„A Story for 2 Trumpets“ (2022)

Kurzfilm / Frankreich / Animation / 2022

Filmkritik: Im ‚Berlinale Shorts‘-Programm 2022 lief der französische Animationsfilm „A Story for 2 Trumpets“ (OT: „Histoire pour 2 Trompettes“) von Amandine Meyer, welche darin mit surrealen Bildern von ihrer eigenen Künstlerin-Werdung erzählt.

Das junge Mädchen lernt aus dem Kummer, aus ihren Erfahrungen und auch durch andere Menschen das Medium Kunst und dessen innewohnende Kraft, sich individuell auszudrücken, kennen.

In ihrem nur fünfminütigen Film greift die Künstlerin und Filmemacherin Amandine Meyer auf eine Geschichte aus ihrem Buch „Histoire décolorée“ (2016) zurück, das von einer Frau- und Künstlerin-Werdung handelt. Dabei verzichtet sie auf Sprache und erzählt die Geschichte über ihre Bilder und die Musik. Die Animationen stammen dabei aus ihrer Hand, greifen wiederkehrende Motive auf und erinnern oft auf wohltuende Weise an surreale Künstler wie René Magritte (1898-1967) und Salvador Dalí (1904-1989). Trotz dieser Nähe zu den Bildenden Künsten weiß sie aber auch das Medium des Films für sich einzunehmen. Vor allem durch eine flüssige und sich stets bewegende Erzählart und den Einsatz der Musik von Chapelier Fou, der die Geschichte auf seine Weise noch belebt und erweitert. So entstand ein Animationsfilm, der trotz seiner interpretationsfreudigen Bilder das Publikum faszinieren und berühren kann.


Fazit: „A Story for 2 Trumpets“ ist ein Animationsfilm von Amandine Meyer, der eine eigene Geschichte mit surrealen Bildern und einer starken Musikuntermalung erzählt und dabei das Erwachsenwerden mit all den Ängsten und Hürden auf eine ganz eigene, faszinierende Art und Weise einfängt.

Bewertung: 8/10

Trailer zum Kurzfilm „A Story for 2 Trumpets“:

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen:

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