„À la fin…“ (2020)

Martin Jahn
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Kurzfilm / Frankreich / Animation / 2020

Filmkritik: Der nur 3-minütige Kurzfilm „À la fin…“ des Regisseurs und Graphikers Nicolas Lichtlé, der zur Zeit in der Arte Mediathek zu sehen ist, findet schöne und aussagestarke Bilder für seine Kritik an der heutigen Gesellschaft.

Die Menschen umgeben sich mit Technik und sehen oft nicht, was ihnen gut tut. Eine Rückbesinnung auf die Natur verhilft zu Erholung und Glück.

Der französische Filmemacher Nicolas Lichtlé präsentiert seine Botschaft und seine Einstellung zu der Abhängigkeit des modernen Menschen unverstellt. Die Kritik und auch der Appell sind klar erkennbar. Auch die Corona-Pandemie fließt mit ein. Aber der Grund dafür, dass der Film trotz vieler bekannter Sujets und wenig Verschleierungstaktik nicht wie ein purer Holzhammer wirkt, sind die Bilder, die er für sein Thema findet. In zarten Farben wählt er eine Bildsprache, welche visuell ansprechend ist. Die Liebe zur Natur und die damit verbundenen positiven Effekte weiß er gut einzufangen. Für die überstrapazierte Technikliebe und moderne Arbeitswelt findet er genauso poetische Zeichnungen. So gelingt ihm mit seinem nur dreiminütigen Kurzfilm ein Portrait unserer heutigen Gesellschaft, das mit seinen Bildern verzaubert und seine Kritik ohne Umschweife platziert.

Fazit: In „À la fin…“ steckt viel Kritik, doch auch Schönheit. Der Regisseur und Designer Nicolas Lichtlé findet eine gelungene Bildsprache, um die heutige Gesellschaft zu portraitieren und auch für einen anderen Umgang mit Medien, Technik und Natur zu appellieren. 

Bewertung: 6/10

Den Kurzfilm „À la fin…“ gibt es komplett online (ohne Dialoge)

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

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