Filmfest Dresden: Tag 2

  1. April: Internationaler Wettbewerb 2 & 3 / Nationaler Wettbewerb 2, 3 & 4

Die beiden internationalen Wettbewerbe, die am frühen Nachmittag stattfanden, waren wie immer sehr entspannt. Im halbvollen Leone-Saal  wurden jeweils sechs Filme präsentiert.  Leider waren keine Filmschaffenden anwesend (da sie erst in den nächsten Tagen anreisen werden), so dass man keine weiteren Hintergrundinformationen oder Einblicke in die Entstehung bekam.

Der zweite Internationale Wettbewerb bestand aus vier Animationsfilmen und zwei Spielfilmen. Dabei war die Mischung nicht besonders ausgewogen. Das Seltsame dominierte den Block. Die Knetanimation „Ernie Biscuit“ (Australien, 2015) konnte sich handwerklich sehen lassen. „Boys“ (Schweden, 2015) beschäftigte sich mit einem unangenehmen Thema. Die restlichen Animationsfilme waren teilweise sehr schwer zugänglich. Heraus stach der Fun-Splatter „The Black Bear“ (Belgien, Frankreich, 2015), da man sowas selten auf dem Dresdner Festival zu sehen bekommt.

Der dritte Internationale Wettbewerbsblock konnte mit vielen richtig guten Filmen aufwarten. Der Animationsfilm „Edmond“ (GB, 2015) erzählt mit fantastischem handwerklichem Geschick von einer seltenen Störung. Die Geschichte zweier Teenagerinnen aus Polen – „America“  (Polen, 2015) – bewegt. Der kroatische Film „The Beast“ (Kroatien, 2015) trifft mit seinen Metaphern den Nagel auf den Kopf. Ein bisschen Spaß brachte dann noch das Schlusslicht aus Neuseeland hinein: „Accidents, Blunders and Calamities“ (Neuseeland, 2015).

Die Nationalen Wettbewerbe unterschieden sich untereinander in der Qualität erheblich. Den zweiten und dritten Block kann man uneingeschränkt empfehlen. Beim vierten Block fällt es dagegen schon schwerer einen Liebling auszuwählen. Aus den drei Blöcken sind besonders das Musikvideo „I am the rain if you are the meadow“ (Dtl., 2015), der Genrefilm „90 Grad Nord“ (Dtl., 2015), die Tragikkomödie „Die Ballade von Ella Plummhoff“ (Dtl., 2015) und der spaßige Animationsfilm „Trial & Error“ (Dtl., 2016) hervorzuheben. Auch hier gilt in allen drei Blöcken, dass man der englischen Sprache mächtig sein sollte, damit man auch die Nationalen Wettbewerbe vollends genießen kann.

geschrieben von Doreen Matthei

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