Filmkritik: Der mexikanische Regisseur Guillermo del Toro (*1964) machte sich einen Namen durch den Film “Pans Labyrinth” (2006), welcher gekonnt Märchen mit realitätsnahen Ereignissen verband. Seine Blockbuster-Filme wie “Hellboy” (2004) und “Pacific Rim” (2013) trugen ebenfalls zu seinem Ruhm bei. Auch sein neuestes Werk, “Crimson Peak” (OT: “Crimson Peak”, AT: “Haunted Peak”, US, 2015), schien ein Schauermärchen höchster Güte zu werden, doch leider verließ er sich hierbei mehr auf die Optik als auf die Geschichte.
Fantasy
„Fantastic Four“ (2015)
Filmkritik: Im Jahre 1961 startete die Comicbuchreihe „Die fantastischen Vier“ (OT: „Fantastic Four“). Geschaffen wurden diese Bücher, bei denen zum ersten Mal ein Superhelden-Team im Zentrum stand, von den Marvel-Größen Stan Lee und Jack Kirby. Bereits 1986 erwarb Bernd Eichinger die Rechte zu einer Verfilmung. Damit diese nicht verfielen, produzierte er einen Film, der zwar fertiggestellt, aber nie veröffentlicht wurde, denn das verlängerte die Vertragslaufzeit. Daher zeichnet sich Eichinger als Produzent bei den beiden amerikanischen Verfilmungen „Fantastic Four“ (2005) und „Fantastic Four: Rise of the Silver Surfer“ (2007) verantwortlich. Jetzt erscheint eine erneute filmische Adaption der Fantastischen Vier. Der Film „Fantastic Four“ (OT: „The Fantastic Four“, US, 2015) basiert auf der überarbeiteten Comic-Reihe „Ultimate Fantastic Four“ aus dem Jahr 2004 und möchte einen anderen Weg beschreiten.
„Horns“ (2013)
Filmkritik: Als Regisseur lieferte uns Alexandre Aja (*1978), der auch als Drehbuchschreiber und Produzent agiert, bereits das sehr gute Remake “The Hills Have Eyes – Hügel der blutigen Augen” (2006) sowie amüsant trashige Filme wie “Piranha 3D” (2010). Mit “Horns” kam nun sein neuestes Regiewerk in die deutschen Kinos. Dieser Film entstand nach dem Roman “Teufelszeug” (2010) von Joe Hill, einem Sohn von Stephen King. Er erzählt die Geschichte von Ig (Daniel Radcliffe), der seine Freundin Merrin (Juno Temple) umgebracht haben soll. Bis auf seinen Anwalt Lee (Max Minghella) glaubt keiner an seine Unschuld, alle verteufeln ihn. Eines Morgens wacht Ig mit Hörnern auf und hat auf einmal die Macht, von den Menschen, die in seiner Umgebung sind, zu erfahren, welche bösen Gedanken sie hegen. Er kann sie sogar dazu animieren diese auszuführen. So geht Ig nun selbstständig auf die Suche nach dem Mörder seiner Freundin. Aja und seinem Team ist die Umsetzung des Stoffes hervorragend gelungen. Der Film kann die Spannung uneingeschränkt aufrecht halten und schafft es zusätzlich die Menschen emotional zu binden. Dabei passen sich sogar die Locations (es wurde in Kanada gedreht) und die Farben der Bilder an. Die Filmaufnahmen und die Kameraarbeit sind treffsicher und explizit. Abgerundet wird das gelungene Filmerlebnis von einem fantastischen Soundtrack und wirklich gut spielenden Darstellern, allen voran Daniel Radcliffe, der sich mit dieser Rolle hoffentlich ein Stück von seiner ständigen Harry-Potter-Assoziation entfernen kann.
Bewertung: 9/10


