„Ride Baby Ride“ (2023)

Doreen Kaltenecker
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Kurzfilm / USA / Fiktion / 2023

Filmkritik: Der Kurzfilm „Ride Baby Ride“ von Sofie Somoroff, der im ‚Shock Block‘-Programm des 24. Landshuter Kurzfilmfestivals 2024 lief, ist eine klassische Haunted-Thing-Geschichte, die aber mit einer grandiosen Heldin aufwartet.

Eine Mechanikerin (Celina Bernstein) hat sich nach zähen Verhandlungen mit den Verkäufern endlich ihr Traumauto, einen Camaro von 1978, besorgt. Doch leider scheint das Auto dämonisch besessen zu sein.

In nur acht Minuten erzählt die Regisseur und Drehbuchschreiberin Sofie Somoroff („Love is a Fire“ (2022)) eine feine Geschichte über einen besessenen Gegenstand und den Kampf dagegen. Besonders ist die Hauptfigur: Die Mechanikerin ist kein zartes Pflänzchen, sondern sie schreitet zur Tat, ob sie sich nun gegen die Männer, die ihr das Auto verkaufen, erwehrt oder gegen den Dämon selbst. Fantastisch von Celina Bernstein verkörpert, welche wir bereits in dem Kurzfilm „The Perfect Place to Cry“ (2023) lieben gelernt haben. Hinzu kommt eine tadellose und stilsichere Inszenierung, welche den Zuschauer:innen wenig Grusel, aber dafür aber unterhaltsame Action bietet. Auch die Ausstattung und der Look der Zeit sind perfekt. So macht das dämonische Kammerspiel, das auf vielen Festivals zu Gast war, neugierig auf weitere Arbeiten der amerikanischen Regisseurin.

Fazit: „Ride Baby Ride“ ist ein unterhaltsames Horror-Kammerspiel zwischen einem dämonischen Auto und einer Mechanikerin. Dabei hat die Regisseurin Sofie Somoroff alles auf den Punkt inszeniert und mit Celina Bernstein ihre perfekte Hauptdarstellerin gefunden.

Bewertung: 8/10

Den Kurzfilm „Ride Baby Ride“ gibt es auch online:

geschrieben von Doreen Kaltenecker

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