“Ein Mann namens Ove” von Fredrik Backman (2012)

© Fischer Verlage

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Buchkritik: Der schwedische Autor Frederik Backman (*1981) hat vor seiner erfolgreichen Schriftstellerkarriere vieles ausprobiert. Er war Restauranthilfskraft und Gabelstaplerfahrer und begann irgendwann seinen eigenen Blog zu schreiben. Als Blogger machte er sich in Schweden einen Namen und die Figur Oves entstand aus seinen Bloggeschichten heraus.

Der Roman “Ein Mann namens Ove” (Originaltitel: “En man som heter Ove”) war sein Debüt und verkaufte sich über 60.000 Mal. Er wurde in 25 Sprachen übersetzt und machte Backman international bekannt. Seitdem sind noch weitere Romane von ihm erschienen (“Alles, was mein kleiner Sohn über die Welt wissen muss” (2012), “Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid” (2013), “Britt-Marie war hier“ (2014)). Im Jahr 2016 erschien die Adaption des Buches auf den hiesigen Leinwänden (siehe Kinokritik “Ein Mann namens Ove”).

Das Buch erzählt die Geschichte des Pedanten Ove, der keinen Sinn mehr darin sieht weiterzuleben, nachdem seine geliebte Frau Sonja gestorben ist und er auch noch seine Arbeit verloren hat. Doch die neuen Nachbarn, eine Katze und sein ehemals bester Freund verhindern regelmäßig seine Suizidversuche und es scheint, als ob Ove noch nicht gehen darf, da es noch viel zu erledigen und zu helfen gibt.

Mit seinem lockeren und stilsicheren Schreibstil entführt Backman seine Leser in eine schwedische Vorstadtsiedlung, die von einem griesgrämigen Pedanten kontrolliert wird. Vieles erscheint einem dabei vertraut und bekannt von alten Menschen, die gerne mal die Nachbarschaft tyrannisieren. Doch durch zahlreiche Rückblenden lässt der Autor die Zuschauer hinter die Fassade Oves blicken und erkennen, dass er ein wahrlich großes Herz hat. Dabei sind die Liebesgeschichte und die Schicksalsschläge sehr berührend. Die in der Gegenwart stattfindenden Ereignisse bergen dafür sehr viel humoristisches Potential und gewähren Einblick in Oves Kopf und seine Weltsichten. Zusammen ergibt es eine fantastische Mischung, welche Gefühl und wunderbare Unterhaltung bieten kann. “Ein Mann namens Ove” ist ein gelungenes Debüt und kann ohne Einschränkung empfohlen werden.

Bewertung: 5/5

geschrieben von Doreen Matthei

Quellen: Wikipedia Backman

& Pressematerial von Concorde Filmverleih

3 Gedanken zu ““Ein Mann namens Ove” von Fredrik Backman (2012)

  1. Ich habe den Kinofilm gesehen und war restlos begeistert von dem Film. Mit dem Film habe ich das Gefühl, bereits etwas sehr Gutes in mich aufgesogen zu haben, sodass ich gar nicht das Bedürfnis habe noch das Buch zu lesen (obwohl es sicher sehr gut ist!). Wie ist denn der Film für jemanden, der auch das Buch gelesen hat?

    • Der Kinofilm ist eine der getreuesten Adaptionen, die ich von einem Buch je gesehen habe. (Nur am Ende des Films haben sie eine Kleinigkeit hinzugefügt.) Dadurch kann ich beides empfehlen, aber man kann sich gern zwischen beiden Zeit lassen, so kann man Ove nochmal entdecken.

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