Filmkritik: Der britische Spielfilm „Der Salzpfad“ (OT: „The Salt Path“, UK, 2024) ist die gleichnamige Verfilmung des Wander-Bestsellers von Raynor Winn. Das autobiographische Buch hat während des Kinostarts in Großbritannien zwar Kritik auf sich gezogen, was aber für die Betrachtung der Verfilmung als eigenständig fiktives Werk keine Rolle spielt und kann als klassischer Wanderfilm, in dessen Zentrum der Mensch und seine Veränderung steht, gelesen werden.
Ehe
„The Nun Slayer“ (2024)
Kurzfilm / UK / Fiktion / 2024
Filmkritik: Der britische Kurzfilm „The Nun Slayer“ von Ben Bovington-Key, der im ‚Shock Block‘-Programm des 25. Landshuter Kurzfilmfestival 2025 lief, erzählt als Drama von Serienkillern und der Faszination, die sie auf Frauen ausüben.
„Cold Soup“ (2023)
Kurzfilm / Portugal, Frankreich / Animation / 2023
Filmkritik: Der Kurzfilm „Cold Soup“ (OT: „Sopa Fria“) von Marta Monteiro, der im Internationalen Wettbewerb auf dem 40. interfilm Festival Berlin 2024 lief, ist ein starker Animationsfilm, der den Schrecken von häuslicher Gewalt als Animadok einfängt.
„Neuigkeiten Aus Lappland“ (2024)
Filmkritik: Der finnische Spielfilm „Neuigkeiten Aus Lappland“ (OT: „Ohjus“, ET: „The Missile“, Finnland, 2024) der Regisseurin Miia Tervo, der u.a. auf dem 34. Filmfestival Cottbus 2024 zu sehen war, ist ein feine Gesellschaftsdramödie aus einem abgelegenen Teil Finnlands und erzählt auch viel über heute relevante Themen, obwohl es in den 80er Jahren angesiedelt ist.
„Outside“ (2023)
Kurzfilm / Polen / Fiktion / 2023
Filmkritik: Der Animationsfilm „Outside“ (OT: „Obok“) der polnisch-stämmigen Regisseurin Izabela Plucińska, der im National Wettbewerb des 36. Filmfest Dresden 2024 lief, entstand aus einer tiefen Betroffenheit heraus.
„Andrea lässt sich scheiden“ (2024)
Filmkritik: Der Schauspieler, Kabarettist und Regisseur Josef Hader beschäftigt sich in seiner zweiten Regiearbeit nach „Wilde Maus“ (2017) nicht mehr mit den Stadt- sondern mit den Dorfmenschen. „Andrea lässt sich scheiden“ (Österreich, 2024) ist gespickt mit lakonischem Witz und viel Treffsicherheit und feierte unter großem Applaus auf der 74. Berlinale 2024 seine Premiere.
„Napoleon“ (2023)
Filmkritik: Mehr als 300 Spielfilme haben sich an der historischen Persönlichkeit bereits abgearbeitet. Der mittlerweile 86-jährige Ridley Scott, bekannt für Filme wie „Blade Runner“ (1982), „Königreich der Himmel“ (2005) und „House of Gucci“ (2021) nahm sich nun in seinem beinah drei-Stunden-Film „Napoleon“ (OT: „Napoleon“, USA, 2023) der Figur an und besetzt die Hauptrolle mit Joaquin Phoenix, was das Publikum im Vorfeld neugierig machte, da dieser gerne ambivalente Figuren einfängt und ihnen Tiefe gibt.
„Linoleum“ (2022)
Filmkritik: Der amerikanische Spielfilm „Linoleum“ (OT: „Linoleum“, USA, 2022) von Colin West, der seine Deutschlandpremiere auf dem 29. Internationales Filmfest Oldenburg 2022 hatte, ist ein einfühlsames Drama, das ein paar narrative Irritationen benutzt, um die eigentliche Botschaft zu vermitteln.
Neun Fragen an Annika Mayer
Interview: Im Gespräch mit der deutschen Regisseurin Annika Mayer konnten wir mehr über ihre Dokumentation „Home Sweet Home“ erfahren, die auf dem 66. DOK Leipzig 2023 ihre Weltpremiere feierte, wie es dazu kam, mit ihrer eigenen Großmutter über die häuslichen Gewalterfahrungen zu sprechen, das frühere Super 8 Material aufzubereiten und wie die Familie auf das Filmprojekt reagiert hat.
„Past Lives“ (2023)
Filmkritik: Die Theaterregisseurin Celine Song feiert mit dem Liebesdrama „Past Lives“ (OT: „Past Lives“, USA, 2023) ihr Spielfilm-Debüt und schaffte es damit in den Wettbewerb der 73. Berlinal 2023. Sie erzählt darin eine beinahe klassische Dreiecksgeschichte, weiß aber kitschige Felsen zu umschiffen und setzt ihre eigene Biographie in einem berührenden Film um.