Im Staatsschauspiel Dresden: Früchte des Zorns

Aufführungsbericht: Wie schreibt man spannend über Arbeitslosigkeit und die Lähmung durch fehlende Perspektiven? Der US-Amerikaner John Steinbeck hat es versucht und dafür Pulitzer-Preis und Literaturnobelpreis eingeheimst. Aber geschafft hat er es nicht: „Früchte des Zorns“ ist kein fesselnder Roman geworden, so gut und wichtig er auch ist. Schafft Regisseurin Mina Salehpour, dem Stoff Leben einzuhauchen?

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Irgendwann stecken sie bis zum Hals im Dreck. © Sebastian Hoppe

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Im Staatsschauspiel Dresden: Secondhand-Zeit

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Ein knappes Dutzend Laienschauspieler bringt uns die ehemalige Sowjetunion kurz vor und nach dem Zusammenbruch näher. © Matthias Horn

Aufführungsbericht: Die Bürgerbühne bearbeitet Texte von Swetlana Alexijewitsch und bringt sie ins Kleine Haus. Menschen, die aus der ehemaligen Sowjetunion stammen, tragen die Berichte der 2015er Literaturnobelpreisträgerin vor. „Leben auf den Trümmern des Sozialismus“ lautet der Untertitel der Regiearbeit von David Benjamin Brückel.

Es dauert ein wenig, bis man sich hineingehört hat. Bis auf einen Darsteller haben sie alle einen deutlichen Akzent. Tschaikowskis „Schwanensee“ läuft am Anfang und bleibt als musikalische Untermalung präsent. Weiterlesen