„The Long Goodbye“ (2020)

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Kurzfilm / UK / Fiktion / 2020

Filmkritik: Der Schauspieler und Rapper Riz Ahmed, der u.a. 2020 für „The Sound of Metal“ für den Oscar für den ‚Besten Hauptdarsteller‘ nominiert war, schuf zusammen mit dem Regisseur Aneil Karia den Kurzfilm „The Long Goodbye“ schuf, der 2022 den Oscar für den ‚Besten Kurzfilm‘ gewann.

Ein Großfamilie in einem britischen Vorort bereitet sich auf ein Familienfest vor. Viele sind gekommen, unterhalten sich, decken den Tisch und sind füreinander da. Als auf einmal eine paramilitärische Vereinigung das Haus und auch die der Nachbarn stürmen, wollen Riz (Riz Ahmed) und seine Familie noch fliehen, doch sie können dem nicht entkommen.

Zusammen mit dem Album „The Long Goodbye“ (2020) des Rappers und Schauspielers Riz Ahmed (1982), der u.a. auch in „Rogue One: A Star Wars Story“ (2016) und „Venom“ (2018) zu sehen ist, erschien der Kurzfilm „The Long Goodbye“ von Aneil Karia und war als Promotionvideo für das Album konzipiert. Darin wird in zwölf Minuten eine mögliche Dystopie kreiert. Anfänglich verbringt eine Familie mit Migrationshintergrund einen ganz normalen Tag. Dann kippt die Stimmung und eine paramilitärische Macht übernimmt.

Riz Ahmed

Der Film verlässt dabei zwar nie die Familie, aber es ist klar, dass es das die ganze Stadt oder gar das ganze Land betrifft. Nachdem das Grauen sich entfaltet hat, übernimmt Riz Ahmed mit einem grimmigen Gedicht, das aus einem Stück von ihm rezitiert, und beschließt mit diesem Monolog den düsteren Film. Der Kurzfilm spielt in einer nahen, dunklen Zukunft, die sich durch radikale Bewegungen bereits jetzt in diversen politischen Systemen andeutet. „The Long Goodbye“ ist tief in der heutigen Realität verwurzelt und besitzt eine klare Warnung, dass wir nicht mehr weit von diesen Welt entfernt sind. Damit setzte sich dr Kurzfilm gegen die Konkurrenz wie „On My Mind“ (2021) oder „Take and Run“ (2022) auf der 94. Oscarverleihung durch und gewann den Oscar für den ‚Besten Kurzfilm‘.

Fazit: „The Long Goodbye“ ist ein Promotion-Kurzfilm zu dem gleichnamigen Album des Rappers und Schauspielers Riz Ahmed. Der Regisseur Aneil Karia schuf eine realitätsnahe Dystopie, welche radikale, politische Ideen, die sich u.a. auch in Großbritannien zu finden sind, weiterdenkt und damit ein starkes Appell liefert.

Bewertung: 6,5/10

Trailer zum Kurzfilm „The Long Goodbye“:

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

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