianischen England spielende “Orlando” (1992) und den in den 60er Jahren angesiedelten “Ginger & Rosa” (2012). Dabei erzählt sie persönliche Geschichten und stellt diese gern in einen historischen Kontext. So auch in ihrem neuesten Film “The Party” (OT: “The Party””, Großbritannien, 2017), der nicht nur mit seiner Kürze überrascht, sondern mit seiner wunderbaren Mischung aus Emotionen und wichtigen, aktuellen Themen. Weiterlesen

Herman Melville: Bartleby der Schreiber

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Tolles Büchlein! (c) Suhrkamp Insel Verlag

Buchkritik: Die Urform des passiven Helden ist Bartleby, dessen Geschichte 1853 erstmals gelesen werden konnte. Moby-Dick-Autor Herman Melville erzählt die Geschichte des seltsamen Typen auf 74 vergnüglichen Seiten. Bartleby wurde zum Vorbild für Figuren wie Yvonne, die Burgunderprinzessin und andere, deren wichtigstes Merkmal das Nichtstun ist.

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Im Theaterhaus Rudi: Yvonne, die Burgunderprinzessin

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(c) H. O. Theater

Aufführungsbericht: Yvonne, die Burgunderprinzessin beginnt als Märchenstück á la Cinderella: Der von allen Hofdamen umschwärmte Prinz Philipp verlobt sich mit der bürgerlichen Yvonne. Sie ist hässlich, träg, einfach nicht an den Mann zu bringen. Dass Philipp sie erwählt, geschieht nicht aus Mitleid, sondern aus purer Langeweile. Eine Verlobung mit einem so grässlichen Mädchen ist da ein spannender Scherz, der den ganzen Hofstaat in Aufruhr bringen könnte. Philipps Rechnung geht auf. Dummerweise besser, als er gewollt hat.

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