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Filmkritik: Der Spielfilm „Als wäre es leicht“ von Milan Skrobanek, der im Programm des 47. Filmfestival Max Ophüls Preis 2026 zu sehen war und jetzt in den Kinos startet, ist eine Rom-Com, die abseits gängiger Erzählnormen angesiedelt ist und diesem Mainstream-Genre weitere Themen und Aspekte schenkt.
Die gehörlose Kati (Cindy Klink) lernt im Dialoghaus Hamburg den blinden Stadionkommentator Florian (David Knors) kennen. Sofort verliebt sie sich und sucht den Kontakt. Die beiden werden ein Paar und Florian lernt Katis Eltern kennen, die ihre Tochter dazu bringen wollen, ein Cochlea-Implantat zu tragen. Doch sie möchte das nicht und dadurch entsteht auch ein größerer Konflikt zwischen Florian und ihr.
Der 90-minütige Spielfilm von Milan Skrobanek, der auch das Drehbuch ausgehend von der Frage, ob Sprache wichtig ist für ein Zusammenkommen und -sein, schrieb, ist eine klassische Rom-Com mit Höhen und Tiefen. Der Film lebt von dem Spiel und den Sympathien der beiden Hauptdarsteller:innen. Hier hat Skrobanek die beiden Rollen wunderbar mit der gehörlosen Cindy Klink und dem blinden David Knors besetzt. Zwischen den beiden herrscht eine schöne Chemie, so dass man ihnen ihre Liebe von Anfang an abkauft. Aber der Film erzählt nicht nur vom Lieben, sondern auch von Auseinandersetzungen, Problemen und sogar Trennung. Dabei geraten die beiden nicht nur wegen Katis Ablehnung des Cochlea-Implantats, sondern auch wegen alltäglicher Problemchen von Paaren aneinander. Doch hier gestaltet sich das Lösen und das Aufeinanderzugehen manchmal schwieriger als bei Paaren ohne Beeinträchtigungen.
Skrobanek fängt dabei sehr gut ein, wie schwierig die Kommunikation der beiden manchmal ist. Da beide viel über die Sprachein- und Ausgabe am Handy kommunizieren, hat er sich dafür entschieden, das cineastisch etwas kreativer und schöner darzustellen, was auch dem leichten Verliebtsein-Gefühl mehr entspricht. Im Gesamten schafft der Film es, das warme Sommergefühl solcher Tage, die zarten Annäherungen und ersten, intimen Momente wunderbar einzufangen und ist so eine sehr klassische Rom-Com. Diese stellt aber zwei beeinträchtigte Menschen ins Zentrum ihrer Geschichte, was weitere erzählerische Motive bietet und ein wichtiges Thema aus der Gehörlosen-Community aufgreift – das Einsetzen des Cochlea-Implantats. So trägt Skrobaneks Film „Als wäre es leicht“ dazu bei, die Bandbreite der romantischen Komödien zu erweitern und kann damit wunderbar und auch locker-leicht unterhalten.
Bewertung: 3,5/5
Kinostart: 02.04.2026
Trailer zum Film „Als wäre es leicht“:
geschrieben von Doreen Kaltenecker
Quellen:
- Eintrag des Films „Als wäre es leicht“ beim Filmfestival Max Ophüls Preis
- Website des Regisseurs Milan Skrobanek
